Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Die etwas andere Patenschaft
Wer spendet, bestimmt den Namen neu entdeckter Tiere und Pflanzen - hilft Wissenschaft und Umwelt

    Eschborn (ots) - Laufend werden neue Tier- und Pflanzenarten
entdeckt, viele davon sind vom Aussterben bedroht. Das Problem: Es
fehlt an Geld, um diese Arten wissenschaftlich zu erforschen, zu
benennen und in ihrem Bestand zu schützen. Der gemeinnützige Verein
BIOPAT e.V. will dies ändern. Wer mindestens 5.000 Mark spendet, kann
bei BIOPAT die Patenschaft über eine neu entdeckte Tier- oder
Pflanzenart übernehmen und ihren Namen bestimmen. Die Spenden kommen
zweckgebunden der weiteren Erforschung unbekannter Arten und dem
Schutz der biologischen Vielfalt in den Herkunftsländern zu Gute. Den
Einsatz der Mittel überwacht BIOPAT.
    
    Für die Seriosität des Vereins "BIOPAT - Patenschaften für
biologische Vielfalt e. V." stehen seine Gründungsmitglieder. Dazu
zählen unter anderem das Begleitprogramm Tropenökologie (TÖB) der
Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in
Eschborn, die Zoologische Staatssammlung München (ZSM), das
Zoologische Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig (ZFMK) in
Bonn sowie das Naturmuseum und Forschungsinstitut Senckenberg in
Frankfurt/Main.
    
    Der erste Vorsitzende des Vereins, Claus Bätke (GTZ): "BIOPAT will
mit den eingeworbenen Spendengeldern die wissenschaftliche
Beschreibung neu entdeckter Tier- und Pflanzenarten fördern, die
Erforschung und den Erhalt biologischer Vielfalt in den tropischen
Herkunftsländern der neu entdeckten Arten unterstützen und die
Öffentlichkeit über den Wert und die Bedeutung der biologischen
Vielfalt informieren."
    
    Das Recht der Namensgebung liegt jeweils bei dem Wissenschaftler,
der die neue Art entdeckt hat. Dieses Recht haben die Forscher, die
mit BIOPAT zusammenarbeiten, an den Verein abgetreten. Der
wissenschaftliche Name besteht aus zwei Teilen: Er benennt, meist in
lateinischer oder griechischer Sprache, die Gattung und die Art. Der
Gattungsname ist vergleichbar mit einer Automarke wie zum Beispiel
VW. Er steht in aller Regel bereits fest. Der frei wählbare Artname
hingegen entspricht etwa dem jeweiligen Modell wie etwa Polo.
    
    Ein wissenschaftlicher Beirat des Vereins stellt sicher, dass der
Name, den ein Spender wählt, entsprechend internationaler Regularien
in die Fachliteratur eingeführt wird und so weltweit verbindliche
Geltung erlangt. Der Spender erhält von BIOPAT eine persönliche
Urkunde, die ihn als Paten und Namensgeber "seiner Art" ausweist.
    
    Weitere Informationen zu BIOPAT und eine Auswahl der Tier- und
Pflanzenarten, die darauf warten, getauft zu werden, bietet die
Homepage des Vereins: www.biopat.de oder die e-mail Adresse:
biopat@gtz.de
    
ots Originaltext: GTZ
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de


Hinweis für die Redaktionen:
Ansprechpartner bei der GTZ
Hans Stehling
Telefon 06196-79-1177
Fax 06196-79-6169

Fotos von neu entdeckten Arten können Sie per mail erhalten. Abdruck
honorarfrei. Bitte wenden Sie sich an 069-94414060 oder 0172-6604513.

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