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Internationales Finanzzentrum Astana eröffnet
Kasachstans neuer Hub auf dem Gelände der Expo 2017

Berlin (ots) - Mit Jahresbeginn startete das Astana International Financial Centre (AIFC) seinen Betrieb. Der unter Schirmherrschaft von Präsident Nursultan Nasarbajew agierende Finanzhub ist Teil der Strategie Kasachstans, einen Platz unter den dreißig größten Wirtschaftsnationen der Welt zu bekommen.

Das neue Finanzzentrum hat seinen Sitz auf dem modernen Gelände der Weltausstellung Expo 2017 in der Hauptstadt Astana.

Von Interessenvertretungen der deutschen Wirtschaft wurde die Gründung des Finanzzentrums begrüßt. Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, sagte in einem Interview: "Deutsche Unternehmen könnten viel mehr in Kasachstan investieren. Wir müssen noch härter daran arbeiten, gemeinsame Projekte zu erschaffen." Für die deutsche Wirtschaft sei es wichtig, Investoren zu unterstützen und für stabile Geschäftsbedingungen zu sorgen. Dem Finanzzentrum komme dabei eine Schlüsselrolle für künftige ausländische Investitionen zu.

Die ausländischen Direktinvestitionen in Kasachstan - sie betrugen im Jahr 2017 bereits 5,381 Milliarden US-Dollar - ließen die postsowjetische Republik nach dem Doing-Business-Index bereits auf Platz 36 von 190 erscheinen.

Ziel des Internationalen Finanzzentrums ist es, als eine den internationalen Standards entsprechende Institution die Beziehungen zwischen angesiedelten Unternehmen nach den Prinzipien des Common Law zu regeln. Dafür soll zudem ein Finanzgericht geschaffen werden, das auch für Streitigkeiten und bei Fragen zum Thema Investitionen zuständig ist.

Ferner ist eine Reihe von Vergünstigungen für sich dort ansiedelnde Unternehmen vorgesehen. So soll eine Befreiung von der Körperschaftsteuer, der Einkommensteuer für dort ansässige Arbeitnehmer sowie eine Erstattung der Umsatzsteuer für ausländische Mitarbeiter verabschiedet werden. Darüber hinaus wird die Abschaffung der Arbeitsgenehmigungspflicht für ausländische Mitarbeiter angeordnet.

Für 2018 sind weitreichende Privatisierungsvorhaben angekündigt. Das AIFC soll ab sofort das Zentrum für Anziehung von Investitionen sein und einen respektablen Platz im internationalen Finanzsystem einnehmen.

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Alex Weiden, Berliner Korrespondentenbüro
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