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22.05.2018 – 11:07

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.

Solarstrom selbst erzeugen - für wen kommt das in Frage? Antworten zur Photovoltaik auf dem Eigenheim

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Solarstrom selbst erzeugen - für wen kommt das in Frage?

Antworten zur Photovoltaik auf dem Eigenheim

Eine Solarstromanlage auf dem Eigenheim ist nicht nur etwas für Top-Verdiener mit besonders großem Umweltbewusstsein. Das betont die Verbraucherzentrale NRW. Photovoltaikanlagen kommen demnach auch für kühle Rechner in Frage, denen etwa ein Förderkredit die Investition ermöglicht. Der eigene Solarstrom könne sich langfristig nicht nur für das Klima, sondern auch finanziell lohnen. Antworten auf häufige erste Fragen zum Thema Strom vom eigenen Dach hat die Verbraucherzentrale NRW zusammengestellt:

- Norden, Süden, Osten, Westen? Optimal sind Süddächer, aber auch auf Ost- und 
  Westdächern können Anlagen wirtschaftlich sein. Wichtig ist, dass möglichst 
  kein Schatten auf die Module fällt und das für die Laufzeit der Anlage auch so
  bleibt. 
- Wie muss das Dach beschaffen sein? Flachdächer sind ebenso geeignet wie 
  Dächer mit Neigung. An Fläche benötigt eine Photovoltaikanlage rund acht 
  Quadratmeter pro Kilowatt Nennleistung. Wichtig ist, dass eine eventuell 
  nötige Dachsanierung vorab erledigt wird. Ist die Anlage einmal montiert, 
  werden solche Arbeiten aufwändiger und teurer. 
- Wie groß, wie teuer? Für je 1.000 Kilowattstunden Strom, die ein Haushalt pro
  Jahr verbraucht, sollte mindestens ein Kilowatt Nennleistung (1 kWp, 
  ausgesprochen: Kilowatt Peak) eingeplant werden. Das kostet inklusive 
  Installation jeweils etwa 1.200 bis 1.600 Euro netto. Mehr als 10 kWp sollten 
  Privatleute nicht einplanen. Jenseits dieser Grenze gelten andere Vorgaben, 
  die den Betrieb komplizierter und weniger wirtschaftlich machen. Für die 
  Anlage können staatliche Förderkredite der KfW genutzt werden. 
- Wie viel Strom wird erzeugt? Wie viel Strom vom Dach fließt, hängt unter 
  anderem von Standort, Neigung und Ausrichtung der Anlage ab. Für erste 
  Abschätzungen sind in Nordrhein-Westfalen auf einem optimalen Süddach jährlich
  850 bis 950 Kilowattstunden pro Kilowatt Nennleistung zu veranschlagen. 
- Wie wird die Energie zu Geld? Finanzielle Erträge entstehen auf zwei Wegen: 
  Durch den Verbrauch des Solarstroms im eigenen Haushalt und durch die 
  Einspeisung in das Netz. Die Einspeisung einer Kilowattstunde bringt bei 
  Neuanlagen derzeit etwas mehr als 12 Cent, garantiert für 20 Jahre. Eine 
  Kilowattstunde Strom aus dem Netz kostet mindestens 25 Cent. Der 
  Direktverbrauch spart also deutlich mehr ein, als der Verkauf einbringt. 
- Viel Solarstrom selbst verbrauchen? Hochschrauben lässt sich der 
  Eigenverbrauch durch einen Batteriespeicher, der Solarstrom auch nach 
  Sonnenuntergang vorhält. Eine attraktive Förderung bietet hierfür vor allem 
  das Land Nordrhein-Westfalen mit einem Zuschuss aus dem progres.nrw-Programm. 
  Dieser ist auch mit weiteren Förderkrediten kombinierbar. 
- Stromtankstelle für das E-Auto? Auch ein Elektroauto kann den Direktverbrauch
  erhöhen, wenn die Photovoltaikanlage eine Ladestation speist. Dafür gibt es 
  Fördermittel vom Land NRW. 
- Jede Menge Papierkram? Eine Solarstromanlage muss beim örtlichen 
  Netzbetreiber angemeldet werden und online bei der Bundesnetzagentur. Für 
  ersteres ist der Installationsbetrieb zuständig. In der Folgezeit müssen 
  Anlagenbetreiber ihre Werte zur Erzeugung und Einspeisung regelmäßig an den 
  Netzbetreiber melden, sofern dieser nicht ohnehin die Zähler betreibt und die 
  Abrechnung übernimmt. Weil es steuerlich einige Möglichkeiten gibt, ist vor 
  der Investition eine Steuerberatung zu empfehlen.

Wie ihre konkreten Solarstromchancen stehen, erfahren Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer in der 90-minütigen Beratung zu Solarstrom der Verbraucherzentrale NRW für 60 Euro. Anmeldungen sind möglich unter Tel. 0211 / 33 996 555.

Mehr Informationen und eine Broschüre zum Download gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonne-im-tank.

Die Aktion "Sonne im Tank" findet statt im Rahmen des Projekts Energie2020 der Verbraucherzentrale NRW, das mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Europäischen Union gefördert wird.

Verbraucherzentrale NRW 
Pressestelle 
Mintropstraße 27 
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