Greenpeace Magazin

UN-Zivilverwaltung im Kosovo fordert von der NATO Angaben über den Einsatz von Uranmunition
Tom Koenigs: "Schnelle Feldstudie nötig, um Zivilbevölkerung zu schützen"

    Hamburg (ots) - Detaillierte Angaben zum Einsatz von Uran-Munition im Kosovo-Krieg fordert die UN-Zivilverwaltung von der NATO. Deren Leiter, der Deutsche Tom Koenigs , erklärte in einem Interview mit dem "Greenpeace-Magazin", zum Schutz der Bevölkerung brauche man eine "schnelle Feldstudie, um die Urankonzentration in den Zielgebieten messen" zu können.

    Während im Kosovo stationierte Bundeswehrsoldaten auf mögliche Gesundheitsschäden durch die Uran-Geschosse untersucht würden, gibt es diese Möglichkeit für die Zivilbevölkerung im Kosovo derzeit nicht, sagte Koenigs.

    Die Nato hatte eingeräumt, bei etwa 100 Einsätzen von US-amerikanischen A 10 "Thunderbolt"-Kampfflugzeugen insgesamt 31.000 Schuss Uranmunition abgefeuert zu haben. Die Zielgebiete nannte die NATO jedoch bislang nicht. Uran verleiht der Munition eine höhere Durchschlagskraft, so dass die "Thunderbelt"-Jets auch Panzer und Bunker vernichten können.

    Inzwischen berichtete die "Sunday Times" am Wochenende, dass zwölf britische Soldaten wegen Gesundheitsproblemen nach ihrem Kosovo-Einsatz gegen das britische Verteidigungsministerium klagen wollen. Nach Angaben ihrer Ärzte, werden deren Beschwerden auf den Einsatz der Uran-Munition zurückgeführt. Das Bundesverteidigungsministerium hatte erst kürzlich mitgeteilt, die untersuchten deutschen Soldaten hätten keine Gesundheitsschäden davongetragen.

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