Interessenverband Unterhalt u. Familienrecht - ISUV

Debatte-Wechselmodell nach Trennung und Scheidung im Bundestag: Mitglieder kritisieren Argumentation und Haltung der Debattenrednerinnen und des Debattenredners

Debatte-Wechselmodell nach Trennung und Scheidung im Bundestag: Mitglieder kritisieren Argumentation und Haltung der Debattenrednerinnen und des Debattenredners

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Am 15. März fand die erste Lesung zweier Anträgen zum Wechselmodell statt. Die Debatte stieß bei Mitgliedern auf heftige und vielfältige Kritik. Den Abgeordneten werden "mangelnde Offenheit und Empathie", "Vorurteile gegenüber Vätern", "feministisch-ideologische Argumentation unter dem Deckmantel des Kindeswohls", "undifferenzierte Ablehnung"... Beide Anträge wurden an den Rechtsausschuss weitergeleitet, wo sie beraten und dann dem Parlament wieder zur Entscheidung vorgelegt werden. "Unser Verband hat das Wechselmodell durch eine Broschüre, eine Petition, Lobbyarbeit und Presseerklärungen in den Bundestag gebracht. Wir werden die Beratung begleiten, indem wir ausgewogene Stellungnahmen von Mitgliedern veröffentlichen", erklärt ISUV-Pressesprecher Josef Linsler.

Hintergrund:

Der Antrag der FDP möchte das "Wechselmodell als Regelfall einführen", der Antrag der LINKEN möchte "Keine Festschreibung des Wechselmodells als Regelfall". Beide Anträge berufen sich auf das Kindeswohl. Die FDP möchte das Wechselmodell quasi als Leitplanke für das Kindeswohl vorgeben, während die LINKE das Kindeswohl am besten darin gesichert sieht, wenn die Rollenteilung in der Ehe auch nach der Trennung beibehalten wird. "Im Rechtsauschuss entsteht hoffentlich ein Gesetzesvorschlag, der den Reformbedarf ernst nimmt, der gesellschaftlichen Realitäten und der Handlungsfreiheit der Eltern Rechnung trägt und der dann auch in dieser Legislaturperiode von der Regierungsmehrheit verabschiedet wird", fordert der ISUV-Vorsitzende Klaus Zimmer.

In der Anlage finden Sie einen "Leserbrief" - Stellungnahme eines Mitglieds. Der Vater von drei Kindern setzt sich ausgewogen-kritisch mit der Stellungnahme von Katja Keul (GRÜNE) auseinander. Er ist langjähriger Wähler der GRÜNEN und praktiziert das Wechselmodell. Welche Schwierigkeiten und Hürden er zu überwinden hatte, erfahren Sie im Report 152 auf den Seiten 5 - 8. Aus diesen Erfahrungen sind seine Forderungen gewachsen.

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ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 - j.linsler@isuv.de



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