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04.03.2020 – 12:00

LBS Südwest

LBS Südwest vermittelt mehr als 10 Mrd. Euro Bausparneugeschäft
Finanzierungen und Modernisierungen im Fokus
3,4 Milliarden Euro für den Wohnungsbau
LBS begrüßt verbesserte Sparförderung ab 2021

LBS Südwest vermittelt mehr als 10 Mrd. Euro Bausparneugeschäft / Finanzierungen und Modernisierungen im Fokus / 3,4 Milliarden Euro für den Wohnungsbau / LBS begrüßt verbesserte Sparförderung ab 2021
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Stuttgart (ots)

Die LBS Landesbausparkasse Südwest konnte ihr Bausparneugeschäft im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent auf 10,46 Mrd. Euro ausbauen. Mit diesem Spitzenwert übertrifft die größte der Landesbausparkassen zum zweiten Mal in Folge die 10-Milliarden-Euro-Marke. Auch die durchschnittliche Bausparsumme pro neu abgeschlossenem Vertrag war mit rund 66.000 Euro so hoch wie nie. Die Anzahl der neuen Verträge ist mit knapp 160.000 um 7 Prozent zurückgegangen.

Stefan Siebert, Vorsitzender des Vorstands, ist zufrieden: "Mit dem Rekordergebnis hat die LBS Südwest ihre Marktstellung im Geschäftsgebiet Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gefestigt. Der Marktanteil nach Netto-Bausparsumme beträgt über 40 Prozent." Knapp die Hälfte des Bausparvolumens (4,56 Mrd. Euro) wurde von den Sparkassen/der BW-Bank vermittelt, ein Viertel vom LBS-Außendienst und ein Viertel entfällt auf das sogenannte Gemeinschaftsgeschäft, bei dem LBS und Sparkassen gemeinsam tätig sind.

Überdurchschnittlich hat sich das Neugeschäft mit einem Plus von 7,3 Prozent in Rheinland-Pfalz entwickelt. "Das sind bereits die Wirkungen der engeren Zusammenarbeit zwischen Sparkassen und LBS-Außendienst. Mittlerweile sind alle Sparkassen in Rheinland-Pfalz auf das nach der Fusion vereinbarte neue Kooperationsmodell umgestellt," so Stefan Siebert.

Der Bausparvertrag bleibt auch in Niedrigzinszeiten das Fundament in der Immobilienfinanzierung privater Haushalte. Das zeigt sich nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Struktur des Neugeschäftes. Über 90 Prozent des Bausparvolumens wird in Tarifen abgeschlossen, die konkret auf die Finanzierung oder Modernisierung der eigenen vier Wände ausgerichtet sind.

Seit Juli 2019 hat die LBS zwei neue Bauspartarife mit nochmals gesenkten Darlehenszinsen im Programm. In der Variante "Niedrigzins" können sich Bausparer günstige 1,0 Prozent Darlehenszinsen langfristig sichern. Die neuen Tarife machen seit Einführung einen erheblichen Anteil des Neugeschäftsvolumens aus. Unsere Produkte werden laufend marktgerecht optimiert.

Energetische Sanierung gewinnt an Bedeutung

Knapp ein Viertel der deutschen CO2-Emissionen entfällt auf den Wohngebäudebestand. Er ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte für wesentliche Verbesserungen beim Klimaschutz. Insbesondere ältere Immobilien fallen hier ins Gewicht, schließlich wurden rund 60 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 gebaut. Drei Viertel aller Immobilien die gekauft werden, sind Bestandsobjekte. Der Erwerb zieht in der Regel mehr oder weniger umfangreiche Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen nach sich. Dabei steht häufig ein moderner Wohnkomfort im Vordergrund, oft sind damit aber auch Verbesserungen im Energieverbrauch der Objekte verbunden. "Unser Eindruck ist, dass die Umwelt- und Klimawirkung der eigenen Immobilie für unsere Kunden immer mehr an Bedeutung gewinnt," sagt Stefan Siebert.

Modernisierungskredite gefragt

Eine durchschnittliche Modernisierungs- oder Sanierungsfinanzierung beläuft sich bei der LBS Südwest aktuell auf etwa 32.500 Euro. Für diese Kredite bietet die LBS spezielle Angebote. Bis zu einer Höhe von 50.000 Euro verzichtet sie bei ihren Wohnbaukrediten auf die Grundschuldabsicherung. Das spart Kosten und vor allem Zeit, weil der Notartermin für den Grundbucheintrag entfällt. So ist eine schnelle, unbürokratische Bearbeitung möglich, die nicht zuletzt dem Kunden zu Gute kommt.

Tatsache ist: Klimaschutz kostet Geld. Mit ihrem Geschäftsmodell und ihrem Produktangebot sieht sich die LBS Südwest als "natürlichen" Partner der Eigentümer mit Blick auf eine nachhaltige Modernisierung. "Wir bieten nicht nur günstige und zinssichere Darlehen für kleinere Summen, sondern unterstützen Modernisierer auch bei der Suche nach den passenden staatlichen Fördermitteln, beispielsweise von KfW oder BAFA", so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Uwe Wöhlert.

Hohe Nachfrage nach Finanzierungen

Ob neu oder gebraucht - wer seine Wunschimmobilie gefunden hat, greift schnellstmöglich zu. "Viele unserer neuen Bausparverträge werden im Rahmen einer Sofortfinanzierung abgeschlossen. Damit können unsere Kunden ihr Vorhaben direkt umsetzen - und dabei auf langfristige Finanzierungen mit festen Zinsen bis zu fast 30 Jahren vertrauen. Entsprechend sind die Auszahlungen im außerkollektiven Kreditgeschäft um 9,5 Prozent auf 1,50 Mrd. Euro gestiegen", erläutert Wöhlert.

Insgesamt stellte die LBS ihren Kunden im vergangenen Jahr für Modernisierungen Kredite in Höhe von 431 Mio. Euro zur Verfügung. Das entspricht, gemessen an der Summe, einem Anteil von knapp 28 Prozent am gesamten Kreditgeschäft. Gemessen an der Zahl der Fälle beträgt der Anteil sogar nahezu 60 Prozent. In Summe zahlte die LBS Südwest ihren Kunden im vergangenen Jahr 1,56 Mrd. Euro an Krediten aus (+8,6 %). Inklusive ausgezahlter Sparguthaben und durch Bauspardarlehen abgelöster Kredite stellte die LBS fast 3,4 Mrd. Euro für Investitionen in den Wohnungsbau zur Verfügung. Der Darlehensbestand erreichte mit 10,31 Mrd. Euro (+5,5 %) 2019 einen neuen Höchstwert. Er stieg damit etwas schneller als der Bestand der Spareinlagen, der um 5,1 Prozent auf 17,84 Mrd. Euro anwuchs.

Eigenkapital für Immobilienerwerb wichtiger denn je

In dem positiven Kreditgeschäft spiegelt sich die auch 2019 ungebrochene Dynamik des Immobilienmarktes mit ihren teils erheblichen Preissteigerungen wider. Gerade im wirtschaftlich starken Südwesten treffen ein zu geringes Angebot an Wohnungen und Häusern und der große Wunsch der Menschen nach Wohneigentum aufeinander.

Diese Entwicklung bringt immer spürbarer auch unerwünschte Begleitumstände mit sich. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass zunehmend nicht mehr die monatliche Tilgung den Engpassfaktor einer Finanzierung bildet, sondern das notwendige Eigenkapital. Mit steigenden Preisen für Wohnimmobilien und Bauland steigt auch die Höhe des erforderlichen Eigenkapitals - und das in den vergangenen Jahren viel schneller als die Einkommen. Hinzu kommt, dass in Zeiten von Null- und Negativzinsen auch vom Sparen keine Impulse für die Vermögensbildung und damit für den Aufbau von Eigenkapital ausgehen.

Wirksame Anreize zum Sparen notwendig

Umso wichtiger ist es, dass die Politik insbesondere jüngere Menschen und Familien mit wirksamen Förderinstrumenten dabei unterstützt, Wohneigentum zu erwerben und für die eigene Zukunft vorzusorgen. Dazu gehört die seit über zehn Jahren bewährte Wohn-Riester-Förderung genauso wie das Baukindergeld. Richten sich diese beiden Fördermaßnahmen direkt an Immobilienfinanzierer, so zielt die Wohnungsbauprämie (WoP) auf einen frühzeitigen und regelmäßigen Sparprozess zum Eigenkapitalaufbau ab.

"Die LBS begrüßt die ab 2021 in Kraft tretenden Verbesserungen der Förderbedingungen ausdrücklich. Die WoP erreicht damit wieder deutlich mehr Menschen und das ist wichtig," so Stefan Siebert. Im Geschäftsgebiet der LBS Südwest, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wird dann mehr als die Hälfte der Bevölkerung ab 16 Jahren prämienberechtigt sein (56 %). Aktuell ist es knapp ein Drittel (32 %). "Die Signalwirkung der Wohnungsbauprämie ist mit Blick auf eine frühzeitige und kontinuierliche Vermögens- und Eigenkapitalbildung gerade bei jungen Menschen ausgesprochen hoch", ist der Vorstandsvorsitzende überzeugt.

Herausforderungen annehmen und Qualität sichern

Was das Produkt und den Markt betrifft, ist die LBS Südwest gut aufgestellt. Gleichzeitig bleiben die Rahmenbedingungen aber schwierig. Der Kurs der europäischen Geldpolitik bleibt die Herausforderung schlechthin. Das belastet die LBS Südwest - wie die gesamte Finanzbranche - insbesondere durch abnehmende Zinserträge. "Die betriebswirtschaftlichen Folgen federn wir durch eine Vielzahl von Maßnahmen ab. Dazu zählen Einsparungen beim Verwaltungs- und Personalaufwand ebenso wie neue Produktangebote. Nur so ist es möglich, das Betriebsergebnis 2019 mit 20 Millionen Euro auf Vorjahresniveau zu halten", erläutert Finanzvorstand Norbert Lohöfer.

Ende 2019 beschäftigte die LBS Südwest 773 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach MAK (d. h. umgerechnet auf Vollzeitstellen). Bis zum Jahresende 2022 wird ein MAK-Stand von 675 angestrebt. "Dieses Ziel wollen wir durch ein entsprechendes Altersteilzeitprogramm erreichen. Betriebsbedingte Kündigungen kommen für uns nicht in Frage", betont LBS-Chef Siebert.

Die zunehmende Digitalisierung trägt ebenfalls zu Erleichterungen bei. Hierzu zählt die Integration in die Internetfiliale der Sparkassen. Die LBS Südwest versendet jährlich mehr als zwei Millionen Kontoauszüge an ihre Kunden. Seit diesem Jahr ist erstmals auch der digitale Kontoauszug in das elektronische Postfach der Sparkassen möglich. Perspektivisch verspricht sich die LBS davon eine Beschleunigung des Prozesses und erhebliche Reduzierung des Papierverbrauchs.

Auch für die Baufinanzierung gewinnen digitale Plattformen an Bedeutung. Die LBS Südwest hat sich deshalb gemeinsam mit ihren Schwestergesellschaften an der Vertriebsgesellschaft Forum Direktfinanz für die Sparkassen-Finanzgruppe beteiligt.

"Wichtig ist und bleibt, bei allen Sparanstrengungen, die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Qualität des Produkt- und Beratungsangebotes für die Kunden sicherzustellen und weiterzuentwickeln", so Norbert Lohöfer. Deshalb setzt die LBS Südwest auf eine qualifizierte Ausbildung im eigenen Haus und bildet an allen drei Standorten jungen Nachwuchs aus. Aktuell absolvieren 95 junge Frauen und Männer eine Ausbildung bei der LBS: 55 in Stuttgart, 19 in Karlsruhe und 21 in Mainz.

Ausblick

Trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen blickt der Vorstandsvorsitzende Stefan Siebert zuversichtlich nach vorn. Der Preisanstieg für Wohnimmobilien hat sich im vergangenen Jahr zwar leicht abgeschwächt, die Nachfrage ist aber nach wie vor sehr hoch. Die Abschaffung der Zinsen, mangelnde Anlagealternativen und eine immer größer werdende Unsicherheit, ob der "Normalsparer" mit der Einführung von Minuszinsen für sein Erspartes rechnen muss, machen die eigenen vier Wände für viele Menschen zu einer beliebten Konstanten in ihrer Lebensplanung. "Der Weg ins Eigenheim führt auch in Zukunft über das Bausparen. Den Dreiklang aus günstigen Konditionen, langfristiger Zinssicherung und kostenfreien Sondertilgungsmöglichkeiten in Kombination mit staatlicher Förderung kann kein anderes Produkt bieten", so Siebert.

Pressekontakt:

Kathrin Hartwig
LBS Landesbausparkasse Südwest
Telefon: 0711 183-2377
E-Mail: Kathrin.Hartwig@LBS-SW.de

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