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Interessenverband Unterhalt u. Familienrecht - ISUV

Stellungnahme zum Weltfrauentag: Trennung – Scheidung – Getrennt, aber gemeinsam erziehen

Stellungnahme zum Weltfrauentag: Trennung – Scheidung – Getrennt, aber gemeinsam erziehen
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Wieder einmal ist am Montag Weltfrauentag. Die in vorauseilender Pflichterfüllung abgegebenen Statements, Proklamationen mit durchwegs affirmativem Inhalt sind die gleichen wie im letzten Jahr. Und doch hat sich Grundlegendes geändert: Sprachlich wird gegendert. Vor 140 Jahren verordnete Konrad Duden die Rechtschreibung, die Deutschen folgten ihm. Jetzt in 2021 wird als korrekte Sprache das Gendersternchen verordnet: Alle 12.000 Personenbeschreibungen bekommen ein Gendersternchen. Ob die Deutschen wieder brav folgen? Justizministerin Christine Lambrecht jedenfalls, die keine Reform des Familienrechts zustande bringt, hat Gendersprech per Gesetz verordnet. Kabinettskollegen*innen dagegen sehen die Sprachfreiheit bedroht. - Wir betonen am Frauentag die Gemeinsamkeit und Gleichheit von Frauen und Männern, von Müttern und Vätern bei Betreuung: Auch nach der Scheidung - Getrennt, aber gemeinsam erziehen als Trennungseltern.

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) weist anlässlich des Weltfrauentages darauf hin, dass Scheidungs- und Kinderarmut vielfach dadurch vermieden werden kann, wenn Frauen arbeiten, angemessen bezahlt werden und sich die Betreuung mit dem Vater teilen. „Berufstätigkeit sichert materielle Unabhängigkeit, angemessene Bezahlung ist unabdingbar. Die gemeinsame Betreuung fördert die Gleichheit von Frauen und Männern, ja das ist gelebte Gleichheit. Die Corona-Krise hat eindringlich gezeigt, dass gelebte gemeinsame Elternschaft krisenresistenter ist als Alleinerziehen“, hebt der ISUV-Vorsitzende, Rechtsanwalt Klaus Zimmer hervor.

Josef Linsler, ISUV-Pressesprecher, stellt fest: „Das Unterhaltsrecht setzt die Eigeninitiative, die Berufstätigkeit, das Streben nach materieller Unabhängigkeit seitens der Frau, der Mutter voraus. Nur mit dieser emanzipatorischen Einstellung sind die materiellen Probleme in Familien, insbesondere nach Trennung und Scheidung zu lösen. Leider wird Berufstätigkeit und gemeinsame Betreuung in feministischen Sonntagsreden gefordert, aber in der Praxis oft nicht umgesetzt.“

Nach Auffassung von Linsler besteht ein „Kaleidoskop von Privilegierung und Diskriminierung“ von Frauen in vielen westlichen Staaten: „Dies zeigt sich im Familienrecht. Die Mutter eines nichtehelichen Kindes entscheidet letztlich, ob der Vater gemeinsam mitbetreuen darf. So mancher Vater ist auch heute noch ausgegrenzt, weil die Mutter den Umgang verweigert.“

Dies zeige sich auch in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. „Frauen haben mit den in sich gut vernetzten Frauenbeauftragten eine effiziente Interessenvertretung, die viel erreicht hat - und ständig neue Benachteiligungen entdeckt. Das Familienministerium ist zu einem Frauenministerium mutiert. Frauenverbände werden massiv ideell und finanziell gefördert, insbesondere Alleinerziehende. Vergleichbares gibt es für Männer/Väter nicht, auch wenn sie nachweislich praktische gemeinnützige Hilfe leisten", kritisiert Linsler.

In manchen Parteien sind Frauen überrepräsentiert, im Vergleich zur Mitgliederzahl haben sie oft überproportional viele Mandate. Die LINKE hat nun eine weibliche Doppelspitze und klopft sich dafür auf die Schulter.

Der ISUV-Vorsitzende Klaus Zimmer fordert: „Das Gebot der Stunde ist ein Mehr an Miteinander statt Gegeneinander. In der Öffentlichkeit, insbesondere in den Sozialen Medien muss verbal abgerüstet werden. Da ist von "toxischer Männlichkeit" die Rede, in rassistischer Hetze wird der "Weiße Mann" zum Sündenbock erklärt. Umgekehrt werden Frauen teils sexistisch beschimpft und pauschal als geldgierig, heimtückisch, karrieregeil diffamiert. Wir lehnen derartigen Geschlechterkrampf wie auch jede Form von Geschlechterkampf ab. Gerade in der Trennungs- und Scheidungssituation tragen derartige Diffamierungen unterschwellig oder gar direkt zur Konfliktverschärfung bei.“

International hat der Frauentag eine wichtige Funktion. "Freiheit für Frauen weltweit, bei Partnerwahl, Kleidung, Sexualität, Berufswahl, Ehe. Weltweit müssen sich Frauen individuell und feminin ausleben können", hebt Linsler hervor.

ISUV – Kompetenz im Familienrecht seit über 40 Jahren
Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen - elterliche Sorge, gemeinsame Elternschaft trotz Trennung, Umgangsrecht, Unterhalt für Kinder und ehemaligen Eheatten, Vermögensausgleich Ausgleich der Rentenansprüche - betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt. Der ISUV finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Unterstützen Sie unser Anliegen durch Ihre Mitgliedschaft und Ihre Spenden.

Kontakt:
ISUV-Bundesgeschäftsstelle, Postfach 210107, 90119 Nürnberg, Tel. 0911/55 04 78, – info@isuv.de
ISUV-Vorsitzender RA Klaus Zimmer, Augustinerplatz 2, 79098 Freiburg, 0761/23455, k.zimmer@isuv.de
ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 – j.linsler@isuv.de
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