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08.05.2019 – 14:19

Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Strafrechtliche Ermittlungen gegen international renommierten Transplantationsmediziner

Das Verfahren gegen den Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Essen wurde durch die Staatsanwaltschaft Essen mit Zustimmung des Landgerichts Essen vom 23.04.2019 gegen die Zahlung einer Auflage endgültig eingestellt. Auch die Verfahren gegen zwei weitere Transplantationsärzte wurden beendet.

Pressemitteilung:

Strafrechtliche Ermittlungen gegen international renommierten Transplantationsmediziner des Universitätsklinikums Essen endgültig eingestellt

Das Verfahren gegen den Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Essen wurde durch die Staatsanwaltschaft Essen mit Zustimmung des Landgerichts Essen vom 23.04.2019 gegen die Zahlung einer Auflage endgültig eingestellt. Auch die Verfahren gegen zwei weitere Transplantationsärzte wurden beendet.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte zunächst auf der Grundlage eines ersten Sachverständigengutachtens wegen des Verdachts der Durchführung nicht-indizierter Lebertransplantationen.

Infolge des angenommenen dringenden Tatverdachts kam der Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie im September 2018 kurzzeitig in Untersuchungshaft und wurde zunächst von seinen dienstlichen Pflichten freigestellt. Zwei Wochen später wurde der Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug gesetzt und im Januar 2019 dann aufgehoben. Anfang Februar 2019 war der Mediziner unter Einbezug der Staatsanwalt-schaft Essen, zweier Landesministerien und der Bezirksregierung Düsseldorf wieder an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt.

Hintergrund dieser positiven Entwicklung des Verfahrens war das Ergebnis, eines von der Staatsanwaltschaft Essen beauftragten, zweiten Gutachtens eines international renommierter Transplantationsexperten. Dieser bestätigte in sämtlichen 91 geprüften Fällen die Transplantation als medizinisch vertretbare indizierte Behandlungsmethode. Aufgrund dieser umfassenden Sachverständigenbewertung, konnten die zunächst von der Staatsanwaltschaft angenommenen schwerwiegenden strafrechtlichen Vorwürfe entkräftet werden.

Drei weitere, vom Universitätsklinikum Essen beauftragte international anerkannte Medizingutachter kamen zum selben entlastenden Ergebnis.

"Die Entscheidung der Staatsanwalt, das Verfahren gegen unseren renommierten Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie einzustellen, begrüßen wir sehr. In jedem einzelnen von der Staatsanwaltschaft angeführten Fall konnte die Entscheidung unseres Klinikdirektors für eine Transplantation von mehreren renommierten Gutachtern

bestätigt werden", unterstrich der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik Essen, Prof. Jochen A. Werner. "Unter dem Strich sind damit sämtliche schwerwiegenden Vorwürfe des Erstgutachters entkräftet worden. Uns alle vom Essener Universitätsklinikum haben die über Monate andauernden strafrechtlichen Ermittlungen tief erschüttert. Ich bin sehr froh, Herrn Prof. Paul mit seiner herausragenden Kompetenz wieder an seinem Arbeitsplatz zu wissen." Die vereinzelt festgestellten Verstöße gegen Dokumentations- und Mitteilungspflichten in den Jahren 2012 bis 2015 wurden von der Klinikleitung umgehend im Rahmen einer bereits begonnenen umfassenden strukturellen Reorganisation aufgearbeitet.

"Die Transplantationsmedizin am Universitätsklinikum Essen ist ein Leuchtturm der medizinischen Spitzenversorgung in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland. Sie zählt weltweit zu den herausragenden Zentren und ist eines der wenigen universitären Einrichtungen, in der höchste klinische Erfahrung, Kompetenz und überragende wissenschaftliche Expertise zusammenkommen. Einer von zahlreichen Belegen hierfür war die im Mai 2018 von der Gruppe um Herrn Prof. Paul veröffentlichte Publikation in der weltbekannten Zeitschrift Nature. Dabei ging es um die maschinelle Unterstützung bei der Aufbereitung von grenzwertig geeigneten Spenderorganen. Diese werden dadurch in einen solch guten Zustand versetzt, dass sie nicht verworfen werden müssen, sondern den schwerstkranken Pateinten transplantiert werden können. Diese Expertise ist in Deutschland nur in Essen vorhanden", so Prof. Werner weiter.

Kontakt und Rückfragen:

Achim Struchholz Leiter Konzernmarketing und -kommunikation

Universitätsmedizin Essen

Hufelandstraße 55

D-45147 Essen

Telefon: +49 201 / 723-2885

Mobil: +49 171 / 167 38 77

E-Mail: achim.struchholz@uk-essen.de

Internet: www.uk-essen.de

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie
zwölf Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus
Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum
Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende
Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und auf dem Weg zum Smart Hospital.
2017 behandelten unsere 8.200 Beschäftigten fast 72.000 stationäre und 300.000
ambulante Patientinnen und Patienten. Schwerpunkte sind die Herz- und
Gefäßmedizin, die Onkologie und die Transplantation. Mit dem Westdeutschen
Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen
Zentrum für Organtransplantation, einem  international führenden Zentrum für
Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere,
Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen,
sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der
kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit
über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und
Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die
Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer
klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin,
sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und
Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. 

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