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17.01.2019 – 10:11

Turismo de Tenerife

Alexander von Humboldt: Im Jubiläumsjahr 2019 auf Teneriffa allgegenwärtig

Alexander von Humboldt: Im Jubiläumsjahr 2019 auf Teneriffa allgegenwärtig
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Alexander von Humboldt: Im Jubiläumsjahr 2019 auf Teneriffa allgegenwärtig

Der große deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt wurde vor genau 250 Jahren ( 14. September 1769) in Berlin geboren, starb vor genau 160 Jahren (6. Mai 1859) ebendort, und auch sein Aufenthalt auf Teneriffa im Jahr 1799 jährt sich im Juni 2019 bereits zum 220. Mal.

Santa Cruz de Tenerife/ Frankfurt, 17. Januar 2019.

Das spannende Leben des letzten Universalgelehrten Alexander von Humboldt endete vor 160 Jahren in Berlin. Nicht nur Deutschland feiert deshalb das Humboldtjahr, sondern auch Teneriffa ehrt einen der größten Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Der Grund: Die Insel des ewigen Frühlings war seine erste Station auf dem Weg zu einer fünfjährigen Amerika-Forschungsreise, die er von La Coruña aus mit der Fregatte Pizarro antrat.

Genau wie in Berlin, wo im Laufe des Jahres 2019 zahlreiche Humboldt-Veranstaltungen und -ausstellungen stattfinden, feiert auch Teneriffa den berühmten Forscher:

- 21. Januar um 18:00 Uhr: Vorführung der Dokumentation "Humboldts Aufenthalt 
  auf Teneriffa" im Gebäude der Fundación Orotava de Historia de La Ciencia, La 
  Orotava   
- 21. März um 19:30 Uhr: Das Frühlingsfestival im Castillo San Felipe in 
  Puerto de la Cruz ist diesmal Alexander von Humboldt gewidmet.  Es beinhaltet 
  eine Ausstellung "Wald und Wasser" der deutschen Malerin Brigitte Beier, die 
  ihren Zweitwohnsitz auf Teneriffa hat.   
- 6. Mai: Eröffnung der Humboldt-Ecke in der Stadtbibliothek La Orotava   
- 17. Juni: "Humboldts Aufenthalt auf Teneriffa", Vortrag von Isidoro Sánchez 
  im Casino de Santa Cruz de Tenerife   
- 19. Juni: Feierlichkeiten zu Ehren des 220. Jubiläums der Ankunft von 
  Humboldt im Hafen von Santa Cruz de Tenerife   
- 20. Juni: Humboldt-Veranstaltung im Jardín Bótanico in La Orotava, Puerto de
  la Cruz   
- 23. Juni: Blumengabe zu Ehren Humboldts im Orchideengarten Jardín Sitio 
  Litre in Puerto de la Cruz     

Auf dem Weg in die neue Welt blieb Humboldt im Juni 1799 fast eine Woche lang auf Teneriffa, erklomm mit seinem Expeditionstrupp und einer Gruppe Maultieren den höchsten Berg Spaniens, den Pico del Teide, und besuchte unter anderem die Orte La Orotava, La Laguna und Santa Cruz. Dort galt sein Interesse vor allem dem Botanischen Garten, der dazu diente, tropische Pflanzen zu akklimatisieren, bevor diese nach Europa gebracht wurden. Ein glücklicher Gedanke, wie Humboldt bemerkte, um nützliche Pflanzen nach Europa einzuführen. Und die Insel gefiel ihm sehr: Bei seinem Abstieg durch das Orotava-Tal pries er die Schönheit der Insel und bezeichnete Teneriffa als herrliches Land!

Nichts Majestätischeres habe er gesehen, weder am Ufer des Orinoco, noch in den Cordilleren von Peru, noch nachdem er die schönsten Täler Mexikos durchwandert habe. Der Student der Viadrina-Universität in Frankfurt/Oder war getrieben von Forscherdrang und Reiselust und ahnte als Vordenker einer globalisierten Zeit bereits damals voraus, wie die Zukunft Teneriffas aussehen könnte: Er berichtete, dass der Naturalist Anderson den europäischen Ärzten raten würde, ihre Kranken und Erholungsuchenden auf die Insel Teneriffa zu schicken, wegen des außerordentlich milden und gleichförmigen Klimas der Kanaren.

Eine Woche auf Teneriffa: Die Entdeckung der Geobotanik

"Gestern Nacht kam ich vom Pik zurück. Welch ein Anblick! Welch ein Genuss!"

So erlebte Alexander von Humboldt seine Besteigung des Pico de Teide im Juni des Jahres 1799. Der jetzige Nationalpark rund um den Vulkan war nur eine seiner Stationen auf Teneriffa. Hier entdeckte er eine bis dahin nicht erkannte Besonderheit: die Gesetze der Geobotanik. Während seines einwöchigen Aufenthalts, ausgefüllt mit zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen, bereiste er auch den Wallfahrtsort Candelaria und besuchte den Botanischen Garten (Jardín Botánico) in Puerto de la Cruz, der bereits 1788 angelegt wurde. Auf seinem Abstieg in das fruchtbare Tal von Tacoronte, beschrieb er Teneriffa als "ein herrliches Land, ich habe bisher nichts Majestätischeres gefunden".

Stationen des deutschen Reisegenies auf Teneriffa

Einen spektakulären Ausblick auf das üppige Orotava-Tal hatte Humboldt auf dem Ritt von Tacoronte in Richtung Teide. Die einzigartige Schönheit des "Balkons von Teneriffa" beschrieb er als "anziehendes, durch die Verteilung von Grün und Felsmassen so harmonisches Gemälde". Diesen einmaligen Blick können Reisende auf der Fahrt von La Orotava zum östlichen Ortsteil La Cuesta de la Villa von vielen Stellen aus nachvollziehen. Begeistert war Humboldt auch von dem bereits vor mehr als 230 Jahren geschaffenen Orchideengarten "Sitio Litre" in Puerto de la Cruz.

Das Haus seiner Gastfamilie auf Teneriffa kann heute als "Hotel Marquesa" in Puerto de la Cruz besucht werden. Die stilvolle Eingangshalle zeugt noch heute vom Glanz des 19. Jahrhunderts und seiner Entdecker. (Calle Quintana 11, 38400 Puerto de la Cruz, Telefon: +34 922 383 151).

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