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Thüringische Landeszeitung: Neue Republikaner - Wähler ist der AfD-Querelen überdrüssig
Kommentar von Axel Zacharias zum aktuellen Umfragetief für die AfD und den Streit um Thüringens Landeschef Höcke

Weimar (ots) - Wenn man die AfD, so wie sie Parteichef Bernd Lucke vorschwebt, von außen her charakterisieren will, dann soll es sich wohl um eine neue FDP der konservativen Art handeln. Diese Vision ist ernsthaft in Gefahr, denn zunehmend bestimmen Nationalkonservative und Ausländerfeinde die Richtung. Der liberale Grundgedanke ist wohl ins Abseits geraten.

Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke. Seine Weigerung, eine eidesstattliche Erklärung zu Kontakten ins rechtsextreme Milieu abzugeben, macht eine weitere Konfrontationslinie zum Bundesvorstand auf und spricht Bände. Schon zuvor hatte es nach der von Höcke mitinitiierten "Erfurter Resolution", die eine stärkere rechtsnationale Ausrichtung der Partei fordert, im Verhältnis zu Lucke gekracht.

Dass nun die AfD nach dem Rückzug Hans-Olaf Henkels aus dem Bundesvorstand in ein Umfragetief sackt, ist Ausdruck jener Querelen, deren der Wähler überdrüssig ist. Der wollte ursprünglich eine EU- und Euro-kritische Partei, mitnichten aber neue Republikaner.

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