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PM: Essener Leber-Experte warnt: So droht beim Grillen Hepatitis

PM: Essener Leber-Experte warnt: So droht beim Grillen Hepatitis
Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen.

Essener Leber-Experte warnt: So droht beim Grillen Hepatitis

Am Wochenende nimmt bei sommerlichen Temperaturen die Grillsaison weiter Fahrt auf. Prof. Heiner Dr. Wedemeyer, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen, regt Grillfreunde dabei zur Sorgfalt an. Sonst droht beim Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Schweinefleisch eine unangenehme und im schlimmsten Fall gefährliche Infektion mit Hepatitis E.

Die Zahl der Hepatitis-E-Erkrankungen hat in den letzten Jahren in Deutschland deutlich zugenommen. Beim Robert-Koch-Institut in Berlin wurden 2017 knapp 3000 Fälle gemeldet, etwa vier Mal mehr im Vergleich zu 2013. Die Gesamtzahl der Neu-Infektionen wird von Experten in Deutschland auf Basis von Antikörper-Untersuchungen sogar auf etwa 400.000 Fälle pro Jahr geschätzt. Die meisten Hepatitis-E-Infektionen heilen bei den Betroffenen mit kaum spürbaren Beschwerden aus. Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder mit einer chronischen Lebererkrankung kann eine Infektion allerdings sehr gefährlich werden. Ihnen drohen chronische Verläufe mit akuten Beschwerden oder eine gefährliche Leber-Zirrhose, warnt Leber-Experte Prof. Dr. Heiner Wedemeyer von der Universitätsmedizin Essen. Da nicht richtig erhitztes Schweinefleisch die Hauptinfektionsquelle für Hepatitis E ist, sollte das Fleisch auf dem Grill bei mindestens 70 Grad etwa 20 Minuten gebraten werden.

Für die Europäische Lebergesellschaft hat Prof. Heiner Dr. Wedemeyer gerade mit vier weiteren Fach-Medizinern aus England, der Schweiz, Frankreich und Deutschland die weltweit erste Leitlinie zum Umgang mit Hepatitis E. Die beinhaltet Handlungsempfehlungen für Tests und Therapien im Umgang mit der Infektion.

Pressekontakt:

Thorsten Schabelon

Leiter Stabsstelle Marketing und Kommunikation, Universitätsklinikum Essen

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Über die Essener Universitätsmedizin 

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie
zwölf Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus
Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum
Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende
Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und auf dem Weg zum Smart Hospital.
2017 behandelten unsere 8.200 Beschäftigten fast 72.000 stationäre und 300.000
ambulante Patientinnen und Patienten. Schwerpunkte sind die Herz- und
Gefäßmedizin, die Onkologie und die Transplantation. Mit dem Westdeutschen
Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen
Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für
Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere,
Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen,
sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der
kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit
über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und
Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die
Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer
klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin,
sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und
Genetik. 



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