Stiftung Zollverein

Dramen der Moderne
Kulturprogramm zur Ausstellung "1914 - Mitten in Europa"

Dramen der Moderne / Kulturprogramm zur Ausstellung "1914 - Mitten in Europa"
14/18 Die Welt in Brand - Theatercollage in Bewegung. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/112586 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Stiftung Zollverein/Catrin Mackowski"

Essen (ots) - Begleitend zur großen Publikumsausstellung "1914 - Mitten in Europa", die bis zum 26. Oktober 2014 den Ersten Weltkrieg und die ihn begleitenden gewaltigen gesellschaftlichen Umwälzungen thematisiert, präsentieren die Stiftung Zollverein und das Ruhr Museum in Kooperation mit dem LVR-Industriemuseum ein begleitendes Kulturprogramm. Theaterschaffende, DJs, Videokünstler, Musiker und Studierende, unter anderem der Folkwang Universität der Künste, setzen sich in drei spannenden Produktionen mit Ursachen und Wirkungen des Ersten Weltkrieges auseinander und beleuchten den Zusammenhang von Gewalt, Kunst, Medialität und Moderne.

Wie sahen zeitgenössische Sichtweisen und künstlerische Herangehensweisen an die Schreckensereignisse einer Zeit aus, in der technische Innovationen gerade erst begonnen haben, Raum und Zeit zu negieren? Und wie geht eine neue Generation von Künstlern damit um, die es gewohnt ist, dass in Echtzeit aus der ganzen Welt berichtet wird? Aus verschiedenen künstlerischen Perspektiven spüren die Veranstaltungen, die zugleich Bestandteil der Reihe "1914 - Schönheit und Schrecken" des Kulturbüros Essen sind, den Zusammenhängen von Gewalt, Kunst, Medialität und Moderne nach.

Das Stationen-Theater "14/18 - Die Welt in Brand. Theatercollage in Bewegung" ist eine multimediale Annäherung an den Ersten Weltkrieg und eine Auseinandersetzung mit der Frage, auf welche Weise sich zeitgenössische Künstler mit den Ereignissen ihrer Zeit auseinandergesetzt haben und auf welche Weise sich die heutige Generation - im Zeitalter von Internet und Twitter - ein Bild von den Schreckensereignissen des Krieges machen. Dramaturg Gerold Theobalt hat verschiedene Künstler-Stimmen der Kriegsgeneration zu einer szenischen Collage zusammengetragen: von Otto Dix über Max Beckmann, bis hin zu Oscar Kokoschka, von Erich Maria Remarque, Ford Maddox Ford bis hin zu Michail Bulgakow. Zusammen mit Studierenden der Studiengänge Schauspiel, Musik und Tanz der Folkwang Universität der Künste und des Instituts für Bewegtbildstudien der FH Dortmund inszeniert Regisseur Johannes Klaus diese Szenen inmitten der schwerindustriellen Atmosphäre der Kokerei Zollverein. Ein wichtiger Teil des Regiekonzepts sind dabei filmische Interventionen, mit denen der Dortmunder Filmemacher Adolf Winkelmann und seine Kamerateams aktiv in das Spielgeschehen eingreifen und unsere Sichtweise auf vergangene, aber auch aktuelle Kriege thematisieren. "14/18 - Die Welt in Brand" wird am 2. und 3. Juli sowie vom 14. bis zum 17. Juli 2014 an verschiedenen Stationen auf der Kokerei Zollverein zur Aufführung gebracht.

Auf der Grundlage von Feldpostbriefen rekonstruiert das niederländische Theaterkollektiv "Hotel Modern" zusammen mit dem Komponisten Arthur Sauer Szenen aus dem Ersten Weltkrieg. Der Live-Animationsfilm "The Great War" ist eine Kombination aus Video, Musik und Objekttheater. Mit verblüffender Erfindungsgabe stellen die Künstler - mit einem Werkzeugkasten bewaffnet - den Grabenkrieg nach und verwandeln die Bühne im Salzlager auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein am 6. und 7. Juli 2014 in einen winzigen und zugleich gigantischen Kriegsschauplatz. In Echtzeit werden auf eine große Leinwand beeindruckende Videobilder projiziert. Der "Geräusche-Macher" und Komponist Arthur Sauer liefert den Soundtrack: Bild und Ton werden zudem von gesprochenen Zeugenaussagen durchsetzt.

Der Film "Metropolis" von Fritz Lang bildet mit seinen visionären Bildern den Höhepunkt des deutschen Expressionismus und ist Teil des UNESCO-Dokumentenerbes "Das Gedächtnis der Menschheit". 1927 uraufgeführt, gilt Metropolis als die vielleicht bekannteste Parabel auf die Dialektik zwischen Unterdrückung und Freiheit in der modernen industrialisierten Welt. Musikalisch begleitet wird der Stummfilm live von dem ACTUEL REMIX der DJs Xavier Garcia und Guy Villerd, die den ACTUAL REMIX Soundtrack von Iannis Xenakis und Richie Hawtin remixen. Die Einleitung in das Kino-Konzert gestaltet der Kunsthistoriker und Medientheoretiker Prof. Dr. Jürgen Müller (TU Dresden) mit seiner Neuinterpretation des Filmklassikers.

Veranstaltung: 14/18 - Die Welt in Brand. Theatercollage in Bewegung 
Zeit: Mi, 02.07. / Do, 03.07. / Mo, 14.07. / Di, 15.7. / Mi 16.7. / 
Do, 17.07.2014, jeweils 20.30 Uhr 
Veranstaltung: Hotel Modern & Arthur Sauer: "The Great War". 
Figurentheaterprojekt 
Zeit: So, 06.07. und Mo, 07.07.2014, jeweils 20 Uhr 
Veranstaltung: "Metropolis". Kino-Konzert 
Zeit: Do, 10.07. und Fr, 11.07.2014, jeweils 20 Uhr 
   Für alle Veranstaltungen:

   Eintritt: 20 EUR [erm. 15 EUR] 
   Veranstalter: Stiftung Zollverein und Ruhr Museum in Kooperation 
   mit dem LVR-Industriemuseum 
   Info: Fon +49 201 2 4 6 8 10 / info@zollverein.de / 
www.zollverein.de 
   Tickets: Fon +49 0201 8122-200 / tickets@theater-essen.de sowie an
   allen bekannten Vorverkaufsstellen über CTS 
   Ort: Areal C [Kokerei], Salzlager [C88] 

Pressekontakt:

Stiftung Zollverein
Kommunikation und Marketing
Ute Durchholz
Fon +49 201 246 81-121

ute.durchholz@zollverein.de

Original-Content von: Stiftung Zollverein, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Stiftung Zollverein

Das könnte Sie auch interessieren: