Alle Storys
Folgen
Keine Story von Universitätsklinikum Essen AöR mehr verpassen.

Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Bessere Tumor-Therapie dank künstlicher Intelligenz

Pressemitteilung

Else Kröner Memorialstipendium für Essener Neuroonkologe

Bessere Tumor-Therapie dank künstlicher Intelligenz

Mit Neuroonkologe Dr. Sied Kebir erhält ein Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) eines von bundesweit sechs renommierten Else Kröner Memorialstipendien. Durch die Förderung kann sein Forschungsteam jetzt mit der Entwicklung eines komplexen Modells beginnen, mit dem die Therapie von besonders aggressiven Hirntumoren schneller und effizienter werden soll. Die Stipendien sind mit 230.000 Euro dotiert und werden jährlich von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung vergeben.

Das Glioblastom gehört zu den bösartigsten Hirntumoren bei Erwachsenen. Ein großes Problem bei deren Behandlung: Die für den Beginn von Therapien notwendigen molekularen Diagnosen nehmen wertvolle Zeit in Anspruch. Genau dort setzt das Forschungsvorhaben von Stipendiat Dr. Sied Kebir an. „Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz möchten wir Betroffenen einen Zeitvorsprung verschaffen“, sagt Dr. Kebir, stellvertretender Leiter der Abteilung „Klinische Neuroonkologie“ an der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen. „Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass in Gewebe, das zur mikroskopischen Diagnostik entnommen wird, weitaus mehr Informationen verankert sind als bislang mit herkömmlichen Methoden zu ermitteln möglich war.“

Mit den Mitteln aus dem Else Kröner Memorialstipendium soll nun die Durchführung eines multizentrischen europäischen Projektes unterstützt werden. „Ziel ist, ein Deep Learning Modell zu entwickeln, das mithilfe künstlicher Intelligenz für uns wichtige Hirntumormarker vollautomatisch vorhersagen kann“, erläutert Dr. Kebir. Solch ein Tool könnte helfen, die nachgeschaltete Therapie von Betroffenen rascher und effizienter zu planen.

Die Abteilung „Klinische Neuroonkologie“ um Prof. Dr. Martin Glas (Leitung) und Dr. Kebir beschäftigt sich bereits mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Optimierung der Hirntumordiagnostik. Erst kürzlich wurde mit dem Institut für Neuropathologie ein ähnliches Modell für einen diagnostischen Hirntumormarker entwickelt. Hier gelang es, aus digitalisierten Präparaten von Glioblastom-Patient:innen, die Marker automatisiert vorauszusagen.

„Die Rahmenbedingungen zur Durchführung dieses Projektes an der Universitätsmedizin Essen sind ideal“, erläutert Dr. Kebir. „Für die Behandlung von Menschen mit Hirntumoren existiert ein exzellentes interdisziplinäres neuroonkologisches Zentrum, das neben der Abteilung ‚Klinische Neuroonkologie‘ aus einer Vielzahl von weiteren hochspezialisierten Kliniken, Instituten und Abteilungen besteht. Ein Standortvorteil ist sicherlich auch die Spezialisierung auf künstliche Intelligenz und das neu gegründete Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin.“

Über das Else Kröner Memorialstipendium

Freiraum für Forschung: Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt mit dem Memorialstipendium besonders begabte und motivierte klinisch und wissenschaftlich tätige Ärzt:innen, vor allem am Beginn ihres Berufsweges. Es handelt sich um Individualstipendien für Forschende in der Weiterbildungsphase, die ein 2-jähriges Forschungsprojekt umsetzen möchten. Durch die Freistellung von klinischen Aufgaben soll ein besonders erfolgversprechendes medizinisches Forschungsvorhaben signifikant weitergebracht werden. Damit kann der Grundstein zur wissenschaftlichen Selbständigkeit und zur Karriere als Clinician Scientist gelegt werden.

Weitere Informationen zu dem Memorialstipendium und der Else Kröner-Fresenius-Stiftung: www.ekfs.de

Pressekontakt 
Martin Rolshoven
Dekanat
Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Telefon: +49 (0) 201-723-6274
E-Mail: presse-dekanat@uk-essen.de 
News-Seite:  www.uni-due.de/med
Social Media: www.facebook.com/medessen | www.twitter.com/medessen | www.instagram.com/medizinischefakultaet 
Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen 
Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.
Über die Essener Universitätsmedizin 
Die Essener
Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15
Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus
Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum
Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende
Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und seit 2015 auf dem Weg zum
Smart Hospital. 2020 behandelten unsere rund 10.000 Beschäftigten etwa 64.000
stationäre und 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Mit dem
Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem
Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden
Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse,
Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen
Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären
Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region
reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten.
Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an
der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer
Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin,
Immunologie/Infektiologie und Translationale Neuro- und
Verhaltenswissenschaften.
Weitere Storys: Universitätsklinikum Essen AöR
Weitere Storys: Universitätsklinikum Essen AöR