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PM: Wie das Kleinhirn unsere Gefühle beeinflusst – Aufnahme in Marie-Skłodowska-Curie-Trainingsnetzwerk

PM: Wie das Kleinhirn unsere Gefühle beeinflusst – Aufnahme in Marie-Skłodowska-Curie-Trainingsnetzwerk
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Pressemitteilung

Aufnahme in Marie-Skłodowska-Curie-Trainingsnetzwerk

Wie das Kleinhirn unsere Gefühle beeinflusst

Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) untersucht im Rahmen des EU-Programms „Horizon 2020“, welche Rolle das Kleinhirn bei der Kontrolle von Emotionen spielt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen am Ende in patientennahen Anwendungen münden. Die Forschenden sind Teil eines länderübergreifenden Marie-Skłodowska-Curie-Trainingsnetzwerks, das für 4 Jahre mit etwa 4,5 Millionen Euro von der EU unterstützt wird. Davon gehen rund 500.000 Euro an den Essener Standort. Das Projekt soll exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs hervorbringen. Es läuft seit Anfang Juni dieses Jahres.

Das Kleinhirn macht nur circa zehn Prozent des Gehirns aus. Name und Größe werden dessen Aufgaben jedoch kaum gerecht: Denn der als Zerebellum bezeichnete Teil des Zentralnervensystems steuert wesentliche Bewegungsabläufe des Körpers, ist für dessen Gleichgewicht und Koordination verantwortlich. Und: zum Kleinhirn-Portfolio scheint auch die Gefühlsregulation zu gehören. „Jedoch ist dessen Rolle bei der Kontrolle von Emotionen bislang weitgehend unverstanden“, sagt Prof. Dagmar Timmann-Braun, die die Arbeitsgruppe Experimentelle Neurologie an der UDE-Klinik für Neurologie leitet. Sie gehört als stellvertretende Netzwerk-Koordinatorin zum Forschungskonsortium „Cerebellum & Emotional Networks“ (CEN), das diese Forschungslücke schließen möchte.

„Uns interessiert vor allem das Zusammenspiel des Zerebellums mit anderen Hirnteilen und mögliche Folgen von Fehlfunktionen des Kleinhirns, zum Beispiel auf negative Emotionen wie Angst und Furcht“, fasst Timmann-Braun zusammen. Für die Studie werden neben gesunden Menschen auch Proband:innen ausgewählt, deren Kleinhirn bereits erkrankt ist. Darüber hinaus wird es Teilnehmende geben, die an emotionalen Problemen leiden wie Angststörungen.

Die Forschenden arbeiten innerhalb des CEN-Konsortiums auch mit Fachleuten von außeruniversitären Einrichtungen zusammen, beispielsweise mit Prof. Dr. Mario Siebler von der MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr, sowie mit Universitäten in England, Frankreich, Italien und Schweden sowie mit Nichtregierungsorganisationen und Selbsthilfegruppen. „Wir legen Wert darauf, dass unser wissenschaftlicher Nachwuchs nicht nur bei der Grundlagenforschung und in der klinischen Praxis herausragt. Sie sollen auch lernen, sich professionell zu vernetzen“, betont Prof. Timmann-Braun.

* Link zur deutschen Internetseite des EU-Programms „Horizon 2020“: http://www.horizont2020.de

** Details zu Marie-Skłodowska-Curie-Trainingsnetzwerken: http://www.bmbf.de/de/marie-sklodowska-curie-massnahmen-2865.html

Pressekontakt 
Martin Rolshoven
Dekanat
Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Telefon: +49 (0) 201-723-6274
E-Mail: presse-dekanat@uk-essen.de 
News-Seite:  www.uni-due.de/med
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Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen 
Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.
Über die Essener Universitätsmedizin 
Die Essener
Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15
Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus
Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum
Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende
Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und seit 2015 auf dem Weg zum
Smart Hospital. 2020 behandelten unsere rund 10.000 Beschäftigten etwa 64.000
stationäre und 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Mit dem
Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem
Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden
Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse,
Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen
Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären
Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region
reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten.
Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an
der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer
Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin,
Immunologie/Infektiologie und Translationale Neuro- und
Verhaltenswissenschaften.
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