Thüringische Landeszeitung

Thüringische Landeszeitung: "Gaucho"-Theater
Kommentar von Fabian Klaus zum Berliner #gauchogate

Weimar (ots) - Wer zum Lachen in den Keller geht, der soll dort bitte bleiben. Solange, bis dieser Shitstorm, der über die Fußball-Weltmeister und ihren "Gaucho-Tanz" hereingebrochen ist, hoffentlich endlich ein Ende hat.

Irgendwie beschlich einen seit Sonntagabend das Gefühl, dass das Haar in der Weltmeistersuppe noch gefunden wird. Und dann ist es tatsächlich die Inszenierung auf der Fanmeile, als Klose und Co. ihren Gaucho-Tanz vollführen, der sich an das Kinderlied "Ich kenne einen Cowboy, der Cowboy der heißt Bill" anlehnt. Nichts ist belangloser, als der Text vom Cowboy Bill - aber der Shitstorm bricht, und irgendwie ist das typisch deutsch, um des Shitstorms Willen über die freudetrunkenen Weltmeister herein. Die haben wochenlang die Knochen hingehalten, um einem ganzen Land Freude zu bereiten. Jetzt soll man die Jungs doch bitte ihren Triumph mit ihren Fans feiern lassen, die sie bei dieser Weltmeisterschaft unterstützt haben. Das bekannte Kinderlied "Heile, heile Gänschen" passt nicht zu den Jubelarien über diesen Weltmeistertitel, der unter körperlich höchsten Strapazen errungen wurde. Der Gaucho-Tanz war ein belangloser Scherz, über den selbst die Argentinier lachen konnten. Deshalb: Schluss mit dem "Gaucho-Theater". Diese Mannschaft war eine großartige Werbung für die gesamte Nation.

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