Das könnte Sie auch interessieren:

55 Jahre SKODA 1000 MB: Erstes Großserien-Automobil aus tschechischer Produktion feiert Jubiläum

Mladá Boleslav (ots) - - Weltpremiere des SKODA 1000 MB im Frühling 1964 - Bis 1969 entstanden über ...

Tierquälerei:Drei Jahre Gefängnis für Gütesiegel-Schweinemäster / Historisches Urteil gegen den rechtsfreien Raum in der Massentierhaltung

Ulm (ots) - Am Freitag den 15.03.2019 verurteilte das Amtsgericht Ulm einen Massentierhalter aus Merklingen ...

Premiere des SUPER COMMUNICATION LAND by news aktuell morgen in Hamburg

Hamburg (ots) - Morgen startet die dpa-Tochter news aktuell ihr neues Event-Format SUPER COMMUNICATION LAND ...

25.04.2017 – 08:30

onlinekosten.de

Mögliche Abhörgefahr von Amazon Echo & Co.: Muss man seine Gäste zu Hause warnen?

Linden (ots)

Audio-Geräte wie Amazons vernetzter Lautsprecher "Echo" nebst digitaler Assistentin "Alexa" erobern zurzeit den deutschen Markt. Doch Datenschützer warnen: Die in den Geräten verbauten Mikrofone sind für Sprachbefehle jederzeit auf Empfang - und könnten möglicherweise bei Aktivierung mithören. Die Redaktion des Tech-Magazins onlinekosten.de bat die Rechtsanwälte Christian Solmecke und Thomas Hollweck um eine Einschätzung, was das rechtlich für die Besitzer dieser Geräte bedeutet. Muss man Familienmitglieder und Freunde auf den Einsatz eines digitalen Assistenten hinweisen? Mehr noch: Macht man sich bei Unterlassung strafbar? Um es vorwegzunehmen: Die Bewertung der Rechtslage fällt unterschiedlich aus.

Solmecke: Gäste müssen informiert werden

"Eine strafrechtliche Verfolgung haben die Inhaber eher nicht zu befürchten", sagt der Kölner Rechtsanwalt Solmecke. Zivilrechtliche Ansprüche seien aber denkbar, wenn Gespräche ohne Einverständnis aufgezeichnet würden. Gäste müssten über das Vorhandensein digitaler Assistenten informiert werden, wenn ihre Daten erfasst werden könnten. Es bestehe die Gefahr, dass aufgezeichnete Gespräche Persönlichkeitsrechte verletzen könnten. "Jeder hat das Recht selbst zu entscheiden, welche Informationen er von sich preisgeben möchte", erklärt Solmecke.

Hollweck: Keine generelle Warnpflicht

Keine Aufklärungspflicht für Nutzer digitaler Assistenten gegenüber Besuchern sieht dagegen der Berliner Rechtsanwalt Thomas Hollweck. Der Käufer dürfe "darauf vertrauen, dass Amazon Echo zwar ständig mithört, hierüber jedoch keine Aufzeichnungen erstellt und keine Datenweitergabe an unbefugte Dritte durchführt." Eine Warnpflicht gebe es immer nur dann, wenn "eine ganz konkrete Gefahr droht". Sind Besucher nicht damit einverstanden, dass Gespräche mitgehört und aufgezeichnet werden, sollte man entsprechende Geräte laut Solmecke abschalten. Thomas Hollweck empfiehlt "in Geschäftsräumen auf die Nutzung von Amazon Echo eher zu verzichten".

Der vollständige Artikel zu diesem Thema findet sich online auf http://ots.de/VBA8U

Pressekontakt:

Jörg Schamberg
Redaktionsleiter onlinekosten.de
Tel.: +49 (0) 6403 60981-51
E-Mail: jsc@onlinekosten.de

Original-Content von: onlinekosten.de, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von onlinekosten.de
  • Druckversion
  • PDF-Version

Orte in dieser Meldung

Themen in dieser Meldung