Stiftung Menschen für Menschen Schweiz

Ein Leben ohne Prostitution: Menschen für Menschen Schweiz schafft 100 Arbeitsstellen für Armutsprostituierte

Menschen für Menschen Schweiz schafft 100 Arbeitsstellen für Armutsprostituierte / (Foto: Menschen für Menschen Schweiz) Nat Fanta, 24, geht in der Stadt Shewarobit der Armutsprostitution nach. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/114446 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle... mehr

Zürich (ots) - Hilflos, ausgeliefert und ohne Perspektive - dieses Schicksal teilen Hunderte Armutsprostituierte in der Kleinstadt Shewarobit im nördlichen Äthiopien. Ein rasantes Bevölkerungswachstum um 6500 Menschen innerhalb von nur drei Jahren, auf insgesamt über 50'000 Einwohner, hat die Lebensumstände und Gesundheitssituation im Stadtgebiet dramatisch verschärft - unfassbare Armut und katastrophale Hygienezustände prägen seither das Leben der Bewohner. Besonders betroffen davon sind mittellose Frauen, die ihre jungen Körper verkaufen müssen, um überleben und ihre Kinder ernähren zu können. Eine von ihnen ist die 24-jährige Nat Fanta - sie ist als alleinerziehende Mutter buchstäblich in ihrem Leben als Sexarbeiterin gefangen. Hoffnung gibt ihr jetzt das neue WASH-Projekt (Wasser, sanitäre Anlagen, Hygiene) von Menschen für Menschen Schweiz, das mit einem integrierten Ansatz sowohl das gravierende Hygieneproblem löst und den ärmsten der armen Frauen den Absprung aus der Prostitution ermöglicht. Insgesamt 100 neue Arbeitsstellen schafft Menschen für Menschen Schweiz damit für mittellose Frauen wie Nat Fanta.

Aufgerissene Kondomverpackungen liegen auf dem kalten Lehmboden, der stechende Geruch von Urin liegt in der Luft, ein verschlissenes Bett in einer dunklen Spelunke - das ist der Arbeitsplatz von Nat Fanta. Sie ist eine von rund 700 Armutsprostituierten in Shewarobit. Bereits mit 15 Jahren verliess Nat ihre Heimat auf dem Land, um in der Kleinstadt ihr Glück zu finden. Doch ohne ein Dach über dem Kopf und ohne eine Lebensgrundlage rutschte sie schnell in die Prostitution. Die 24-jährige alleinerziehende Mutter ist ihrem Leben als Armutsprostituierte hilflos ausgeliefert. Nat Fanta: "Ich fühle mich in meinem Leben gefangen wie in einer Falle." Dank des neuen WASH-Projekts von Menschen für Menschen Schweiz erhalten Nat und unzählige andere junge Frauen in Shewarobit wieder eine Perspektive. Denn die Stiftung ermöglicht ihnen eine Gastronomieausbildung und einen Arbeitsplatz in den Cafés sogenannter WASH-Center, die sie in der Kleinstadt errichtet.

Mit den WASH-Centern verfolgt Menschen für Menschen Schweiz einen dualen Ansatz. Zum einen ermöglichen sie Armutsprostituierten den Start in ein selbstbestimmtes Leben, zum anderen bekämpfen sie die katastrophale Hygienesituation der Bevölkerung vor Ort. In verschiedenen Stadtteilen Shewarobits werden solche Center den Einwohnern künftig den Zugang zu öffentlichen Duschen und Toiletten ermöglichen. Das dort entstehende Biogas wird wiederum für den Küchenbetrieb der WASH-Cafés genutzt, die von Frauenkooperativen betrieben werden. Nat Fanta und andere Armutsprostituierte haben hier die Möglichkeit, sich zusammenzuschliessen und sich selbstständig aus der Armut zu befreien. Menschen für Menschen Schweiz gibt ihnen die nötige Grundausbildung dazu und betreut ihre Kinder ausserdem in einer eigenen Krippe. So wird WASH zu einer wirkungsvollen Massnahme im Kampf für Hygiene, Gesundheit und ein menschenwürdiges Leben - für Nat Fanta und Hunderten Menschen vor Ort!

Die ganze Geschichte von Nat Fantas Schicksal in Ton und Bild und alle Informationen rund um das neue WASH-Projekt sind online unter www.menschenfuermenschen.ch/ und im aktuellen Nagaya Magazin unter www.menschenfuermenschen.ch/category/nagaya-magazine/ verfügbar.

Pressekontakt:

Herr Kelsang Kone, Leiter Kommunikation
k.kone@mfm-schweiz.ch, Tel.: +41 43 499 10 60

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