Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von Universitätsklinikum Essen AöR

19.03.2019 – 10:17

Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Anmeldung zur 3rd Ruhr School of Modern Epidemiology zum Thema "Causal Inference in Epidemiology" startet

Ist Feinstaub ursächlich bei Lungenkrebs-Erkrankungen beteiligt? Solche und ähnliche Fragen beantworten Wissenschaftler mit epidemiologischen Studien. Sie suchen nach Risikofaktoren, die eine Erkrankung auslösen bzw. beeinflussen. Zentrale Frage ist immer, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber Umwelteinflüssen und einer Erkrankung besteht.

Für viele Erkrankungen gibt es bekannte Risikofaktoren: Bluthochdruck ist beispielsweise einer der Hauptrisikofaktoren für einen Schlaganfall. Aber nicht immer ist auf den ersten Blick ersichtlich, ob Exposition und Erkrankung zusammenhängen oder ob es andere Erklärungsmöglichkeiten gibt. Um mit geeigneten Präventionsstrategien Erkrankungen zu vermeiden, muss die Kausalität zwischen Exposition und Erkrankung wissenschaftlich geklärt sein.

Prof. Jay S. Kaufman vom Department of Epidemiology, Biostatistics and Occupational Health der McGill University in Kanada wird sich dieser Thematik auf der vom Zentrum für Klinische Epidemiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen organisierten 3rd RUHR School widmen und den Teilnehmern Wissen zum Thema "Causal Inference in Epidemiology" vermitteln.

Neben Definitionen, Interpretationen und Grenzen epidemiologischer Wirkungsmessungen, wird Kaufman den Fokus auf Studienverzerrungen und Kausalmodelle, die diese Verzerrungen überwinden, legen.

"Wir freuen uns, dass wir mit Prof. Jay S. Kaufman einen ausgewiesenen und international anerkannten Experten als Dozenten gewinnen konnten", erklärt Professor Andreas Stang, Leiter des Zentrums für Klinische Epidemiologie und Initiator der RUHR School. "Somit setzen wir die Tradition der RUHR School fort, international renommierte Wissenschaftler zu aktuellen Forschungsthemen in der Epidemiologie ins Ruhrgebiet an das Universitätsklinikum Essen einzuladen", so Stang weiter.

Zu den Forschungsschwerpunkten von Kaufman zählen u.a. Sozialepidemiologie, epidemiologische Methoden, internationale Gesundheit und Ungleichheiten im Gesundheitswesen.

Weitere Informationen:

Die 3rd Ruhr School of Modern Epidemiology zum Thema "Causal Inference in Epidemiology" richtet sich an Studierende, Ärzte und Naturwissenschaftler und findet vom 09.07.2019-11.07.2019 in Essen statt. Eine Anmeldung ist ab sofort bis zum 24. Mai 2019 möglich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des ZKE: https://www.uk-essen.de/ar/zke/ruhr-school/ruhr-school-2019/

Über die Medizinische Fakultät:

Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine
herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese
Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit
Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die
Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer
klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin
sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und
Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften. Der 2014 bezogene Neubau des
Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät
exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.

Über die Essener Universitätsmedizin 

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen (UK
Essen) und seine Tochterunternehmen Ruhrlandklinik, St. Josef Krankenhaus,
Herzzentrum Huttrop und Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener
Universitätsmedizin ist mit ca. 1.700 Betten in mehr als 70 Gebäuden das
führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets: Alleine im vergangenen
Jahr behandelten unsere rund 7.900 Beschäftigten fast 70.000 stationäre
Patientinnen und Patienten. Herausragende Schwerpunkte sind die Onkologie, die
Transplantation sowie die Herz- und Gefäßmedizin: Mit dem Westdeutschen
Tumorzentrum (WTZ), einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem
Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation (WZO), ein international
führendes Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber,
Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe
verpflanzen, und dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum (WHGZ), in dem wir
jährlich mehr als 2.000 Operationen durchführen, hat die Essener
Universitätsmedizin eine weit über die Region reichende Bedeutung für die
Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Über das WTZ
Die Onkologie bildet einen zentralen Schwerpunkt in Forschung, Lehre und
Krankenversorgung der Essener Universitätsmedizin - des UK Essen und seiner
Tochterunternehmen Ruhrlandklinik, St. Josef Krankenhaus Essen-Werden,
Herzzentrum Essen-Huttrop und Westdeutsches Protonentherapiezentrum.
Entsprechend gehören nahezu alle Kliniken und Institute am UK Essen zum WTZ. Das
Zentrum ist eines der größten Tumorzentren und das älteste Tumorzentrum in
Deutschland und bildet die Klammer um 14 hochspezialisierte Therapieprogramme
für Krebserkrankungen aller Organsysteme. Diagnosen und Therapieoptionen werden
am WTZ im Rahmen interdisziplinärer Tumorboards besprochen und durch zahlreiche
Spezialsprechstunden fachlich ergänzt. Das WTZ ist zudem auf die Behandlung
seltener Tumorerkrankungen spezialisiert und bietet modernste, personalisierte
Diagnostik- und Therapieverfahren an. Weitere Informationen zum WTZ finden Sie
unter www.wtz-essen.de.