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Universitätsklinikum Essen AöR

PM: DFG-Förderung für Essener Schlaganfall-Forschung – Neue Erkenntnisse sollen Genesung von Betroffenen beschleunigen

PM: DFG-Förderung für Essener Schlaganfall-Forschung – Neue Erkenntnisse sollen Genesung von Betroffenen beschleunigen
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Pressemitteilung

DFG-Förderung für Schlaganfall-Forschung

Neue Erkenntnisse sollen Genesung von Betroffenen beschleunigen

Schlaganfall gilt weltweit als zweithäufigste Todesursache. Bei einem sogenannten Apoplex stirbt Gehirngewebe durch plötzlich auftretende Durchblutungsstörungen unwiderruflich ab. Betroffene können beispielsweise nicht mehr sprechen. Dank sogenannter plastizitätsfördernder Therapien kann unbeschädigten Zellen jedoch geholfen werden, neue Funktionen zu erlernen. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) möchten jetzt in einem Projekt die Grundlage schaffen für neue Therapien, mit denen die neurologische Genesung von Schlaganfall-Patient:innen gefördert werden kann. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt ihr Vorhaben für 3 Jahre mit knapp 400.000 Euro.

Im Fokus der Betrachtung steht die „extrazelluläre Matrix“, kurz ECM. Dieser Teil des Nervensystems ist wie ein Gelee, das von Zellen hergestellt wird, um die Stabilität und Integrität des Gehirns aufrechtzuerhalten. „Wir erforschen, wie die extrazelluläre Matrix die Interaktionen zwischen Gehirnzellen vermittelt und schlagen sie als Ziel für plastizitätsfördernde Therapien vor“, sagt Dr. Egor Dzyubenko vom NeuroScienceLab am Universitätsklinikum Essen.

In vergangenen Studien konnten die Essener Fachleute nachweisen, dass Veränderungen der ECM nach einem Schlaganfall die neurologische Erholung unterstützen können, indem sie die Neuverdrahtung neuronaler Netzwerke erleichtern. Die Neurowissenschaftler:innen vermuten, dass ein Netzwerk aus sogenannten Astrozyten, eine von vielen Gliazellen -Arten, die Wechselwirkungen zwischen ECM und Neuronen vermittelt. „Mit unserem Projekt möchten wir zeigen, wie diese Wechselwirkungen die neurologische Erholung bei Mäusen beeinflussen“, skizziert Dr. Dzyubenko. Darauf aufbauend könnten Therapien entwickelt werden, die Schlaganfall-Betroffenen schneller helfen, verlorene Fähigkeiten neu zu lernen.

Bei dem DFG-geförderten Vorhaben setzen die Mitglieder der Forschungsgruppe „Neuron-Glia-Interaktionen und extrazelluläre Matrix nach Schlaganfall“ moderne Superauflösungs- und Multiphotonen-Mikroskopie ein.

Fachlicher Ansprechpartner
Dr. Egor Dzyubenko
NeuroScienceLab am Universitätsklinikum Essen 
Telefon: +49 (0) 201-723-6025
E-Mail: egor.dzyubenko@uk-essen.de 

Pressekontakt 
Martin Rolshoven
Dekanat
Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Telefon: +49 (0) 201-723-6274
E-Mail: presse-dekanat@uk-essen.de 
News-Seite:  www.uni-due.de/med
Social Media: www.facebook.com/medessen | www.twitter.com/medessen | www.instagram.com/medizinischefakultaet 
Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen 
Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.
Über die Essener Universitätsmedizin 
Die Essener
Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15
Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus
Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum
Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende
Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und seit 2015 auf dem Weg zum
Smart Hospital. 2020 behandelten unsere rund 10.000 Beschäftigten etwa 64.000
stationäre und 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Mit dem
Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem
Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden
Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse,
Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen
Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären
Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region
reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten.
Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an
der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer
Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin,
Immunologie/Infektiologie und Translationale Neuro- und
Verhaltenswissenschaften.
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