Greenpeace Magazin

Nie wieder Kaviar
Greenpeace Magazin: Stör im Kaspischen Meer bald ausgerottet

    Hamburg (ots) - In zwei bis drei Jahren wird der Stör im
Kaspischen Meer ausgestorben sein, warnt das Greenpeace Magazin in
seiner neuesten Ausgabe.
    
    Die diesjährige Sommerfangsaison ist miserabel wie nie zuvor
ausgefallen: Die russischen Fischer konnten nur ein Fünftel der
offiziell genehmigten Fangquote ausschöpfen. Hauptgrund für den
Schwund der Störbestände ist hemmungslose Wilderei. Die Kaviarmafia
aus Dagestan, Russland und Aserbaidschan stellt den Urzeitfischen
hochgerüstet mit Schnellbooten und Helikoptern nach. Bandenkriege
werden nicht selten mit Schnellfeuerwaffen und Raketenwerfern
ausgetragen.
    
    Allein zwischen 1974 und 1994 gingen die Störbestände im
Kaspischen Meer nach Angaben des Greenpeace Magazins um 70 Prozent
zurück. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat sich der
Niedergang beschleunigt, die Nachzucht junger Störe wurde aufgegeben.
    
    Die drei Störarten im Kaspischen Meer und im Wolgadelta liefern 90
Prozent des weltweit gehandelten Kaviars. In den letzten Jahren ist
die Delikatesse nahezu unerschwinglich geworden; Schmuggler
verschieben gewilderten Kaviar über Landesgrenzen, als handle es sich
um Drogen. Erst im Februar entdeckten Zöllner in Frankfurt an der
Oder 450 Kilogramm Kaviar, die in einer Ladung Zellstoff versteckt
waren.
    
    
    
ots Originaltext: Greenpeace Magazin
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de


Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Redaktion des Greenpeace
Magazins
unter Telefon 040-30618-213/217

Original-Content von: Greenpeace Magazin, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Greenpeace Magazin

Das könnte Sie auch interessieren: