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Der Frühling ist da: Wie schütze ich mich vor Schäden durch Zeckenstiche?

Prof. Dr. Georg Sprinzl, Leiter der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Karl Landsteiner Privat Universität, Landesklinikum St. Pölten. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/110421 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei.... mehr

München (ots) - Der Frühling ist da und die Natur ist aufgewacht - nach einem milden Winter bringt diese Entwicklung aber nicht nur positive Begleiterscheinungen mit sich. Gemessen an der Jahreszeit haben sich die Zeckenaktivitäten außergewöhnlich erhöht. Fast ganz Süddeutschland, Teile Hessens und von Rheinland-Pfalz sowie Teile Österreichs sind FSME-Verbreitungsgebiete. Hier gilt besondere Vorsicht, denn Zecken sind nicht nur lästig, sondern übertragen auch gefährliche Krankheitserreger wie zum Beispiel das FSME-Virus. Dieses Virus greift das zentrale Nervensystem des Menschen an und kann bei einem schweren Verlauf zu drastischen Langzeitschäden wie Lähmungen der Extremitäten oder unter anderem auch Hörverlust führen. Deshalb ist es wichtig, sich umfangreich vor Zeckenstichen zu schützen. Eine einfache und effektive Möglichkeit ist eine Schutzimpfung.

Was ist FSME und welche Folgen kann eine Erkrankung haben?

Die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit. Es führt jedoch nicht jeder Stich zu einer Infektion, bei rund 30 % der Infizierten treten Krankheitserscheinungen auf. Da sich Kinder oft dort aufhalten, wo Zecken zu finden sind, sind sie besonders gefährdet und gehören zur Risikogruppe. Die FSME selbst verläuft gerade bei älteren Menschen häufig folgenschwerer. In der Regel durchlebt ein FSME-Patient zwei Stadien während der Krankheit: Im ersten Stadium zeigt ein Betroffener Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Wer Glück hat, hat die Erkrankung nach Abklingen dieser Beschwerden überstanden. Im zweiten Stadium kann das Virus jedoch das zentrale Nervensystem befallen. Es kann zu einer Meningitis, einer sogenannten Hirnhautentzündung oder noch schlimmer, zu einer Gehirnentzündung kommen. Neben den Symptomen einer Hirnhautentzündung, wie hohem Fieber, Kopfschmerzen oder einem steifen Nacken, können weitere Beschwerden wie Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen, psychische Veränderungen oder Teillähmungen am Körper auftreten. Wer eine FSME-Infektion überstanden hat, wird oft mit den Spätfolgen der Erkrankung wie Lähmungserscheinungen, Schwerhörigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit oder anderen Beeinträchtigungen des Nervensystems konfrontiert.

"Eltern sollten darauf achten, dass Kinder nicht ungeschützt z.B. im Wald spielen. Vor dem zu Bett gehen sollte der Körper auf mögliche Zeckenstiche untersucht werden. Gerade bei älteren Menschen kann eine FSME-Erkrankung schwere Spätfolgen verursachen. Es können eine Vielzahl unterschiedlicher körperlicher, psychischer und kognitiver Symptome in individueller Kombination auftreten. Funktionsstörungen des Gehörs wie beispielsweise Schwerhörigkeit, Tinnitus und Gleichgewichtsstörungen zählen ebenfalls zu den Symptomen", so Prof. Dr. Georg Sprinzl, Leiter der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Karl Landsteiner Privat Universität, Landesklinikum St. Pölten.

Wie schütze ich mich vor FSME?

Zunächst ist eine Zeckenschutzimpfung essentiell: Die Impfung wird allen Erwachsenen sowie Kindern ab sechs Jahren empfohlen, die sich häufig in Risikogebieten aufhalten oder ihren Urlaub dort verbringen. Sie kann in drei Schritten durchgeführt werden. Die ersten beiden Impfungen sollten in einem Abstand von einem bis maximal drei Monaten stattfinden. Die dritte Impfung wird nach fünf bis zwölf Monaten durchgeführt.

Um sich einfach aber effektiv vor Zeckenstichen zu schützen, hilft es auch, folgende Tipps zu befolgen:

   - Den besten Schutz gegen die Blutsauger bietet lange, 
     geschlossene Kleidung. Bei der Gartenarbeit empfiehlt sich 
     geschlossenes, glattes Schuhwerk, an dessen Oberfläche die 
     Zecken kaum Halt finden.
   - Zeckenschutzmittel in Form von Cremes oder Lotionen allein 
     reichen nicht aus. Sie sind nur ein ergänzender Schutz und 
     wirken meist nur über einen kurzen Zeitraum.
   - Zecken kommen überall dort vor, wo sich ihre Wirte wie kleine 
     Nager und Vögel aufhalten.
   - Wenn die Zecke dann doch gebissen hat gilt: Hände weg von Ölen 
     oder Klebstoff. Solche alten Hausrezepte töten die Zecke zwar 
     ab, eine sterbende Zecke führt dem Körper aber erst recht viele 
     Krankheitserreger zu.
   - Bei der Zeckenentfernung sind Pinzette oder Zeckenzange die 
     geeigneten Hilfsmittel. Wer nicht selbst Hand anlegen will, 
     sollte sich an einen Arzt wenden. Dieser untersucht auch gleich,
     ob die Wunde mit Krankheitserregern infiziert ist. 

Bei allen Vorsichtsmaßnahmen und Impfschutz gilt trotzdem: Sobald sich erste Symptome einer FSME zeigen, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden.

beat the silence - Der Stille entgegentreten

Die Initiative beat the silence möchte Hörverlust als Barriere für Kommunikation überwinden und Hilfe anbieten. Auf den verschiedenen Kanälen der Initiative können sich Betroffene und deren Angehörige über das Thema Hörverlust informieren und austauschen. Unterstützt wird beat the silence vom Hörimplantathersteller MED-EL. Das Herzstück der Initiative bildet die Website www.beat-the-silence.org. Dank einer klaren und einfachen Navigationsstruktur werden die Besucher über verschiedene Menüpunkte zu unterschiedlichsten Themen im Zusammenhang mit dem Wert guten Hörens aufgeklärt. Neben der Website kommuniziert die Initiative beat the silence vor allem über ihren Facebook- und Twitter-Account sowie den eigenen YouTube-Channel.

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