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Attraktivitätsbarometer Frankreich 2016: Immer mehr deutsche Unternehmen schätzen Frankreich als Investitionsstandort

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (Mitte) und sein damaliger Amtskollege und jetziger Präsidentschaftsanwärter Emmanuel Macron (links) setzten mit der Gründung einer deutsch-französischen Plattform für die Industrie 4.0 auf der Hannover Messe 2016 einen starken Akzent. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/122787 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Business France"
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (Mitte) und sein damaliger Amtskollege und jetziger Präsidentschaftsanwärter Emmanuel Macron (links) setzten mit der Gründung einer deutsch-französischen Plattform für die Industrie 4.0 auf der Hannover Messe 2016 einen starken Akzent. Weiterer Text über ots und... mehr

Düsseldorf (ots) - Unter deutschen Führungskräften hat sich die Wahrnehmung von Frankreich als Wirtschaftsstandort im letzten Jahr deutlich positiv entwickelt. Das ist das Ergebnis der neuen Studie "Attraktivitätsbarometer Frankreich", die Business France zum siebten Mal in Folge gemeinsam mit dem Schatzamt des französischen Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen und der Kommission für regionale Gleichheit (CGET) präsentierte. Die im November in Paris vorgestellte Publikation vergleicht Wirtschaftsdaten aus Frankreich mit 13 anderen Ländern und ermittelt so die Attraktivität des Landes. Ein weiteres Element der Studie ist eine Meinungsumfrage (1) unter 779 wirtschaftlichen Entscheidungsträgern aus sieben Ländern darunter auch Deutschland.

Bei der Befragung deutscher Führungskräfte gaben 65 Prozent an, dass Frankreich für Investitionen attraktiv sei. Das ist ein außergewöhnlich hoher Anstieg um fast die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr (2014: 33 Prozent). Insgesamt verbessert sich das Bild Frankreichs bei ausländischen Investoren stetig. 74 Prozent der Befragten schätzen Frankreich als attraktiven Investitionsstandort verglichen mit 65 Prozent in 2014 und 53 Prozent im Jahr 2009. Dabei sind nicht nur die strukturellen Vorteile Frankreichs von fundamentaler Bedeutung für die Anziehungskraft des Landes, sondern auch auf den Weg gebrachte Reformen, die bereits Wirkung zeigen und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

"Die Investoren schätzen eindeutig Frankreichs nachhaltige Strukturvorteile, das Innovationspotential französischer Unternehmen, die hohe Produktivität und die breite industrielle Basis. Ein Beleg dafür ist, dass Frankreich seit 15 Jahren das führende Zielland Europas für ausländische Investitionsprojekte in der Industrie ist (2). In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Wahrnehmung ausländischer Entscheidungsträger durchgehend stark verbessert, vor allem in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA. Das freut mich ganz besonders und zeigt, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. Auch in den kommenden Jahren werden wir weiter daran arbeiten, die Situation für Investoren zu verbessern", sagt Muriel Pénicaud, CEO von Business France.

Fünf wesentliche Stärken untermauern Frankreichs Attraktivität als Unternehmensstandort:

   - Marktgröße und Infrastruktur: Frankreich ist die weltweit 
fünftgrößte Volkswirtschaft nach den USA, China, Japan und 
Deutschland. Die Marktgröße, zentrale Lage im Herzen Europas 
kombiniert mit einer guten Infrastruktur machen das Land zu einem 
natürlichen Sprungbrett in andere Länder Europas, Afrikas und des 
Nahen Ostens. Über 80 Prozent der befragten ausländischen Unternehmen
halten die Größe des französischen Binnenmarkts für einen 
Schlüsselvorteil. Ausländische Unternehmen mit Niederlassungen in 
Frankreich gaben an, dass das Land als Standbein für den Export in 
afrikanische (81 Prozent) und europäische (88 Prozent) Märkte diene. 
   - Hohe Arbeitsproduktivität: Frankreich konnte seine 
Arbeitsproduktivität um ganze 3,6 Prozent im letzten Jahr steigern. 
Das ist mehr als das Dreifache des EU-Durchschnitts (EU 28: 1,1 
Prozent). Nach Einführung der Steuergutschrift für 
Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (CICE) sanken auch die 
Arbeitskosten. So waren die Arbeitskosten pro Stunde im 
verarbeitenden Gewerbe mit 36,90 Euro in 2015 niedriger als in 
Deutschland (38 Euro). Diese Entwicklung schlägt sich auch in der 
Wahrnehmung ausländischer Unternehmer nieder. Es geben mehr als die 
Hälfte der Befragten an (55 Prozent), das die Arbeitskosten 
Frankreich im vergangenen Jahr zu einem attraktiven 
Investitionsstandort gemacht haben. Dies ist ein deutlicher Anstieg 
von sechs Prozentpunkten im Vergleich zur vorherigen Studie von 2014. 
   - Innovationsfähigkeit: Die Umfrage ergab auch, dass 72 Prozent 
der Entscheidungsträger Frankreich als eine innovative 
Volkswirtschaft ansehen, die besonders gute Noten bei Humankapital 
und Kreativität erhält. Pluspunkte sind vor allem die gut 
qualifizierten Arbeitnehmer im Bereich F&E und 
Forschungspartnerschaften mit Universitäten. Zudem gaben 84 Prozent 
der deutschen Führungskräfte an, die Kreativität französischer 
Unternehmen zu schätzen. 
   - Boom bei Unternehmensgründungen: Über 520.000 neue Unternehmen 
wurden im letzten Jahr gegründet, davon waren allein 10.000 
Start-Ups. Diese Gründerwelle wird durch ein günstiges 
administratives und finanzielles Umfeld getragen - besonders für 
Start-Ups. Und auch was die Bürokratie angeht, macht es unser Nachbar
Unternehmensgründern einfach: Denn in Frankreich sind nur vier Tage 
zur Gründung eines Unternehmens erforderlich gegenüber 4,5 in 
Großbritannien und 10,5 in Deutschland. Das spiegelt sich ebenso in 
der externen Wahrnehmung wieder: Frankreich wird von fast 80 Prozent 
der Befragten als ein Land gesehen, das sich aktiv bemüht, 
ausländische Investoren anzulocken. 

Ein Jahr Créative France

Um die Vorzüge Frankreichs als Investitionsstandort noch stärker in den Vordergrund zu rücken, hat die französische Regierung gemeinsam mit Business France im letzten Jahr die internationale Kampagne "Créative France" ins Leben gerufen. Die Kampagne zeigte weltweit in acht Ländern, dass Frankreich modern, kreativ und weltoffen ist und eine Top-Adresse für jedes Unternehmen, das sein Geschäft in Europa ausbauen will.

"Mit Créative France wollten wir gezielt deutsche Unternehmen ansprechen, um mit alten Vorurteilen aufzuräumen, aber auch französischen Unternehmen eine Plattform bieten, ihre Kreativität und Innovationskraft einem breiten Publikum zu präsentieren. Mit Hilfe von jungen aufstrebenden sowie etablierten französischen Unternehmen und Persönlichkeiten, die sich der Kampagne als Botschafter verschrieben haben, ist uns das eindrucksvoll gelungen. Das belegen nicht zuletzt die positiven Ergebnisse der Meinungsumfrage", zieht Didier Boulogne, Geschäftsführer von Business France Deutschland, Bilanz über die einjährige Kampagne.

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   (1) Umfrage durchgeführt von Kantar Public im September 2016 mit 
       779 wirtschaftlichen Entscheidungsträgern aus sieben Ländern: 
       China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, 
       Vereinigte Arabische Emirate und U.S.A. 
   (2) Ernst & Young, 2016 

Mehr zu Créative France finden Sie auf der Kampagnen-Webseite: http://creative.businessfrance.fr

Business France ist die französische Agentur für die internationale Entwicklung der französischen Wirtschaft. Aufgabe von Business France ist die internationale Unternehmensentwicklung, Exportförderung und Werbung, um Frankreich in das Interesse internationaler Investoren zu rücken. Die Agentur fördert die Attraktivität und das wirtschaftliche Image Frankreichs, seiner Unternehmen und seiner Regionen. Darüber hinaus verwaltet und entwickelt sie das internationale Freiwilligenprogramm in Unternehmen "VIE" (Volontariat International en Entreprise). Business France entstand am 1. Januar 2015 aus der Fusion von Invest in France und Ubifrance. Das Unternehmen verfügt über 1.500 Mitarbeiter in Frankreich und 70 anderen Ländern und wird zudem von einem Netzwerk aus öffentlichen und privaten Partnern unterstützt. Weitere Informationen unter: www.businessfrance.fr

Pressekontakt:

Martin Winder
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Tel.: +49 211 30041-200
E-Mail: martin.winder@businessfrance.fr

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