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Nicht alle Klauseln können mithalten: Verträge mit Fitness-Studios

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Nicht alle Klauseln können mithalten

Verträge mit Fitness-Studios

Nach den Feiertagen mit Blick in den Spiegel wollen viele ihre körperstraffenden Vorsätze fürs neue Jahr gleich im Fitness-Studio aktiv umsetzen: An und auf den Geräten werden schlaffe Muskeln gestärkt, die Kondition trainiert und die Figur in Form gebracht - zu teilweise stolzen Monatsbeiträgen. Viele Studiobetreiber versuchen außerdem, Fitness-Fans durch lange Mindestlaufzeiten, ungünstige Kündigungsfristen oder automatische Vertragsverlängerungen dauerhaft an sich zu binden. Vertragliche Vereinbarungen über die sportliche Betätigung haben jedoch vielfach rechtlich keinen Bestand. So versuchen Betreiber etwa oft, ihre Schadenshaftung auszuschließen, wenn Wertgegenstände wegkommen oder ein Unfall an den Geräten passiert. Ein Studio muss zwar nicht für alle Schäden des Kunden aufkommen. "Es darf aber auch nicht die Verantwortung komplett von sich weisen. So muss das Fitness-Center für eigene Fahrlässigkeit geradestehen, falls zum Beispiel die Trainingsgeräte nicht richtig gewartet werden und sich deshalb jemand verletzt", erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Damit sich Freizeitsportler im Dickicht undurchsichtiger Vertragsklauseln zurechtfinden, helfen folgende Tipps bei der Suche nach fairen Fitness-Konditionen:

- Sorgfältiger Check vor Unterschrift: Wer Mitglied in einem Fitness-Studio 
  werden will, sollte vorher Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und 
  Mitgliedsbeiträge checken. Viele Studios bieten zum Kennenlernen ein 
  kostenloses Probetraining an. Bevor Hobbysportler einen Vertrag 
  unterschreiben, sollten sie den Text und vor allem das Kleingedruckte 
  gründlich prüfen - am besten in aller Ruhe zu Hause. Unklares sollte dann mit 
  den Studiobetreibern noch abgeklärt werden. Oftmals sind diese offen für 
  Wünsche - etwa bei der Frage nach besonderen Rabatten - zum Beispiel für 
  Studenten, Senioren oder für Mitglieder bestimmter Krankenkassen. 
- Vertragslaufzeit: Die meisten Fitness-Verträge werden für eine feste Dauer 
  abgeschlossen. Eine Erstlaufzeit von 24 Monaten ist hierbei zulässig. Die 
  längere Treue wird oft mit einem niedrigeren Monatsbeitrag belohnt. Wer jedoch
  flexibel bleiben möchte, sollte sich nicht zu lange binden. Wird der Vertrag 
  nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert er sich meist automatisch um einen 
  bestimmten Zeitraum. Eine automatische Verlängerung um mehr als ein Jahr ist 
  jedoch nicht zulässig. 
- Kündigung: Freizeitsportler müssen ihre Zahlungsverpflichtung meist bis zum 
  Ende ihrer Vertragslaufzeit durchhalten - egal ob sie trainieren oder 
  pausieren. Eine frühere Kündigung ist häufig nur bei unwirksamer Laufzeit oder
  einem wichtigen Grund möglich. Wer zum Beispiel nach Vertragsschluss ernstlich
  und dauerhaft erkrankt, kann den Vertrag - mit ärztlichem Attest - 
  außerordentlich beenden. Der Arzt braucht hierzu nur die Sportunfähigkeit ohne
  Angabe der Erkrankung zu bescheinigen. Kunden sollten in einem solchen Fall 
  innerhalb von zwei Wochen kündigen - entscheidend ist bei diesem Schritt das 
  Eingangsdatum beim Studio. Sinnvoll ist eine Kündigung per Einschreiben mit 
  Rückschein, oder man lässt sich den Empfang direkt vom Studio auf dem 
  Schreiben bestätigen. Bei einem Umzug wird es schon schwieriger. Der 
  Bundesgerichtshof hat im Jahr 2016 entschieden, dass ein Wohnortwechsel 
  grundsätzlich kein wichtiger Grund ist, der zu einer außerordentlichen 
  Kündigung berechtigt. Kunden sollten allerdings auch in diesem Fall mit den 
  Studiobetreibern sprechen und versuchen  eine Lösung zu finden. 
- Getränkeklausel: Freizeitsportlern darf auch nicht verboten werden, zum 
  Training eigene Getränke mitzubringen. Anderes gilt nur, wenn das 
  Fitness-Studio Getränke zu moderaten und handelsüblichen Preisen anbietet oder
  aus Sicherheitsgründen die Mitnahme von Glasflaschen verbietet. 

Rat und Hilfe rund um Vertragsklauseln beim Gerätetraining gibt's in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW - Kontakt online unter

www.verbraucherzentrale.nrw/beratung-vor-ort

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