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forsa-Umfrage: Heizungslabel erhöht Beratungsbedarf

Ab September werden Effizienzlabel auch für Heizgeräte Pflicht: Verbraucher sollten sich beraten lassen. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/112647 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Zukunft ERDGAS e. V. / Thinkstock"

Berlin (ots) - Jüngst hat die Verbraucherzentrale NRW das zum September geplante EU-Energieeffizienzlabel für neue Heizungen als "für Verbraucher wenig hilfreich" kritisiert*. Dies bestätigen nun auch aktuelle Zahlen einer forsa-Umfrage im Auftrag von Zukunft ERDGAS. Demnach interpretieren die Verbraucher das Effizienzlabel höchst unterschiedlich.

In einer repräsentativen Befragung hat das Institut forsa ermittelt, was Verbraucher unter einer "guten Effizienzklasse" bei Heizungen verstehen. 45 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass hiermit die besonders effiziente Umwandlung des Energieträgers in Wärme gemeint sei. 30 Prozent der Befragten sehen in einer guten Effizienzklasse einen Hinweis auf besonders ökologisches Heizen, 19 Prozent meinen, ein grünes Label weise auf eine besonders kostengünstige Heizung hin. Tatsächlich aber werden für das Heizungslabel - anders als bei Kühlschränken - verschiedene Gerätetypen pauschal in verschiedene Klassen eingeordnet, abhängig von der Einbindung erneuerbarer Energien und vom Wirkungsgrad der Technologie. Nicht berücksichtigt werden dabei für Verbraucher relevante Faktoren wie Betriebskosten und Klimabilanz.

Ein Beispiel macht deutlich, wie leicht das Effizienzlabel zu Missverständnissen führen kann: Eine Erdgas-Brennwertheizung mit Solarthermie erhält ab September das sehr gute Label A+, die Split-Elektrowärmepumpe das noch bessere Label A++. Doch eine vergleichende Modellrechnung der Studie Modernisierungskompass vom Institut für technische Gebäudeausrüstung zeigt: Das bessere Label ist in diesem Fall mit Blick auf Kosten und Klima die schlechtere Wahl. Die Elektrowärmepumpe ist nicht nur teurer in der Anschaffung, sie bringt auch höhere Betriebskosten mit sich. Und sogar bei der Umweltbelastung schneidet die Kombination Erdgas und Solar besser ab.

"Modernisierer und Bauherren sollten sich fachkundig beraten lassen. Das Heizungslabel kann nur ein Baustein einer fundierten Entscheidung sein. Hier kommt es auch auf effiziente Technik, einen kostengünstigen und sauberen Energieträger und die gute Einbindung im Haus an. Wer Kosten sparen und die Umwelt schonen möchte, ist mit einer modernen Erdgas-Heizung auf der sicheren Seite", rät Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS e.V.

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Über Zukunft ERDGAS e.V.

Zukunft ERDGAS e.V. ist die Initiative der deutschen Erdgaswirtschaft. Erdgas ist in Deutschland Heizenergie Nummer eins. Drei Viertel aller neu installierten Heizungen nutzen den klimaschonenden und kostengünstigen Energieträger. Zukunft ERDGAS setzt sich dafür ein, dass die Potenziale des Energieträgers Erdgas auch in Zukunft genutzt werden und informiert über die Chancen und Möglichkeiten, die Erdgas für die Energiewende und den Energiemix der Zukunft bietet. Getragen wird Zukunft ERDGAS von führenden Unternehmen der Erdgaswirtschaft wie Importeuren, Regionalversorgern und Stadtwerken. Die Heizgeräteindustrie und das Handwerk unterstützen die Initiative als Partner.

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