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Europaweiter Aktionstag gegen Ackergift

Europaweiter Aktionstag gegen Ackergift
Auftakt zur Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat

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Tausende Bürgerinnen und Bürger sammeln in ganz Europa schneller als jemals zuvor Unterschriften zum Verbot des Ackergifts Glyphosat. Eine Million in weniger als sechs Monaten.

Am Samstag, den 13. Mai 2017, findet der europaweite Aktionstag der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) für ein Verbot des Pestizids Glyphosat statt. Tausende Aktive werden sich in ganz Europa beteiligen. Allein in Deutschland sind über 4000 Bürgerinnen und Bürger aktiv.

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Tausende Bürgerinnen und Bürger sammeln in ganz Europa schneller als jemals zuvor Unterschriften zum Verbot des Ackergifts Glyphosat. Eine Million in weniger als sechs Monaten.

Brüssel, 12. Mai 2017 - Am Samstag, den 13. Mai 2017, findet der europaweite Aktionstag der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) für ein Verbot des Pestizids Glyphosat statt. Tausende Aktive werden sich in ganz Europa beteiligen. Allein in Deutschland sind über 4000 Bürgerinnen und Bürger aktiv.

Seit dem Start im Februar hat die Initiative mehr als 730.000 Unterschriften gesammelt. In sieben EU-Ländern ist die geforderte Mindestzahl von Unterschriften erreicht und damit ein wichtiges Kriterium für eine erfolgreiche EBI erfüllt. So schnell war bisher noch keine Europäische Bürgerinitiative. Jetzt müssen eine Millionen Unterschriften zusammen kommen.

Es gibt bereits Einschränkungen bei der Verwendung von Glyphosat in mehreren Mitgliedstaaten der EU. Jüngstes Beispiel: Ende April kündigte die Flämische Region ein Verbot an, Glyphosat an Privatpersonen zu verkaufen. Damit hat sich nun ganz Belgien für Beschränkungen beim privaten Gebrauch des Ackergifts entschieden. Zudem wollen Europa-Abgeordnete aus unterschiedlichen Fraktionen eine Untersuchung des Neuzulassungsverfahrens von Glyphosat auf den Weg bringen, seitdem interne E-Mails von Monsanto ans Licht kamen. Die sogenannten "Monsanto Papers" enthüllen geheime Absprachen zwischen dem Konzern und den Zulassungsbehörden.

Ziel der Organisator/innen der EBI ist es, noch im Juni mindestens eine Million Unterschriften zu sammeln und an die EU-Kommission zu übergeben, bevor die Kommission ihre Entscheidung über die Glyphosat-Neuzulassung trifft. Zwar haben Europäische Bürgerinitiativen ein ganzes Jahr Zeit, um die erforderliche Anzahl an Unterschriften zu sammeln. Doch die Organisator/innen haben sich eine Frist für Ende Juni gesetzt - nur fünf Monate nach Start der Initiative. Der Grund: Die Kommission wird vermutlich bereits bei dem Treffen des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel am 19. - 20. Juli ihren Vorschlag zu Glyphosat vorstellen.

Glyphosat ist das am meisten verwendete Unkrautvernichtungsmittel in Europa und weltweit. Der Allesvernichter (Totalherbizid) ist der Hauptbestandteil der Monsanto-Marke Roundup. 2015 brachte die Weltgesundheitsorganisation WHO Glyphosat mit Krebs in Verbindung. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) sprach kürzlich die Empfehlung aus, die Substanz nicht als krebserregend einzustufen, definierte aber die Giftigkeit für Wasserlebewesen. Nichtregierungsorganisationen werfen Monsanto und anderen Glyphosat-Herstellern indes vor, wissenschaftliche Untersuchungen über die Gesundheitsrisiken von Glyphosat zu verzerren, um das umstrittene Pestizid weiter vermarkten zu können.

Die Europäische Bürgerinitiative will erreichen, dass Glyphosat verboten und das Verfahren für die Genehmigung des Pestizids reformiert wird. Es sollen EU-weit verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festgelegt werden.

Mika Leandro, Kampagnendirektorin bei WeMove.EU sagt: "Monsanto stützt sich auf geheime, von der Industrie selbst bezahlte Studien, um die Auswirkungen von Glyphosat auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu verschleiern. Jetzt versucht der Konzern auch die EU-Kommission zu kaufen. Hunderttausende Europäer/innen sind jedoch nicht käuflich."

David Schwartz, Koordinator der EBI bei WeMove.EU sagt: "Europas Bürger/innen lassen sich nicht für dumm verkaufen. Weder von den Lobbystrategien der Pestizid-Industrie, noch von den Gefälligkeitsstudien, die sie sich schreiben lassen. In noch nicht einmal drei Monaten haben wir mehr als 700.000 EBI-Unterschriften gegen Glyphosat gesammelt. Doch wir müssen eine Million Unterschriften zusammen bekommen, bevor die EU-Kommission die Neuzulassung des Ackergifts durchwinkt."

Die Initiative wird von einer gesamteuropäischen Koalition von mehr als 80 Organisationen aus 15 Ländern getragen und von WeMove.EU koordiniert. Eine Liste der Organisationen sowie die Möglichkeit, die EBI zu unterzeichnen, finden Sie unter: www.stopglyphosate.org.

Hintergrund:

Glyphosat gehört zu den am meisten verwendeten Pestiziden in Europa. Die Schädlichkeit des Ackergifts für Umwelt und menschliche Gesundheit ist ausführlich dokumentiert. Die EU-Verordnung 1107/2009 verbietet die Zulassung von Pestiziden, wenn an Labortieren genügend Hinweise festgestellt wurden, dass die Substanzen Krebs erzeugen. Dabei gelten die wissenschaftlichen Kriterien der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC). 2015 stufte die IARC Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen" ein. Folglich musste die EU-Genehmigung von Glyphosat zurückgezogen werden.

Kurz bevor die Lizenz erloschen wäre, schlug die EU-Kommission eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung um weitere 15 Jahre vor, nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein positives Gutachten vorgelegt hatte. Eine breite öffentliche Protestwelle und die mangelnde Unterstützung durch die nationalen Regierungen zwangen die EU-Kommission, die Verlängerung der Zulassung auf lediglich 18 Monate bis Ende 2017 zu begrenzen - unter dem Vorbehalt einer Sicherheitsüberprüfung durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA).

Eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) ist ein Volksbegehren auf EU-Ebene. Damit können EU-Bürger/innen direkten Einfluss auf die Gesetzgebung der EU nehmen, wenn sie innerhalb eines Jahres mindestens eine Million Unterschriften aus mindestens sieben Mitgliedsländern sammeln. In jedem dieser sieben Länder ist eine Mindestanzahl von Unterstützern erforderlich. Unterzeichner/innen müssen ihre genaue Adresse sowie Datum und Ort ihrer Geburt angeben, in einigen Ländern auch ihre Ausweisnummer.

Mehr Informationen über die Ziele der #StopGlyphosat-Intitiative finden Sie hier: www.stopglyphosate.org

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Ansprechpartner:

David Schwartz - EBI Koordinator, WeMove.EU

+32 (0)486 07 83 42; david@wemove.eu

Mika Leandro - Kampagnendirektorin, WeMove.EU

+33 (0)672864031 ; mika@wemove.eu

WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union die sich gesellschaftlicher und ökonomischer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlichster Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen - egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo.

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