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PM: Essener Lungenkrebsforschung international beachtet - Zielgerichtete Therapie verbessert Prognose

Pressemitteilung

Essener Lungenkrebsforschung international beachtet - Zielgerichtete Therapie verbessert Prognose

Das Lungenkarzinom, im Volksmund Lungenkrebs, ist eine der häufigsten onkologischen Erkrankungen. Das Lungenkarzinom ist bei Frauen die dritthäufigste und bei Männern die zweithäufigste Krebserkrankung. In den vergangenen Jahren wurden von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen Studien zu neuen Therapiemöglichkeiten durchgeführt, die in Fachkreisen weltweit große Beachtung gefunden haben.

Für Patienten mit metastasiertem Lungenkrebs gibt es neben der klassischen Chemotherapie neue Behandlungsmethoden, zu deren Entwicklung Ärzte des UK Essen wesentlich beigetragen haben. Weist ihr Tumor eine bestimmte Genmutation auf, kann beispielsweise der zielgerichtete Wirkstoff Afatinib eingesetzt werden. Etwa 12 Prozent der Patienten in Deutschland weisen diese Genmutation, EGFR Mutationen, auf. Das Ergebnis dieser unter Beteiligung von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät durchgeführten Studien wurden erstmalig 2013 in einem der renommiertesten Fachmagazine für Onkologie, The Journal of Clinical Oncology, veröffentlicht und ist einer der meistbeachteten und zitierten medizinischen Fachartikel zum Lungenkrebs der vergangenen Jahre.

Für die Betroffenen bedeutet dies, dass sie im Schnitt ein Jahr länger mit dieser Krankheit überleben, als wenn sie mit Chemotherapie behandelt werden. "Das ist schon sehr beachtlich, denn die Sterblichkeit bei Lungenkrebs ist vergleichsweise hoch: Nur noch 21 Prozent der betroffenen Frauen und 16 Prozent der Männer leben noch fünf Jahre nach Ausbruch der Krankheit", erklärt Prof. Dr. Martin Schuler, Studienleiter in Deutschland und Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung) am UK Essen.

2016 wurden darauf aufbauend die Behandlungsdaten der Patienten, bei denen der Lungenkrebs bereits in das Gehirn metastasiert hatte, analysiert. Hirnmetastasen sind ein häufiges Problem bei Patienten mit EGFR-mutierten Lungenkarzinomen, und die Behandlungsmöglichkeiten waren eingeschränkt. Ergebnis ist, dass auch bei diesen Patienten der Wirkstoff Afatinib eine sehr gut wirksame und der Chemotherapie überlegene Behandlung darstellt. Bei Patienten mit sehr kleinen, symptomfreien Hirnmetastasen kann unter Umständen eine belastende Strahlentherapie des Gehirns vermieden oder zumindest aufgeschoben werden. Der hierüber publizierte Fachartikel ist auf Platz drei der weltweit meistzitierten Artikel in der Fachzeitschrift Journal of Thoracic Oncology, die von der Internationalen Gesellschaft zur Erforschung von Lungenkrebs (IASLC) herausgegeben wird.

"Bis zu unserer Untersuchung bestand große Unsicherheit welche Therapie für Patienten mit EGFR-mutierten Lungenkarzinomen und Hirnmetastasen sinnvoll ist. Jetzt wissen wir, dass auch Patienten von einer zielgerichteten Behandlung besonders profitieren können", erläutert Prof. Dr. Martin Schuler.

Basis beider Untersuchungen bilden die Studien LUX-Lung 3, unter Beteiligung des Westdeutschen Tumorzentrums am UK Essen, und LUX-Lung 6. Untersucht wurde die Wirkung einer Erstlinientherapie mit dem Wirkstoff Afatinib gegenüber der klassischen Chemotherapie. Diese Studien haben die Grundlage für die Zulassung des Medikaments Afatinib geschaffen. Aufgrund der Überlegenheit dieser zielgerichteten Therapie empfehlen die Wissenschaftler, bei klinisch stabilen Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom der Lunge das Ergebnis der EGFR-Mutationsanalyse abzuwarten, bevor über den Beginn der Behandlung entschieden wird.

Pressekontakte: 

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Leiterin Kommunikation & Marketing, Referatsleitung
des Dekanats der Medizinischen Fakultät 
der Universität Duisburg-Essen 
Tel.: +49 201 723 1615 
christine.harrell@uk-essen.de 
www.uni-due.de/med/ 

und 

Thorsten Schabelon
Leiter Stabsstelle Marketing und Kommunikation
Universitätsklinikum Essen AöR. 
Tel.: 0201/723-3564
thorsten.schabelon@uk-essen.de 
www.uk-essen.de 

Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen

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Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer
klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin,
sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und
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Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.

Über die Essener Universitätsmedizin 

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen (UK
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führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets: Alleine im vergangenen
Jahr (2015) behandelten unsere rund 7.900 Beschäftigten fast 70.000 stationäre
Patientinnen und Patienten. Herausragende Schwerpunkte sind die Onkologie, die
Transplantation sowie die Herz- und Gefäßmedizin: Mit dem Westdeutschen
Tumorzentrum (WTZ), einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem
Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation (WZO), ein international
führendes Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber,
Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe
verpflanzen, und dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum (WHGZ), in dem wir
jährlich mehr als 2.000 Operationen durchführen, hat die Essener
Universitätsmedizin eine weit über die Region reichende Bedeutung für die
Versorgung von Patientinnen und Patienten. 



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