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Thüringische Landeszeitung: Kommentar: Matteo Renzi steht vor gewaltigen Aufgaben

Weimar (ots) - Der italienische Präsident Napolitano hat es nicht leicht. Schon wieder muss er einen Ministerpräsidenten aus dem Amt ziehen lassen. Schon wieder steuert Italien auf eine neue Regierung zu, diesmal mit dem jüngsten Ministerpräsidenten in der Geschichte des Landes. Damit steckt das südeuropäische Land nicht einmal ein Jahr nach der schwierigen Regierungsbildung nach den letzten Parlamentswahlen erneut in einer politischen Krise.

Der junge Bürgermeister von Florenz ist ein Querkopf und könnte neuen Reformwind durch Italien wehen lassen, doch ob er den gewaltigen Aufgaben in dem Krisenland gewachsen ist - dem geringen Wachstum, dem riesigen Schuldenberg, der trägen Justiz oder dem ungerechten Steuersystem - ist abzuwarten. An Erfahrung mangelt es Renzi jedenfalls noch.

Interessant wird auch sein, wie Silvio Berlusconi mit dem neuen Stern am politischen Himmel umgeht. Rechtskräftig wegen Betruges verurteilt und aus dem Senat geworfen, hatte Berlusconi seine Partei aus der Regierungskoalition zurückgezogen - und Letta damit geschwächt. Mit Renzi versteht sich Berlusconi, zusammen haben sie bereits die Grundlage für eine dringende Wahlrechtsreform gelegt.

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