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09.07.2020 – 10:35

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Umfrage: Niedersachsen liegt bei digitalem Banking weitgehend im Bundestrend

Umfrage: Niedersachsen liegt bei digitalem Banking weitgehend im Bundestrend

Corona-Effekt: 11 Prozent der Befragten in Niedersachsen geben an, Onlinebanking jetzt mehr zu nutzen oder nutzen zu wollen - bei Mobile Banking sind es sogar 28 Prozent

Die Corona-Pandemie könnte dem digitalen Banking und Zahlungsverkehr einen weiteren Schub geben. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zum Thema "Digitale Alltagskompetenz und Bankdienstleistungen".* Die Umfrage wurde im Auftrag der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Genossenschaftsverband - Verband der Regionen durchgeführt. Nachdem im April die bundesweiten Resultate veröffentlicht wurden, liegen jetzt auch Auswertungen für einzelne Bundesländer vor.

Insgesamt nutzen schon heute 65 Prozent der volljährigen Bürger Niedersachsens regelmäßig die Möglichkeiten des Onlinebankings, das ist leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 69 Prozent. Der Anteil derer, die Onlinebanking gerne mehr oder überhaupt nutzen wollen, liegt wie im Bund bei 15 Prozent. "Sicherheit vor Betrug" mit 71 Prozent (Bund: 73 Prozent) und "Datenschutz/Privatsphäre" mit 66 Prozent (Bund: 69 Prozent) werden insgesamt als wichtigste Kriterien für digitale Nutzungsmöglichkeiten im Internet priorisiert. Jan Mackenberg, Vorstand der Volksbank eG, Osterholz-Scharmbeck, zu den Ergebnissen. "Wir müssen die Menschen bei ihren Zweifeln abholen, wenn wir noch mehr niedersächsische Bürgerinnen und Bürger von den Vorteilen des digitalen Bankings überzeugen wollen. Das lohnt sich, weil die Menschen Sicherheit, Flexibilität und Selbstbestimmung gewinnen. Gerade als Genossenschaftsbanken sehen wir uns hier in der Pflicht."

Dafür seien die Genossenschaftsbanken prädestiniert, da Regionalbanken wie die Volksbanken und Raiffeisenbanken mit Abstand das höchste Vertrauen genießen. 60 Prozent der Befragten in Niedersachsen (Bund: 58 Prozent) gaben an, diesen Banken am meisten zu vertrauen, gefolgt von den Direktbanken mit 23 Prozent (Bund: 24 Prozent) und Großbanken mit 21 Prozent (Bund 28 Prozent). FinTechs mit zwei Prozent und BigTechs mit sieben Prozent belegen weit abgeschlagen die hinteren Ränge.

Unabhängig von der Intensität der Nutzung des digitalen Bankings erwarten 65 Prozent der Befragten in Niedersachsen Unterstützungsangebote ihrer Bank (Bund: 61 Prozent). Mit Unterstützung der Verbände planen die Genossenschaftsbanken daher im Jahr 2020 eine Kampagne, um die digitalen Angebote noch stärker in das Bewusstsein von Mitgliedern und Kunden zu bringen.

Eine Bestätigung sehen die Genossenschaftsbanken insbesondere mit Blick auf ihre "Omnikanalstrategie". 60 Prozent der Befragten in Niedersachsen (Bund: 58 Prozent) wollen auf Filialen nicht verzichten, bei persönlichen Ansprechpartner*innen sind es 59 Prozent (Bund: 55 Prozent). 76 Prozent (Bund: 70 Prozent) erwarten von ihrer Bank ausdrücklich sowohl die Möglichkeit, digitale Kanäle zu nutzen, als auch persönliche Ansprechpartner*innen in der Filiale vor Ort. Entscheidend für die Nutzung wird sein, durch entsprechende Unterstützungsangebote das Vertrauen in die eigenen digitalen Kompetenzen zu stärken. Laut der Umfrage schätzen 37 Prozent der volljährigen Bürger Niedersachsens diese als eher gering oder sehr gering ein (Bund: 33 Prozent). 16 Prozent halten die eigene digitale Kompetenz für sehr groß (Bund: 18 Prozent).

Bei der Frage nach dem Einfluss der Corona-Krise auf die Abwicklung von Bankgeschäften über digitale Kanäle lohnt angesichts einer aktuellen Nutzungsquote von 65 Prozent in Niedersachsen der Blick auf Details. 11 Prozent (Bund: 13 Prozent) bzw. 28 Prozent (Bund: 24 Prozent) geben an, Online- und Mobile Banking jetzt mehr zu nutzen oder nutzen zu wollen. Mackenberg: "Diesen Rückenwind wollen wir nutzen. Viele Menschen haben in den zurückliegenden Wochen gute Erfahrungen mit den digitalen Nutzungsmöglichkeiten gemacht. Sie haben gesehen, wie sicher und komfortabel Teile des Bankgeschäfts von zu Hause aus funktionieren. Aber es gibt auch Bereiche, da braucht es den persönlichen Austausch und die Beratung. Deswegen geht für uns kein Weg an einer Omnikanalstrategie vorbei. Auch die Filialen haben einen festen Platz in unserem Leistungsangebot."

* Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2047 Personen zwischen dem 14. und 16.04.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Mit freundlichen Grüßen
i. V. Asmus Schütt
Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.
Bereichsleiter Kommunikation & Change
Verwaltungssitz Düsseldorf
Peter-Müller-Straße 26, 40468 Düsseldorf
Telefon: +49 211 16091-4650
Mobil: +49 151 64932054

E-Mail: asmus.schuett@genossenschaftsverband.de

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