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14.11.2019 – 11:16

Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Botenstoff Interferon-alpha verstehen - DFG fördert weitere HIV-Forschung

PM: Botenstoff Interferon-alpha verstehen - DFG fördert weitere HIV-Forschung
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Pressemitteilung

Botenstoff Interferon-alpha verstehen - DFG fördert weitere HIV-Forschung

(14,11.2019) Mit der Abwehr von HIV beschäftigt sich seit 2017 ein Projekt am Institut für Virologie der Medizinischen Fakultät Universität Duisburg-Essen. Nun wird es für weitere drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 500.000 Euro unterstützt. Im Mittelpunkt der Forschung am Universitätsklinikum Essen steht ein wichtiger Botenstoff des Immunsystems, das so genannte Interferon-alpha. Die Forschung wird gemeinsam mit dem Proteomcenter der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt.

Die angeborene Immunantwort spielt eine größere Rolle bei der Abwehr von HIV, als bisher angenommen. Bei einer HIV-Übertragung werden über 99 Prozent der Viren abgewehrt. Die Infektion wird am Ende von einzelnen Viren ausgelöst, welche sich am Immunsystem "vorbeimogeln" können.

Das Interferon-alpha spielt bei der körpereigenen Abwehr eine besondere Rolle. Nach einem Kontakt mit HIV schütten Wirtzellen diesen stark anti-viral wirkenden Botenstoff aus. In der Forschung wurde aber bislang weitestgehend ignoriert, dass es nicht nur ein Interferon-alpha-Protein gibt, sondern beim Menschen insgesamt 12 verschiedene Subtypen existieren, die nicht gänzlich erforscht sind.

Ihre Wirkmechanismen wollen die Virologen PD Dr. Kathrin Sutter und Prof. Dr. Ulf Dittmer jetzt aufklären. Die beiden Wissenschaftler kooperieren dabei eng mit ihrer Bochumer Kollegin Prof Dr. Barbara Sitek vom Proteomcenter. Ziel ist es, eine neue Nachweismethode für Interferon-alpha Subtypen zu etablieren und neue Möglichkeiten für die HIV-Therapie und die -Impfstoffentwicklung zu eröffnen.

Das UDE-Projekt "Regulierung der Induktion von IFN-alpha Subtypen während einer HIV Infektion" ist Teil des DFG-Schwerpunktprogramms: "Innate Sensing and Restriction of Retroviruses" (SPP 1923). Dies wird von der Universität Heidelberg geleitet.

Weitere Informationen:

PD. Dr. Kathrin Sutter

Kathrin.sutter@uni-due.de

Telefon 0201-723-83250

Pressekontakte Essen:

Christine Harrell
Leiterin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Tel.: +49 201 / 723-1615
christine.harrell@uk-essen.de
www.uni-due.de/med/  

und

Thorsten Schabelon
Leiter Stabsstelle Marketing und Kommunikation
Tel.: +49 201 / 723-3564
thorsten.schabelon@uk-essen.de
www.uk-essen.de 

Über die Medizinische Fakultät

Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.

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Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie zwölf Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und auf dem Weg zum Smart Hospital. 2018 behandelten unsere 8.500 Beschäftigten 72.000 stationäre und 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Schwerpunkte sind die Herz- und Gefäßmedizin, die Onkologie und die Transplantation. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin, sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften.