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04.10.2019 – 10:20

Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Brückeninstitut für Experimentelle Tumortherapie - Westdeutsches Tumorzentrum (WTZ) geht neue Wege in der Krebsforschung

Pressemitteilung

Brückeninstitut für Experimentelle Tumortherapie - Westdeutsches Tumorzentrum (WTZ) geht neue Wege in der Krebsforschung

[04.10.2019] Das Universitätsklinikum Essen und die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen rufen gemeinsam das Brückeninstitut für Experimentelle Tumortherapie (BIT) ins Leben.

Professor Dr. Jens Siveke, Leiter der Abteilung für Translationale Onkologie Solider Tumore des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) am WTZ, wird als Direktor das neu gegründete Brückeninstitut für Experimentelle Tumortherapie (BIT; englisch: Institute for Developmental Cancer Therapeutics) lei-ten. Das neue Institut bietet ein attraktives kliniknahes Forschungsumfeld, in dem die Aktivitäten v.a. im Bereich bildgebungsunterstützter Therapieansätze wie Theranostics sowie in der Wirkstoffentwicklung und -testung für innovative und personalisierte Therapieansätze weiter ausgebaut werden. Im BIT werden Grenzen zwischen traditionell getrennten medizinischen Fachgebieten überwunden.

Prof. Siveke wird deshalb im BIT Patienten innerhalb der Strukturen der Inneren Klinik (Tumorforschung) und der Klinik für Nuklearmedizin in der Universitätsmedizin Essen betreuen. Neben Sivekes bisherigem Schwerpunkt v.a. im Bereich der Diagnostik und Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) wird bei dem geplanten tumorübergreifenden Theranostics-Schwerpunkt - in enger Zusammenarbeit des Brückeninstituts mit den o.g. Kliniken - eine Integration der klinischen Theranostik von früher Translation neuer (eigener und externer) Liganden, über Phase I-III industrielle und akademische (sog. IIT-)Studien angestrebt.

Dabei werden BIT und Prof. Jens Siveke die in der Klinik für Nuklearmedizin neu eingerichtete Phase I-Einheit für Radioligandentherapie-Einheit mitbetreuen. Prof. Dr. Ken Herrmann, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin: "Das Brückeninstitut für Experimentelle Tumortherapie wird uns ein wichtiger Partner bei der Professionalisierung der translationalen theranostischen klinischen Forschung sein. Die dedizierte 'Phase I-Einheit für Radioligandentherapie' wird durch das BIT eine deutschlandweit einzigartige Einrichtung."

Professor Dr. Jochen Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen, erklärt: "Mit der Eröffnung des Brückeninstituts für experimentelle Tumortherapie treiben wir als Universitätsmedizin Essen die Vernetzung innerhalb des Westdeutschen Tumorzentrums Essen weiter voran. Durch optimierte Prozesse und kürzere Wege ergeben sich neuartige Behandlungsmöglichkeiten für die Krebspatienten, denen wir helfen wollen. Die translationale Krebsmedizin wird damit auf eine nächste Ebene angehoben."

Und Professor Dr. Jan Buer, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, ergänzt: "Wir verfügen am Standort Essen über eine außergewöhnlich starke Expertise in der Krebsforschung. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Essen schaffen wir mit dem BIT neue Strukturen, um die Krebsforschung in unserer Region noch stärker als bisher voranzutreiben."

Über das Westdeutsche Tumorzentrum (WTZ)

Die Onkologie bildet einen zentralen Schwerpunkt in Forschung, Lehre und Krankenversorgung der Essener Universitätsmedizin - des UK Essen und seiner Tochterunternehmen Ruhrlandklinik, St. Josef Krankenhaus Essen-Werden, Herzzentrum Essen-Huttrop und Westdeutsches Protonentherapiezentrum. Entsprechend gehören nahezu alle Kliniken und Institute am UK Essen zum WTZ. Das Zentrum ist eines der größten Tumorzentren und das älteste Tumorzentrum in Deutschland und bildet die Klammer um 14 hochspezialisierte Therapieprogramme für Krebserkrankungen aller Organsysteme. Diagnosen und Therapieoptionen werden am WTZ im Rahmen interdisziplinärer Tumorboards besprochen und durch zahlreiche Spezialsprechstunden fachlich ergänzt. Das WTZ ist zudem auf die Behandlung seltener Tumorerkrankungen spezialisiert und bietet personalisierte Diagnostik- und Therapieverfahren sowie modernste translationale Krebsforschung. Weitere Informationen zum WTZ finden Sie unter www.wtz-essen.de.

Über die Essener Universitätsmedizin

Über die Essener Universitätsmedizin Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen (UK Essen) und seine Tochterunternehmen Ruhrlandklinik, St. Josef Krankenhaus, Herzzentrum Huttrop und Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit ca. 1.700 Betten in mehr als 70 Gebäuden das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets: Alleine im vergangenen Jahr behandelten unsere rund 7.900 Beschäftigten fast 70.000 stationäre Patientinnen und Patienten. Herausragende Schwerpunkte sind die Onkologie, die Transplantation sowie die Herz- und Gefäßmedizin: Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ), einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation (WZO), ein international führendes Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, und dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum (WHGZ), in dem wir jährlich mehr als 2.000 Operationen durchführen, hat die Essener Universitätsmedizin eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen

Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.

Über das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) Das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) ist eine gemeinsame, langfristige Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der beteiligten Bundesländer und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und wurde als eines der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZGs) gegründet. Im DKTK verbindet sich das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) als Kernzentrum langfristig mit onkologisch besonders ausgewiesenen universitären Partnerstandorten und Kliniken in Deutschland. Mit dem DKFZ kooperieren Forschungseinrichtungen und Kliniken an Standorten Berlin, Dresden, Essen/Düsseldorf, Frankfurt/Mainz, Freiburg, Heidelberg, München und Tübingen, um optimale Bedingungen für die kliniknahe Krebsforschung zu schaffen. Das Konsortium fördert interdisziplinäre Forschungsthemen an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Klinik, sowie klinische Studien zu innovativen Therapie- und Diagnoseverfahren. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau von Forschungsplattformen, um den Einsatz personalisierter Krebstherapien zu beschleunigen und die Diagnose und Prävention von Krebserkrankungen zu verbessern. Weitere Informationen unter www.dktk.org

Nähere Informationen:

Janine Scholz
Referentin Patientenstrategie und Kommunikation
Westdeutsches Tumorzentrum am Universitätsklinikum Essen
Tel.: +49 201 / 723-6543
janine.scholz@uk-essen.de  

Pressekontakte:

Thorsten Schabelon
Leiter Stabsstelle Marketing und Kommunikation
Tel.: +49 201 / 723-3564
thorsten.schabelon@uk-essen.de
www.uk-essen.de 

und

Christine Harrell
Leiterin Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Tel.: +49 201 / 723-1615
christine.harrell@uk-essen.de
www.uni-due.de/med/  

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