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29.03.2017 – 14:35

Berliner Korrespondentenbüro

Breitband-Technologie mit Spitzengeschwindigkeit seit Jahren verfügbar
Übertragungsgeschwindigkeit von 1,8 Gigabit wäre flächendeckend möglich
Kabellose Infrastruktur durch Neutrino-Prinzip

Berlin (ots)

Die ungenügenden Werte der Breitbandgeschwindigkeit für Internetnutzer, soeben von der Bundesnetzagentur erhoben, ließen sich rasch verbessern. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kennt bereits ein Gerät, mit dem eine Übertragungsgeschwindigkeit von 1,8 Gigabit pro Sekunde (Gbit/sec) möglich ist. Das ist rund 36 Mal schneller als der heutige Standard, und das mit nur einem Drittel der Kosten für leitungsgebundene Lösungen.

Am 3. November 2015 wurden dem Minister in seinem Büro in Berlin das Gerät mit der Bezeichnung "Neutrino Smart Net Breitband Transponder" und die kabellose Übertragung von Daten zwischen einem Sender und einem Empfänger vorgeführt.

Das bereits voll funktionsfähige Gerät arbeitet ohne Übertragungskabel, es benötigt zur Zeit nur noch ein Kabel für die Stromversorgung. Künftig fällt sogar dieses Kabel weg: Gegenwärtig werden die Breitband-Transponder mit moderner Neutrino-Kraftwerks-Energielösung ausgestattet, sodass jedes Gerät völlig autark verwendet werden kann. Mit der Neutrino-Technologie (Neutrino Smart Network) werden etwa 25 spezialbeschichtete Folien jene 70 Watt erzeugen, die das Gerät für seine Stromversorgung benötigt.

Mit dieser schnellen Datenübertragung ließe sich etwa eine Operation durch einen Arzt in den USA mit Hilfe eines Roboters in Echtzeit in Deutschland durchführen, oder das Laden eines neunzigminütigen Farbfilms würde nur zehn Sekunden dauern, erläutert Professor Dr. Günther Krause, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Neutrino-Gruppe. "Es gibt diese Lösungen bereits, daher geht das Gejammere über zu schlechte Datenübertragung auf die Politik zurück, da die vorhandenen Lösungen nicht genutzt werden."

Das Gerät lässt sich auf 360 Grad einstellen, sodass eine Stadt, in der eine genügende Anzahl davon installiert wird, die ultraschnelle Übertragungsgeschwindigkeit flächendeckend nutzen kann. Da die Daten mit Hilfe einer Richtoptik auch zehn Kilometer weit übertragen werden können, lassen sich auch einsam gelegene Bauernhöfe oder Hotels versorgen, ohne dass die hohen Leitungskosten anfallen.

Die Technologie basiert auf einem sowohl zentral als auch dezentral steuerbaren intelligenten Übertragungsnetzwerk drahtlos modular koppelbarer Breitband-Netzwerkkomponenten. Versorgt werden stationäre und mobile Nutzer jeglicher Audio-, Video- und Datenkommunikations- und Informationsdienste. Die Anwendung eignet sich für die Kommunikation von Mensch zu Mensch (PtP), Mensch zu Maschine (PtM) und Maschine zu Maschine (MtM).

Die Bundesnetzagentur hatte dieser Tage eine Studie veröffentlicht, wonach die Versprechungen von Providern mit "Highspeed-Internet" und Spitzen-Übertragungsraten in der Praxis kaum eingehalten werden. Messungen von rund 160.000 Festnetz- und Mobilanschlüssen ergaben demnach, dass nur zwölf Prozent der Anschlüsse im Festnetz und nur fünf Prozent bei Mobilfunkanschlüssen die vertraglich zugesicherte Maximalgeschwindigkeit tatsächlich geliefert wird. Die Bundesnetzagentur erwägt, gegen einzelne Unternehmen Verfahren durchführen.

Die Bundesrichtlinie zum Breitbandausbau hat zum Ziel, dass bundesweit zukünftig Bandbreiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bei den Teilnehmeranschlüssen gewährleistet werden können. "Zu wesentlich geringeren Kosten könnte es mit den 1,8 Gbit/sec längst ein Vielfaches davon geben", betont Günther Krause.

Pressekontakt:

Heiko Schulze
Haus der Bundespressekonferenz 0413
10117 Berlin
Tel. +49 30 726262700
E-Mail: heiko.schulze.bpk@gmail.com

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