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05.05.2004 – 14:10

Continentale Versicherungsverbund

Continentale-Studie 2004: Die Deutschen haben das Vertrauen in das Gesundheitssystem verloren

    Dortmund/Köln (ots)

So düster haben gesetzlich Versicherte noch
nie in die Zukunft geschaut: 81 Prozent glauben, dass eine
ausreichende medizinische Versorgung durch die gesetzlichen
Krankenversicherungen (GKV) nicht mehr gewährleistet ist oder dies
zumindest in Zukunft nicht mehr der Fall sein wird. Besserung ist
ihrer Meinung nach nicht in Sicht, enorm hohe Unzufriedenheit mit dem
Gesundheitssystem ist die Folge - so ein erschreckendes Ergebnis der
aktuellen, repräsentativen Bevölkerungsbefragung Continentale-Studie
2004, die am 5. Mai veröffentlicht wurde.
    
    "Dies zeigt, dass viele Deutsche das Vertrauen in das
Gesundheitssystem verloren haben. Ein schlimmes Ergebnis, denn unser
System mit dem Nebeneinander von gesetzlicher und privater
Krankenversicherung ist im Grunde leistungsfähig und bei
entsprechender Weichenstellung auch zukunftssicher. Leider wird es
zur Zeit regelrecht zerredet", so Rolf Bauer, Vorstandsvorsitzender
der Continentale, bei der Veröffentlichung der Befragungsergebnisse
in Köln.
    
    Bereits im fünften Jahr in Folge hat die Continentale
Krankenversicherung a.G. - sechstgrößter privater Krankenversicherer
in Deutschland - gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS
Emnid die Einstellung der Deutschen zu ihrem Gesundheitswesen
ermittelt. Befragt wurden 1255 Menschen. Diesmal lagen, neben den
jährlich gestellten Fragen nach der Zufriedenheit mit dem
Gesundheitswesen, die Schwerpunkte auf der Zukunftssicht sowie den
Ängsten und Sorgen der Bevölkerung. Rolf Bauer: "Mit diesen
Befragungen können wir unseren Vermittlern bessere Informationen
darüber geben, wo sie mit ihrer Beratung ansetzen müssen und wo der
Bedarf der Bevölkerung liegt."
    
    Unzufriedenheit wächst dramatisch
    
    Die Ergebnisse sind in allen Bereichen von erschreckender
Deutlichkeit: 72 Prozent der GKV-Versicherten sind unzufrieden mit
dem Preis, den sie für medizinische Leistungen zahlen müssen - im
Vergleich mit der Continentale-Studie 2003 sind dies 21 Prozentpunkte
mehr. Und nicht nur der Vergleich mit vergangenen Jahren zeigt die
sprunghaft gestiegene Unzufriedenheit. Denn die Continentale-Studie
fragt jährlich konkret ab, wie sich die Einstellung der Zufriedenheit
nach eigener Einschätzung im Vergleich zum Vorjahr verändert hat.
Ergebnis: 74 Prozent der GKV-Versicherten sind in diesem Jahr
unzufriedener als vor zwölf Monaten. Gegenüber den Ergebnissen der
Studie von 2003 bedeutet dies eine Steigerung von 30 Prozentpunkten.
Rolf Bauer: "Dies ist ein enormer Sprung, aber nicht verwunderlich
angesichts der aktuellen Einschnitte. Die Menschen fühlen sich
nachhaltig verunsichert und können viele Maßnahmen nicht mehr
nachvollziehen. Es besteht immenser Informationsbedarf."
    
    Pessimistische Zukunftssicht
    
    Dass die jüngste Gesundheitsreform die richtigen Weichen gestellt
hat und sich in Zukunft die Dinge zum Besseren wenden werden, glaubt
der überwiegende Teil der Bevölkerung eindeutig nicht. Ganz im
Gegenteil: 90 Prozent der GKV-Versicherten sind überzeugt davon, dass
sie nur noch durch private Vorsorge eine gute medizinische Versorgung
erhalten können. 96 Prozent glauben, dass sie dafür über die
GKV-Beiträge hinaus sehr viel Geld bezahlen müssen. Entsprechend
glauben 83 Prozent der gesetzlich Versicherten, dass ein großer Teil
der Bevölkerung schon jetzt oder künftig nicht mehr vom medizinischen
Fortschritt profitiert. "Die Bevölkerung sieht Deutschland auf dem
Weg in die 2-Klassen-Medizin. Diese Entwicklung müssen alle
Beteiligten am Gesundheitswesen aufhalten. Gleichzeitig bedeuten die
Aussagen ganz eindeutig eine Absage an die Bürgerversicherung", so
Rolf Bauer.
    
    Große Angst vor Krankheit
    
    Es wundert angesichts dieser Ergebnisse nicht, dass die Angst,
krank zu werden, sehr groß ist: 76 Prozent der GKV-Versicherten
fürchten sich vor einer Krankheit. Fast alle von ihnen (92 Prozent)
haben die konkrete Befürchtung, dass ihre medizinische Versorgung von
ihren finanzielle Möglichkeiten abhängt. Die Angst, dass sie guten
Zahnersatz nur noch mit hohen Zuzahlungen bekommen, belastet 87
Prozent. Je 83 Prozent fürchten, nicht am medizinischen Fortschritt
teilhaben zu können und dass ihnen Behandlungen aufgrund ihres Alters
oder ihres Gesundheitszustandes verwehrt werden.
    
    Unsichere politische Lage verhindert Vorsorge
    
    Vorsorge zu treffen ist deshalb wichtig, darin sind sich die
GKV-Versicherten einig. Auch die Continentale-Studien 2002 und 2003
haben gezeigt, dass das Interesse an Zusatzversicherungen und deren
Leistungen hoch ist. Trotzdem: In der aktuellen Studie geben 53
Prozent der GKV-Versicherten an, nicht für den Krankheitsfall
vorzusorgen. Der Grund: Die unsichere politische Lage (69 Prozent)
und die eigene, finanziell unsichere Situation (62 Prozent).
Schließlich fürchten sich gerade überdurchschnittliche viele junge
Menschen (71 Prozent) vor Arbeitslosigkeit.
    
    Zusatzversicherungen über die Kassen sind keine Lösung
    
    Angebote, Zusatzversicherungen über die Krankenkassen
abzuschließen, überzeugen die meisten Menschen nicht. 77 Prozent der
GKV-Versicherten meinen, ein optimales Angebot für eine
Krankenzusatzversicherung nur bei einem Vergleich aller Angebote zu
finden. "Dies ist ein klares Votum der Verbraucher für den freien
Wettbewerb und indirekt auch für die Versicherungsvermittler. Denn
einen Marktüberblick bekommt der Verbraucher nur bei ihnen, nicht bei
seiner Krankenkasse," so Rolf Bauer.
    
    Die komplette Studie, Fotos und druckfähige Grafiken finden sich
unter www.continentale.de/continentale-studien im Internet.
    
    
ots Originaltext: Continentale
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:
Klaus Dankert
Direktor Unternehmenskommunikation Die Continentale
Telefon 0231 / 919-2236

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