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Die Pharmaindustrie in der Türkei boomt - trotzdem wollen alle nach Deutschland

Der Markteintritt türkischer Pharmaunternehmen nach Deutschland erfordert professionelle Begleitung, so Y. Is, Projektmanagerin bei der PSE. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/119906 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/PSE - Pharma Solutions Europe/Nathalie Aufrecht"
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Stuttgart (ots) - Die pharmazeutische Industrie ist mit ihrem Produktionsvolumen und ihrer Handelskapazität einer der kritischsten aber auch hoch angesehensten Wirtschaftszweige überhaupt, da dieser Sektor nicht nur für das menschliche und das tierische Leben und die Gesundheit steht. Das Volumen des weltweiten Pharmamarktes belief sich im Jahr 2017 auf rund 1,1 Billionen Dollar. Mehr als die Hälfte davon entfielen auf die größten fünf nationalen Märkte: USA ist mit einem Anteil von 49% der Branchenführer, gefolgt von China, Japan, Deutschland und Frankreich. Die Türkei liegt mit einem Verkaufsvolumen von 6,31 Mrd. Dollar auf Platz 16 ( Platz 6 in Europa ) und kann zufrieden auf das Jahr 2016 zurückblicken.

Auf der CPhI Istanbul, die von 08.03. - 10.03 2017 stattfand, wurde der für das Jahr 2017 erstellte Turkey Pharmaceutical Industry Report bekanntgegeben.

Laut der Bekanntmachung gab es am türkischen Arzneimittelmarkt im Gegensatz zum Jahr 2015 ein erfreuliches Wachstum von 17%, verkauft wurden 2 Milliarden Arzneimittel. Die erste Stelle belegten Analgetika, gefolgt von Antibiotika und Antidiabetika. Bereits im 1. Halbjahr 2015 gab es schon in der türkischen Arzneimittelproduktion einen enormen Zuwachs von 30%. Es wird prognostiziert, dass die Wachstumsraten in den nächsten fünf Jahren weiterhin im zweistelligen Prozentbereich liegen werden, so dass die Türkei (80 Mio. Einwohner) im Jahr 2020 den 14. Platz in der globalen Pharmaindustrie belegen wird. Begründet wird dies durch die älter werdende Bevölkerung, den vereinfachten Zugang zu Arzneimittel und die positive Entwicklung in der Gesundheitspolitik.

Noch besteht in der Türkei eine große Importabhängigkeit, weshalb die Regierung die heimische Produktion stärker fördern will. Einige große lokale Arzneimittelhersteller erhielten vom Wirtschaftsministerium Förderungszertifikate für die Produktion von inländischen Präparaten. Sie sollen die hohen Importe reduzieren und gleichzeitig den Export ankurbeln. Ein großes Problem stellt jedoch die langfristige Niedrigpreispolitik der Regierung dar. Der Staat, der derzeit mit der höchsten Inflationsrate seit 14 Jahren kämpft, ist der Hauptabnehmer und tätigt seinen Einkauf mit der Türkischen Lira. Die Pharmaindustrie wiederum importiert ca. 70% der Rohstoffe aus dem Ausland und begleicht ihre Kosten mit der Währung Euro oder Dollar. Dies hat zur Folge, dass einige Firmen sich aus dem Sektor zurückgezogen haben, weil sie keine Gewinne mehr erzielen konnten. Die Sorge um die Existenzbewahrung und die Tatsache, dass Deutschland zu den wichtigsten Absatzmärkten gehört, erweckten bei den türkischen Pharmaunternehmen den Gedanken, über die Option einer Niederlassung in Deutschland nachzudenken. Im deutschen Arzneimittelmarkt herrscht jedoch ein anderes System wie international und insbesondere in Europa üblich. Die Einlassung der Arzneimittel-Rabattverträge in das Sozialgesetzbuch erstmals im Jahr 2003 und deren übliche Praxis seit 2007 erschwert den kleinen und/oder neuen Arzneimittelherstellern einen Platz im Markt zu sichern. Mit Stand Januar 2018 stehen 77% aller generischen Wirkstoffe und 5% aller patentgeschützten Wirkstoffe in Rabattvertragsvereinbarungen mit der GKV. Durch den Arzneimittelrabattvertrag zwischen den einzelnen pharmazeutischen Anbietern und den derzeit 122 gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), der im Regelfall für zwei Jahre gilt, wird der Apotheker gesetzlich dazu verpflichtet, ausschließlich jenes Arzneimittel abzugeben, für welches ein Rabattvertrag zwischen der Krankenkasse des Patienten und einem Hersteller besteht. Alle anderen pharmazeutischen Anbieter dürfen in dieser Zeit die Patienten dieser Krankenkasse, von Ausnahmen abgesehen, nicht versorgen, es sei denn, der verschreibende Arzt hat den Austausch auf dem Rezept kenntlich gemacht.

Um die steigende Nachfrage nach den Möglichkeiten für einen Markteintritt türkischer Pharmaunternehmen in Deutschland zu decken und den komplexen Themenbereich des Market Access gezielt zu managen, hat das inhabergeführte Dienstleistungsunternehmen PSE - Pharma Solutions Europe, eine eigene Projektzuständigkeit geschaffen. Das Projektteam der PSE hat sich auf die Gestaltung und Begleitung der neuen Markteintritte aus der Türkei spezialisiert. Die Experten verfügen über ein fundiertes Fachwissen im europäischen Vergaberecht und beherrschen diese notwendige Spezialdisziplin des Tendermanagements. Auch auf die Kundennähe legt das PSE-Team einen großen Wert. So werden z.B. türkische Kunden von einem der türkisch-stämmigen Projektmitarbeiter betreut um die Kommunikation und das interkulturelle Verständnis sicher zu gestalten. Die PSE wurde 2007 gegründet und begleitet heute mit seinem 9-köpfigen Spezialistenteam seine inländische und ausländische Kunden aus der pharmazeutischen Industrie professionell durch europaweite Arzneimittelausschreibungen der GKV und deren Arzneimittelrabattverträge. Auch in Angelegenheiten der arzneimittelzulassungsrechtlichen Fragenstellungen (Regulatory Affairs), Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Preisbildung oder der Frage nach Patentausläufen und Schutzzertifikaten oder Unterlagenschutz bietet die PSE Unterstützung oder Full Service an.

Pressekontakt:

Y. Is
info@pse-team.de
Tel: +497033 694 8870
www.pse-team.de

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