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28.02.2018 – 12:29

WeMove Europe SCE mbH

Fusion von Bayer und Monsanto abgelehnt!

Meinungsumfrage zeigt: Mehrheit der Deutschen lehnt Fusion von Bayer und Monsanto ab

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist gegen die geplante Fusion von Bayer und Monsanto. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag mehrerer Nichtregierungsorganisationen. Danach finden es 58 Prozent der Befragten "wichtig" oder " sehr wichtig", dass die EU-Kommission die Fusion der beiden Agrarkonzerne verhindert. Nur 13 Prozent denken, dass die Fusion Vorteile bringen könnte. Auch in anderen EU-Ländern sind die Bürger/innen skeptisch.

"Die geplante Fusion der beiden Agro-Riesen findet bei den Bürgerinnen und Bürgern kaum Unterstützung. " erklärt Adrian Bebb, Kampaigner für Ernährung und Landwirtschaft bei Friends of the Earth Europe. "Die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat sich schon oft mit mächtigen Konzernen angelegt. Sie sollte diese Umfrage aufmerksam lesen und den gefährlichen und unpopulären Mega-Deal verhindern."

Die Ergebnisse der Umfrage werden an dem Tag veröffentlicht, an dem die Organisationen die EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, in Brüssel treffen, um mehr als eine Millionen Unterschriften und einen offenen Brief von mehr als 200 Organisationen zu übergeben. Die Entscheidung der EU-Kommission über die umstrittene Fusion wird für den 5. April erwartet.

Die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov mit über 7.000 Befragten, davon 2.000 in Deutschland, fand gleichzeitig in Deutschland, Frankreich, Spanien, Dänemark und Großbritannien statt. Über alle Länder haben 47 Prozent der Befragten "schwerwiegende" oder "sehr schwerwiegende" Bedenken gegen die Fusion. Die Mehrheit der befragten EU-Bürger/innen fürchtet, dass die Fusion negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Menge der eingesetzten Chemikalien haben wird sowie darauf, was Landwirte künftig anbauen.

Anne Isakowitsch, Kampagnenleiterin bei SumOfUs, sagt: "Wenn Bayer und Monsanto fusionieren, entsteht ein Mega-Konzern, der seine Profitinteressen auf Kosten kleiner Landwirte noch schonungsloser durchsetzen kann. Das wird auch für die Verbraucherinnen und Verbraucher teuer. EU-Kommissarin Vestager muss die fatalen Gefahren dieses Deals im Auge haben und den Plan jetzt verhindern."

Jörg Rohwedder, Kampaigner bei WeMove.EU erklärt: "Die Menschen machen sich Sorgen um die Auswirkungen auf die Landwirtschaft und darüber, was in Zukunft auf ihrem Teller landet. Die EU-Kommission muss diese unselige Fusion stoppen."

Die YouGov-Umfrage zeigt erneut eindrucksvoll, wie kritisch die Bürger/innen Europas zu der geplanten Fusion von Bayer und Monsanto stehen. Appelle an die EU-Kommission, die Fusion zu stoppen, wurden von fast einer Million Europäer/innen unterzeichnet. Mehr als 200 zivilgesellschaftliche Gruppen beteiligen sich an den Protesten, darunter Landwirtschaftsverbände und internationale Entwicklungsorganisationen.

Der Sektor Agrarindustrie erlebt derzeit eine beispiellose Konzentrationswelle. Wird ihr nichts entgegengesetzt, kontrolliert bald nur eine Handvoll von Konzernen, welches Saatgut und welche Pestizide weltweit angeboten und verwendet werden. 2017 hat die EU-Kommission bereits die Fusionen von Dow und Dupont und von ChemChina und Syngenta durchgewunken. Sollte sie auch die Fusion von Bayer und Monsanto erlauben, entstünde damit der größte Agrarkonzern der Welt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Adrian Bebb, Kampaigner für Ernährung und Landwirtschaft bei Friends of the Earth Europe: adrian.bebb@foeeurope.org / +49 160 9490 1163

Anne Isakowitsch, Kampagnenleiterin bei SumOfUS: anne@sumofus.org / +49 177 654 8062

Jörg Rohwedder, Kampaigner bei WeMove.eu: joerg@wemove.eu / +49 451 3008 6913

Anmerkungen:

Von 2.041 Befragten in Deutschland:

- waren 58 Prozent der Meinung, es sei "wichtig" oder "sehr wichtig", dass die EU- Kommission die Bayer-Monsanto-Fusion verhindert; 20 Prozent hielten dies für "unwichtig"; 22 Prozent antworteten mit "weiß nicht/keine Angabe"

Von 7.318 Befragten in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Spanien und Großbritannien:

- erklärten 47 Prozent, sie hätten "schwerwiegende" oder "sehr schwerwiegende" Bedenken gegen eine Monsanto-Bayer-Fusion; 11 Prozent meinten, die Fusion biete "einige" oder "große" Vorteile; 22 Prozent antworteten "weiß nicht/keine Angabe"

- Zwischen zwei- und fünfmal mehr Befragte waren der Meinung, die Fusion werde negative Auswirkungen haben, als Befragte, die positive Folgen erwarten:

- auf Entscheidungen der Landwirte, was sie anbauen (50 Prozent gegenüber neun 
  Prozent)
- auf die Umwelt (49 Prozent gegenüber neun Prozent),
- auf die Auswahl an Lebensmitteln für Verbraucher/innen (38 Prozent gegenüber 
  13 Prozent),
- auf die Qualität der Lebensmittel (41 Prozent gegenüber zwölf Prozent)
- auf die Menge an chemischen Pestiziden, die in der Landwirtschaft eingesetzt 
  werden (50 Prozent gegenüber zehn Prozent). 

Sämtliche Umfrageergebnisse im Überblick:

Für Deutschland: https://cloud.foeeurope.org/index.php/s/R1Psz3CF4Ka3TU3 [Passwort: baysanto]

Für alle befragten Länder: https://cloud.foeeurope.org/index.php/s/P2tRl8teOdpYDgd [Passwort: baysanto]

Für die einzelnen Länder:

https://cloud.foeeurope.org/index.php/s/beGEjV9eSEOfcJq [Passwort: baysanto]

Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Daten von YouGov Deutschland GmbH. An der Umfrage nahmen 7.318 Personen teil, und zwar in der Zeit vom 09.02.2018 bis zum 13.02.2018. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung von Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Dänemark und Spanien (Alter 18+).

Offener Brief der zivilgesellschaftlichen Organisationen http://www.foeeurope.org/sites/default/files/agriculture/2017/open-letter-agri-business-mergers-270317.pdf

SumOfUS-Appell: https://actions.sumofus.org/a/stop-the-monsanto-bayer-mega-merger-nightmare

WeMove-Appell: https://act.wemove.eu/campaigns/stop-monster-merger-baysant

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Amtsgericht Charlottenburg unter Nummer GnR 777 B.
Adresse: Planufer 91, 10967 Berlin, info@wemove.eu, 030/60274195
Vertretungsberechtigt: Geschäftsführender Direktor Oliver Moldenhauer 

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