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15.06.2020 – 12:30

Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Tumortherapie-Risiken - Positionspapier gibt Behandlungsempfehlungen

In einem Positionspapier dreier Fachgesellschaften zeigen Wissenschaftler des Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrums (WHGZ) am Universitätsklinikum Essen gemeinsam mit weiteren Forschern Risiken auf, die es bei der Bekämpfung von bösartigen Tumoren (Malignomen) gibt. Es werden Nebenwirkungen neuartiger Therapeutika erläutert und neue Empfehlungen ausgesprochen. Die Führung übernahm eine Forschungsgruppe der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen um Prof. Dr. Tienush Rassaf und Prof. Dr. Matthias Totzeck. Das Konsensuspapier ist zeitgleich in „Clinical Research in Cardiology“ und „Der Kardiologe“ publiziert worden.

Pressemitteilung

Tumortherapie-Risiken: Positionspapier gibt Behandlungsempfehlungen

In einem Positionspapier dreier Fachgesellschaften zeigen Wissenschaftler des Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrums (WHGZ) am Universitätsklinikum Essen gemeinsam mit weiteren Forschern Risiken auf, die es bei der Bekämpfung von bösartigen Tumoren (Malignomen) gibt. Es werden Nebenwirkungen neuartiger Therapeutika erläutert und neue Empfehlungen ausgesprochen. Die Führung übernahm eine Forschungsgruppe der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen um Prof. Dr. Tienush Rassaf und Prof. Dr. Matthias Totzeck. Das Konsensuspapier ist zeitgleich in „Clinical Research in Cardiology“ und „Der Kardiologe“ publiziert worden.

Die Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten mit Malignomen ist dank verbesserter Konzepte signifikant gestiegen. Gleichzeitig müssen Erkrankte durch Tumortherapien aber verstärkt mit Akut- und Langzeitnebenwirkungen kämpfen, die ihre Lebensqualität einschränken und auch zum Tod führen können. Da jährlich bis zu 30 neue Therapeutika mit teils nur unvollständigen Nebenwirkungsprofilen zugelassen werden, besteht Handlungsbedarf.

Die durch Tumortherapien ausgelösten Nebenerkrankungen betreffen häufig das Herz-Kreislaufsystem, zählen zu den folgenreichsten und stehen im Fokus der Onkologischen Kardiologie. Es geht darum, die kardiovaskulären Nebenwirkungen einer Therapie möglichst früh zu erkennen, Risiken abzuschätzen und Behandlungsmethoden zu entwickeln.

„Es handelt sich bei unserem Positionspapier um das erste dieser Art innerhalb der Onkologischen Kardiologie“, sagt Prof. Rassaf, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am WHGZ. Die veröffentlichten Forschungsergebnisse führte er mit Kolleginnen und Kollegen der Klinik für Kinderheilkunde III zusammen. An der Publikation arbeiteten Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung, der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler sowie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie.

Links zum Konsensuspapier

Der Kardiologe: https://doi.org/10.1007/s12181-020-00395-z

Clinical Research in Cardiology: https://doi.org/10.1007/s00392-020-01636-7

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Tienush Rassaf, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am WHGZ, tienush.rassaf@uk-essen.de, Tel. 0201/723-4801

Pressekontakt
Martin Rolshoven, M. A.
Wissenschaftsredakteur
Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Tel.: +49 (0) 201-723-6274
E-Mail: martin.rolshoven@uk-essen.dewww.uni-due.de/med 
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