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01.02.2021 – 12:37

Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Chronische Migräne verhindern - Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Essener Kopfschmerzforschung

PM: Chronische Migräne verhindern - Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Essener Kopfschmerzforschung
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Pressemitteilung

Chronische Migräne verhindern - Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Essener Kopfschmerzforschung

Die Migräne ist die häufigste neurologische Erkrankung. In Deutschland sind etwa 14 Prozent der Frauen und acht Prozent der Männer betroffen. Bei rund zwei Prozent der Bevölkerung ist die Erkrankung chronisch, bei etwa der Hälfte aufgrund eines Übergebrauchs von Schmerz- und Migränemitteln. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert mit jetzt 2,4 Millionen Euro ein von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen koordiniertes Forschungsprojekt, das das Ziel hat, den Übergang von einem episodischen zu einem chronischen Leiden zu verhindern.

„Eine Migräne kann das normale Leben völlig aus den Angeln heben. Mit herkömmlichen Kopfschmerzen kann man die Erkrankung nicht vergleichen. Oft kommen zu den pochenden Schmerzen Sehstörungen und weitere neurologische Beeinträchtigungen hinzu“, erklärt Prof. Dr. Dagny Holle-Lee, Leiterin des Westdeutschen Kopfschmerzzentrums an der Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Essen und Mitantragstellerin. Bei der chronischen Form treten die Kopfschmerzen an 15 und mehr Tagen im Monat auf. Dass die Erkrankung sich so fest im Leben der Betroffenen etabliert, kann an einer zu häufigen Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln liegen – ein klassischer Teufelskreis. Von einem solchen chronischen Kopfschmerz durch den Übergebrauch von Medikamenten ist etwa ein Prozent aller Menschen in Deutschland betroffen. Dies zu verhindern, haben sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Projektleiter Prof. Dr. Hans-Christoph Diener und Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen zum Ziel gesetzt.

An der auf drei Jahre angelegten Studie nehmen deutschlandweit 30 Kopfschmerzzentren und spezialisierte neurologische Praxen teil. Die teilnehmenden Patientinnen und Patienten erfassen in einer speziellen Migräne-App, wann ihre Kopfschmerzen auftreten und wie sie diese behandeln. „Wir hoffen, so eine Chronifizierung der Erkrankung rechtzeitig erkennen und wirksam verhindern zu können“, erklärt PD Dr. Charly Gaul Leiter der Migräneklinik in Königstein und ebenfalls Mitantragsteller.

Die Migräneforschung ist in Essen wissenschaftlich optimal eingebettet. An der Medizinischen Fakultät wird ein großer Fokus auf die Neurowissenschaften gelegt. Die Translationalen Neuro- und Verhaltenswissenschaften bilden einen Forschungsschwerpunkt in Essen. Darüber hinaus sind Forschung und Patientenversorgung im „Center for Translational and Behavioral Neuroscience“ (C-TNBS) aufs Engste verzahnt.

Pressekontakt 
Christine Harrell
Referatsleitung Strategie, Kommunikation und Marketing
Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Telefon: +49 (0) 201-723-1615
E-Mail: christine.harrell@uk-essen.de 
Internetseite: www.uni-due.de/med 
Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen 
Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.

Über die Essener Universitätsmedizin

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und seit 2015 auf dem Weg zum Smart Hospital. 2020 behandelten unsere rund 10.000 Beschäftigten etwa 64.000 stationäre und 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin, Immunologie/Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften.