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18.02.2004 – 09:30

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Afghanistan: Drogenanbau gefährdet die Entwicklung
Auftrag der Europäischen Kommission für die GTZ über neun Millionen Euro

    Eschborn (ots)

Mit der Entwicklung einer Konzeption und Umsetzung von Alternativen zum Drogenanbau in Afghanistan hat die Europäische Kommission die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) beauftragt. 70 Prozent des weltweit angebauten Schlafmohns wächst auf afghanischen Feldern. Längst gefährdet der Anbau die friedliche Entwicklung Afghanistans. In den kommenden drei Jahren stehen finanziert durch die Europäische Kommission neun Millionen Euro zur Verfügung, um Alternativen zum Schlafmohn in den östlichen Provinzen Nangahar, Laghman und Kunar zu entwickeln. "Das Anpflanzen, Weiterverarbeiten, Handeln und Konsumieren ist natürlich verboten. Aber die Realität zeigt, dass nur mit Strafen dem Problem nicht beizukommen ist", sagt Christoph Berg, bei der GTZ für das Programm zur "Entwicklungsorientierten Drogenkontrolle" zuständig. "Wir suchen nach erfolgreicheren Wegen." Zunächst gehe es darum, bei den Anbauern in den Projektregionen Vertrauen aufzubauen. Keinesfalls werde die GTZ irgendwelche Polizeiaufgaben übernehmen. Für die afghanische Regierung und die Europäische Kommission setzt die GTZ bei ihrem Engagement vielmehr darauf, das Risiko für die Anbauer zu verringern, ins Gefängnis zu wandern. Berg: "Wir gehen davon aus, dass die Bauern aus Verantwortung ihren Familien gegenüber ihre Existenz legalisieren wollen." Sie werden mit anderen Produkten deutlich weniger verdienen, sind aber auch nicht mehr von Strafe bedroht. Auch volkswirtschaftlich werde die Arbeit das Land voranbringen und die Entwicklung stabilisieren.

    Die GTZ ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Internationalen
Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Sie bietet zukunftsfähige
Lösungen für politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale
Entwicklungen in einer globalisierten Welt. Ihr Ziel ist es, die
Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern.
    
    
ots Originaltext: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
(GTZ)
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Pressekontakt:
Hans Stehling
Tel: 06196-791177
Email: Hans.Stehling@gtz.de

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