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23.07.2020 – 11:50

Interessenverband Unterhalt u. Familienrecht - ISUV

Trotz Trennung Anspruch auf Einblick ins Schulzeugnis durchsetzen

Trotz Trennung Anspruch auf Einblick ins Schulzeugnis durchsetzen
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Die Zeugnisse sind nun in allen Bundesländern verteilt, aber nicht alle Elternteile bekommen sie zu Gesicht. Teilweise ist der Kontakt zwischen den Eltern und den Kindern nach der Scheidung gerissen. Trotz regelmäßiger Unterhaltszahlung wird manchen der Einblick ins Schulzeugnis verweigert. Manchmal erfährt der oder die Unterhaltspflichtige erst vom schulischen Werdegang, wenn höhere Unterhaltsforderungen gestellt werden.

ISUV- Verband Unterhalt und Familienrecht kritisiert, dass bei Trennung und Scheidung der nichtbetreuende Elternteil teilweise von der schulischen Entwicklung des Kindes nichts mehr erfährt. Nicht einmal Zeugnisse werden selbstverständlich vorgelegt. "Wir fordern, dass grundsätzlich beide geschiedene oder getrenntlebende Elternteile seitens der Schule von den Leistungen des Kindes informiert werden. Das lässt sich heute ohne großen Aufwand per Mail erledigen. Unterhaltspflichtige sollten unbedingt eine Kopie des Zeugnisses einfordern, notfalls vor Gericht", stellt der ISUV-Vorsitzende Rechtsanwalt Klaus Zimmer fest. Der Verband möchte, dass die Kultusminister der Länder einer Informationspflicht seitens der Schule gegenüber beiden Elternteilen stattgeben.

Nach den Erfahrungen von ISUV herrscht an den Schulen immer noch Unsicherheit, wie Lehrer mit dem nichtbetreuenden Elternteil umgehen sollen, können und müssen. "Das sollte mit einem kultusministeriellen Rundschreiben geklärt werden. Es muss Ziel der Schule sein, beide Elternteile zu integrieren, anstatt den nichtbetreuenden Elternteil einfach zu ignorieren", fordert Pressesprecher Josef Linsler.

Das sollten Unterhaltspflichtige und Unterhaltsberechtigte beachten

Bei minderjährigen Kindern macht der betreuende Elternteil die Unterhaltsansprüche geltend. Er muss zumindest eine Schulbescheinigung vorlegen. Der Unterhaltspflichtige hat ein Recht auf Information, das beinhaltet auch die Vorlage des Zeugnisses alle halbe Jahr. Dies gehört zum Umgangsrecht § 1686 BGB - "Auskunft über persönliche Verhältnisse". Wird diese verweigert, so muss man eine Klage auf Auskunft anstreben. "Dies ist betroffenen Elternteilen anzuraten ums sich Transparenz für die weiteren Unterhaltsleistungen zu verschaffen und um auf die positive Entwicklung des Kindes hinzuwirken. Die Anwaltskosten machen sich bezahlt, sie betragen im Schnitt 400 EURO", stellt Linsler fest.

Nach Volljährigkeit sind Kinder selbst verantwortlich für ihren Unterhalt. Wollen sie Unterhalt, müssen sie nachweisen zielstrebig zu lernen/studieren. Die Vorlage von Zeugnissen ist ein entsprechender Nachweis. "Der Grundsatz der Gegenseitigkeit und der Mitwirkung bedingt die Verpflichtung den Ausbildungsweg und das ´Wie` zu dokumentieren, dazu gehören die Zeugnisse. Weigert sich das Kind das vorzulegen besteht Zurückbehaltungsrecht, d.h. keine Unterhaltszahlung", hebt ISUV-Justiziar und Scheidungsanwalt Simon Heinzel hervor.

ISUV - Kompetenz im Familienrecht seit über 40 Jahren
Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen - elterliche Sorge, gemeinsame Elternschaft trotz Trennung, Umgangsrecht, Unterhalt für Kinder und ehemaligen Eheatten, Vermögensausgleich Ausgleich der Rentenansprüche - betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt. Der ISUV finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Unterstützen Sie unser Anliegen durch Ihre Mitgliedschaft und Ihre Spenden.

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ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 - j.linsler@isuv.de