Alle Meldungen
AbonnierenFolgen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Universitätsklinikum Essen AöR
Keine Meldung von Universitätsklinikum Essen AöR mehr verpassen.

28.01.2020 – 09:40

Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Schwarzer Hautkrebs - Ansprache auf Medikamente früh erkennen

Pressemitteilung

Schwarzer Hautkrebs - Ansprache auf Medikamente früh erkennen

Das maligne Melanom, besser bekannt als "schwarzer Hautkrebs", hat oft einen gravierenden Verlauf. Haben Betroffene bereits Metastasen ausgebildet, gilt der Einsatz der sogenannten PD-1 Checkpoint Inhibition heute als wirksamste Therapie. Doch sie greift nur etwa bei jedem zweiten Patienten. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben nun untersucht, wie sich frühzeitig feststellen lässt, wer von der Therapie profitieren wird. Hierüber berichtet das renommierte Fachmagazin Annals of Oncology in seiner aktuellen Ausgabe.

Bei einem metastasierten malignen Melanom ist es wichtig, möglichst früh im Behandlungsverlauf zu erkennen, wer von einer Therapie profitieren wird. Doch so wirksam die PD-1 Checkpoint Inhibition auch ist: Die Ansprechrate dieser Immuntherapie liegt nur bei 40 bis 60 Prozent. Zudem ist eine Vorhersage, ob ein Patient auf den Wirkstoff ansprechen wird oder nicht, bislang nur eingeschränkt möglich.

Das hat Wissenschaftlern der Klinik für Dermatologie, des Instituts für Transfusionsmedizin und der Abteilung "Translational Skin Cancer Research"des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) am Universitätsklinikum Essen - es besitzt weltweit ein hohes Renommee in der Hautkrebsforschung - keine Ruhe gelassen. Sie haben Blutproben von mehr als 200 Patienten mit malignem Melanom untersucht, und die Messwerte vor Beginn einer Therapie mit dem späteren Therapieerfolg abgeglichen. Die Proben stammten aus der deutschlandweiten Registerstudie ADOREG-TRIM (Tissue Registry for Melanoma).

Das Ergebnis: Diejenigen Patienten, die bereits vor Beginn einer Immuntherapie mit PD-1 Checkpoint Inhibitoren erhöhte Serumwerte der Proteine PD-1 oder PD-L1 im Blut aufwiesen, sprachen deutlich schlechter auf die Therapie an und hatten eine schlechtere Überlebensprognose. Interessanterweise zeigte sich dieser Zusammenhang bei Patienten unter Therapie mit Kinaseinhibitoren nicht. Somit könnte die Messung von PD-1 und PD-L1 Molekülen im Blut eine neue Methode zur Hilfe beim Therapieentscheid für oder gegen eine Checkpoint Immuntherapie versus Kinaseinhibitortherapie darstellen.

Ziel der Forscher ist, die Proteine zukünftig als Vorhersagefaktor etablieren zu können.

Link zur Publikation: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31912789

Kontakt: Prof. Selma Ugurel (selma.ugurel@uk-essen.de)

Pressekontakte:

Christine Harrell
Leiterin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Tel.: +49 201 / 723-1615
christine.harrell@uk-essen.de
www.uni-due.de/med/  

und

Thorsten Schabelon
Leiter Stabsstelle Marketing und Kommunikation
Universitätsklinikum Essen
Tel.: +49 201 / 723-3564
thorsten.schabelon@uk-essen.de 

Über die Medizinische Fakultät

Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.

Über die Essener Universitätsmedizin

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie zwölf Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und auf dem Weg zum Smart Hospital. 2018 behandelten unsere 8.500 Beschäftigten 72.000 stationäre und 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Schwerpunkte sind die Herz- und Gefäßmedizin, die Onkologie und die Transplantation. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin, sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften.

Weitere Meldungen: Universitätsklinikum Essen AöR
Weitere Meldungen: Universitätsklinikum Essen AöR