Interessenverband Unterhalt u. Familienrecht - ISUV

Thema erregt die Gemüter: Kuckuckskinder & Scheinvater

"Opfer sollen für Entschädigung zahlen"

In einem Dorf wird in zwei Häuser eingebrochen und Wertgegenstände i.H.v. rund 100.000 EUR entwendet. Nach einigen Jahren wird der Täter gefasst, durch Speichelprobe, Gentest.

Was passiert mit ihm? Der Täter wird NICHT bestraft, er darf sogar das Diebesgut BEHALTEN und erhält zusätzlich staatliche FÖRDERUNG. Die beiden Opferfamilien in den ausgeraubten Häusern müssen sich gegenseitig auf Schadensersatz verklagen.

Wo findet solches Recht Anwendung? In Somalia? Nein, hier in Deutschland, durch unsere Minister Heiko Maas und Manuela Schwesig. Es ist eine Analogie zum neuen Gesetz des Scheinvaterregresses. Der Täter ist die Mutter. Drei Menschen werden durch sie arglistig getäuscht und betrogen:

1. Ihr Kind. Ihm wird ein falscher Vater vorgetäuscht.

2. Der biologische Vater. Ihm wird sein Kind verheimlicht und entfremdet.

3. Der Scheinvater. Er zahlt Unterhalt für ein Kind, welches nicht seines ist.

Das "Diebesgut" ist der Unterhalt. Die Mutter hat es zu Unrecht vom "falschen" Vater gefordert und darf es behalten. Beide Opfer dagegen müssen sich nun gegenseitig verklagen auf Erstattung von rund 100.000 EUR - die sie nie erhalten haben.

Worüber diskutieren derzeit die beiden Minister mit dem Familienausschuss des Deutschen Bundestages? Nicht über Gerechtigkeit, sondern über die Anzahl der Unterhaltsjahre, die sich die Opfer gegenseitig bezahlen sollen. Der Ausschuss plädiert für zwei Jahre, der Bundesrat für sechs Jahre.

Fazit: Die OPFER sollen für die materiellen und psychischen SCHÄDEN, die ihnen angetan wurden, auch noch BEZAHLEN! Dieses "Recht" ist eine Verhöhnung der Opfer und eine Förderung der Täter!

Eine unkomplizierte Lösung wäre: Verpflichtung zur Rückzahlung des Unterhalts durch die Täter. Verpflichtender Gentest bei jeder Unterhalts-Beistandschaft des Jugendamtes, damit solche Fälle (ca. 26.000 p.a. in Deutschland) künftig ausgeschlossen werden.

Sebastian von Meding - ISUV Arbeitskreis Kinderrechte.

Experiment gewagt - Ergebnis noch offen

Bezug ISUV-Report 150 - Kindeswohl und Identität

Ich schreibe diesen Brief, weil Sie mich nach einem Telefonat darum gebeten haben und mir Anonymität zugesichert wurde. - Ich bin sehr dankbar, dass ISUV dieses Thema aufgegriffen hat und deswegen bin ich auch Mitglied geworden. Per Zufall entdeckte ich das Heft, der Titel und der Artikel im Heft berührten mich sehr, denn die älteste Tochter meiner Schwester ist ein Kuckuckskind. Erst als es nicht mehr zu verheimlichen war, hat meine Schwester ihrem jetzigen Mann die Wahrheit gesagt. Inzwischen waren aber schon zwei Kinder von ihm da, wie ein von ihm eingeforderter Bluttest ergab, sonst hätte er sich scheiden lassen.- Die Laura*, fast 10 Jahre alt, weiß bis heute nicht, wer ihr natürlicher Vater ist. Was mir schon seit Jahren auffiel und auffällt, im Gegensatz zu den anderen beiden Kindern ist Laura schüchtern und auf eine ganz eigene Art unsicher und verschlossen. Ich mag sie sehr, ich habe keine Kinder, sie gewissermaßen "mein Kind". Daher unternehme ich regelmäßig immer etwas mit ihr, worauf sie sich immer sehr freut.

Der Artikel im Heft brachte mich auf die Idee ein Experiment zu wagen. Ich verabredete mich mit Lauras "natürlichen" Vater, den ich gut kenne, in seinem Stammkaffee und nahm Laura mit, was er nicht wusste. Meiner Schwester konnte ich das nicht sagen, die hätte mir dann jeden weiteren Umgang mit Laura verboten. -

Als er uns zusammen sah, war er offensichtlich verlegen. Ich dachte, er steht auf und geht, aber er hatte einen Kaffee und Gebäck bestellt. Kaum zu glauben, aber wahr, was dann passierte: Laura ganz und gar nicht verlegen lächelte ihn an und schnell kam es zu einem Gespräch über Kuchen und Lieblingseis. Schließlich fragte sie nach seinem Namen. Schnell griff ich ein, nannte einen anderen Namen - meine Schwester durfte nicht Verdacht schöpfen. Die Begegnung dauerte über eine Stunde - und wir wollen uns wieder treffen. Ob es dazu kommt, wird sich zeigen, denn der natürliche Vater ist in jeder Hinsicht nicht sehr zuverlässig.- Ich werde in jedem Fall Laura die Wahrheit sagen, wenn sie 14 Jahre alt ist. Ich glaube, sie hat einen Anspruch darauf, ihre Identität zu kennen. Nach diesem Treffen glaube ich, es hilft ihr auch.

Helene Cute*

*Die Namen sind Pseudonyme, die Umstände wurden verändert, Übereinstimmungen mit Personen sind rein zufällig

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