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26.11.2019 – 11:18

Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Deutsch-chinesische Netzwerkförderung: Mobility Programme in der Virologie bewilligt

Pressemitteilung

Deutsch-chinesische Netzwerkförderung: Mobility Programme in der Virologie bewilligt

(Essen, 26.11.2019) Erfolg für 15 junge deutsche und chinesische Virologen des Sino-German Virtual Institute for Viral Immunology (SGVIVI): die Nachwuchswissenschaftler konnten mit einem gemeinsamen Antrag Mittel für die Netzwerkbildung einwerben. Das "Mobility Programme" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der chinesischen National Natural Science Foundation (NSFC) unterstützt die Netzwerkbildung mit Mitteln für Workshops und Reisemitteln für wissenschaftliche Aufenthalte und den Austausch von Doktoranden für drei Jahre mit bis zu 200.000 Euro.

Koordiniert wird das Mobility Programme auf der deutschen Seite von PD Dr. Kathrin Sutter, Institut für Virologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen, und Dr. Jia Liu, Wuhan Union Hospital, auf der chinesischen Seite. Der erste gemeinsame Jahresworkshop wird Ende April 2020 in Wuhan stattfinden.

Die jungen Wissenschaftler knüpfen an die Forschungsthemen des ausgelaufenen DFG-Sonderforschungsbereiches SFB TRR60 und Forschungsthemen des SGVIVI an: die Interaktion des Immunsystems mit chronischen Virusinfektionen. Das Netzwerk wird sich dabei ausschließlich mit HIV und dem Hepatitis B Virus (HBV) beschäftigen, weil es für diese Infektionen bisher keine Heilungsmöglichkeiten gibt.

Die Ausbildung eines viralen Reservoirs ist eine Besonderheit von HBV und Retroviren (z.B. HIV), die eine Heilung schwierig machen. Beide Viren haben persistente, also sehr beständige Formen ihres Genoms, die als Vorlage für die Virusproduktion dienen. Diese können von den aktuell eingesetzten direkt wirkenden antiviralen Medikamenten nicht angegriffen werden. "Eine erfolgreiche Therapie muss sich daher auch mit der Frage befassen, wie das Virusreservoir effizient bekämpft werden kann", erklärt PD Dr. Kathrin Sutter: "Es ist an der Zeit, neuartige Immuntherapieoptionen, insbesondere Kombinationstherapien, in präklinischen Modellen für Infektionskrankheiten zu entwickeln und zu testen."

Das übergeordnete Ziel dieses DFG-geförderten Kooperationsnetzwerks chinesischer und deutscher Forscher ist die Entwicklung neuartiger Immuntherapien oder Kombinationstherapien zur vollständigen oder funktionellen Heilung chronischer HIV- und HBV-Infektionen.

Weitere Informationen: www.uni-due.de/sgvivi/projects

Pressekontakte:

Christine Harrell
Leiterin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Tel.: +49 201 / 723-1615
christine.harrell@uk-essen.de
www.uni-due.de/med/  

und

Thorsten Schabelon
Leiter Stabsstelle Marketing und Kommunikation
Universitätsklinikum Essen
Tel.: +49 201 / 723-3564
thorsten.schabelon@uk-essen.de
www.uk-essen.de 

Über die Medizinische Fakultät

Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.

Über die Essener Universitätsmedizin

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie zwölf Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und auf dem Weg zum Smart Hospital. 2018 behandelten unsere 8.500 Beschäftigten 72.000 stationäre und 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Schwerpunkte sind die Herz- und Gefäßmedizin, die Onkologie und die Transplantation. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin, sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften.

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