Universitätsklinikum Essen AöR

PM: Projekt für neue Blut- und Stammzellspenden - Andere Länder, andere Gene

Pressemitteilung

UDE/UK Essen: Projekt für neue Blut- und Stammzellspenden - Andere Länder, andere Gene

(Essen, 08.12.2017) Millionen Menschen aus aller Welt flüchteten sich in den vergangenen Jahren nach Deutschland. Oft bringen sie auch Blut- und Stammzellen mit Eigenschaften mit, die hier sehr selten sind. Erkranken sie z.B. an Leukämie, gibt es für sie bisher kaum passende Spender. Ändern will dies das Projekt BluStar.NRW (Verbund zur Typisierung potentieller Blut- und Stammzellspender unter Flüchtlingen und Migranten in NRW).

Geleitet wird es von Prof. Dr. Peter Horn, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen. Im Verbund mit weiteren Partnern aus verschiedenen Fachdisziplinen sollen hier die Blut- und Stammzelleigenschaften analysiert und neue Spender gewonnen werden. Gleiches gilt im Prinzip auch für Knochenmark- und Stammzellspenden.

Das Projekt wird in den kommenden drei Jahren vom Land NRW aus dem EU-Entwicklungsfond (EFRE) mit mehr als drei Millionen Euro gefördert. Es kommt ebenfalls bereits hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund zugute. Darüber hinaus werden wissenschaftliche Daten und technische Neuerungen zur Blutuntersuchung entwickelt, die nach Abschluss des Projekts im Jahr 2020 eine Ausgründung ermöglichen soll.

Zu den Projektpartnern gehören neben dem Institut für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Essen die Westdeutsche SpenderZentrale gGmbH, DRK-Blutspendedienst West gGmbH, das Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika am Universitätsklinikum Düsseldorf sowie der Caritasverband für die Stadt Essen e.V. Fachbereich Integration und Migration, da im Projekt ausgesprochen kultursensibel vorgegangen werden muss.

Hinweis für die Redaktion: Ein Foto von Prof. Dr. Peter Horn (Fotonachweis: UDE/UK Essen) stellen wir Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.uni-due.de/de/presse/pi_fotos.php

Pressekontakte: 

Christine Harrell 
Leiterin Kommunikation & Marketing, Referatsleitung
des Dekanats der Medizinischen Fakultät 
der Universität Duisburg-Essen 
Tel.: +49 201 723 1615 
christine.harrell@uk-essen.de 
www.uni-due.de/med/ 

und 

Thorsten Schabelon
Leiter Stabsstelle Marketing und Kommunikation
Universitätsklinikum Essen AöR. 
Tel.: 0201/723-3564
thorsten.schabelon@uk-essen.de 
www.uk-essen.de 

Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen

Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine
herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte: Diese
Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit
Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die
Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer
klaren Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin,
sowie den übergreifenden Forschungsschwerpunkten Immunologie, Infektiologie und
Genetik. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den
Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.

Über die Essener Universitätsmedizin 

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen (UK
Essen) und seine Tochterunternehmen Ruhrlandklinik, St. Josef Krankenhaus,
Herzzentrum Huttrop und Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener
Universitätsmedizin ist mit ca. 1.700 Betten in mehr als 70 Gebäuden das
führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets: Alleine im vergangenen
Jahr (2015) behandelten unsere rund 7.900 Beschäftigten fast 70.000 stationäre
Patientinnen und Patienten. Herausragende Schwerpunkte sind die Onkologie, die
Transplantation sowie die Herz- und Gefäßmedizin: Mit dem Westdeutschen
Tumorzentrum (WTZ), einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem
Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation (WZO), ein international
führendes Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber,
Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe
verpflanzen, und dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum (WHGZ), in dem wir
jährlich mehr als 2.000 Operationen durchführen, hat die Essener
Universitätsmedizin eine weit über die Region reichende Bedeutung für die
Versorgung von Patientinnen und Patienten. 



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