DFI - Deutsches Fussball Institut

WM 2014 Brasilien - Spielertest Endspieltauglichkeit
Testspiel Kamerum: Löw mit Podolski und Klose Neurose

Mit knallharter Analyse und Kriteriencheck zur richtigen Aufstellung. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/109807 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/DFI - Deutsches Fussball Institut"

Regensburg (ots) - DFI nennt zehn Fehler, die Jogi Löw nicht - schon wieder - machen sollte!

Deutschland hat die Spieler um bei der FIFA Fußballweltmeisterschaft in Brasilien den Titel zu holen. Allerdings ist die Konkurrenz so stark wie nie. Im Lande des Rekordweltmeisters wird in jeder Hinsicht ein außergewöhnliches Turnier stattfinden. Jogi Löw hat bei vergangenen EM- und WM-Turnieren nicht geglänzt, beim letzten blamablen Ausscheiden gegen ein schwaches Italien unterliefen ihm gleich reihenweise Fehler. DFI hat ein Zehn-Punkte-Programm aufgestellt, die Jogi Löws Chancen, Deutschland zur Weltmeisterschaft zu führen, erheblich verbessern würden.

Die detailierte Ausführung der Punkte können Sie auf www.fussball-instiut.de nachlesen.

1. Mit knallharter Analyse und Kriteriencheck zur richtigen Aufstellung. (Siehe Bild/Tabelle)

2. Ziel öffentlich definieren mit klarer Bekenntnis: Deutschland will Weltmeister werden.

Löw muss ohne wenn und aber erklären, dass er mit diesem Spielermaterial Weltmeister werden wird.

3. Löw muss die Körpersprache eines Alphatieres haben. Der Trainer ist der Leitwolf. Die Spieler brauchen eine starke Persönlichkeit, die Entschlossenheit und Siegessicherheit ausstrahlt.

4. Auf die aktuellen Fußballtrends reagieren. Niemanden etwas beweisen wollen und alle alten Löw-Zöpfe abschneiden, frei nach Ex-Kanzler Adenauer: "Was interessiert mich mein Wort von gestern, wenn ich es heute besser weiß."

Löw muss akzeptieren, dass er große Fehler gemacht hat. Löw soll nicht schon wieder beweisen wollen, dass er doch recht hat. Das hatten wir schon.

5. Spielsystem und Aufstellung von Anfang an auf die großen Kontrahenten, auf den amtierenden Weltmeister Spanien und auf den Rekordweltmeister mit Heimvorteil Brasilien, ausrichten. Der Plan, wie man Spanien oder Brasilien schlagen kann muss bereits jetzt stehen. Gegen diese Gegner ist die Auseinandersetzung so intensiv, da können nicht alle Spieler mithalten. Die endspieltauglichen Spieler müssen auch schon in den Spielen der Grupprenphase in die Startaufstellung, um sich einzuspielen. Spanien und Brasilien besitzen einen enormen Vorteil, das Spielsystem steht seit Jahren und die Mannschaft ist seit ebenso langer Zeit eingespielt.

6. Löws Katastrophenbilanz: Nur zwei Siege aus neun Spielen gegen die Titelfavoriten. Endlich aus den Pleiten die richtigen logischen Schlüsse und Konsequenzen ziehen.

Podolski und Klose und sind absolute NoGo´s für die Startaufstellung, da für die heutigen Spielsysteme viel zu langsam, unbeweglich und nicht ausgebildet. Özil ist Wackelkandidat, da er trotz technischen und körperlichen Qualitäten nicht dorthin geht, wo es weh tut. In den "Alles oder Nichts-Spielen" ist er regelmäßig schwach und wirkungslos.

7. Blockbildung aus Spielern des FC Bayern München und Borussia Dortmund als Notwendigkeit um die enormen Einspielvorteile vor allem von Spanien, aber auch von Brasilien, auszugleichen. Spielsystem ist vorgegeben.

Die großen Titel-Widersacher werden von Trainern der absoluten Weltklasse gecoacht. Löw hat da nicht im Ansatz Gleichwertiges zu bieten. Er muss also den Qualitätsnachteil, den er als Trainer mitbringt, ausgleichen. Hauptsächlich zwei Mittel stehen ihm da zur Verfügung. Blockbildung Bayerm und Dortmund, um deren Spitzenklasse in die Nationalmannschaft zu übertragen und Führungsspieler, die Verantwortung übernehmen dürfen.

8. 120 Minuten Hochgeschwindigkeit und Konzentration, hohe Ballbesitzquote, Tempo-Passspiel, Forechecking und versteckter Mittelstürmer sind die zeitgeistigen Zauberworte der erfolgreichen Vereinsteams. DelBosque, Scolari und Van Gaal werden damit brillieren. Löw auch?

In den Finalspielen wird es über die gesamte Spielzeit, auch in der Verlängerung, Schlachten mit Wahnsinnstempo geben ohne jede Erholungspause. In Brasilien ist gerade Winter. Es ist dort weniger heiß als in der EM 2010 in Österreich und Schweiz. Müller ist der ideale "verdeckte" Stürmer, mittlerweile eindeutig torgefährlicher als Klose und in der ständigen kollektiven Definsivarbeit, sprich Pressing, um ein Vielfaches wirkungsvoller. Für die Aussenbahn und die "10" gibt es ein phantastisches Spieler-Angebot mit Reus, Götze, Kroos, Lahm und Schürrle und auch Großkreutz.

9. Schwachpunkt Deutsche Abwehr - Verbesserung durch Spielsystem und Spielerauswahl.

Boateng höchstens auf der Aussenbahn. Für die Innenverteidigung bringt er zu viele negative Eigenschaften mit, vor allem Kopfballschwäche und auch Zweikampfschwäche im eigenen Strafraum, Nervosität und schnelle Verunsicherung mit enormen Leistungsabfall, wenn es in der deutschen Mannschaft nicht läuft. Die Abwehrarbeit fängt beim permanenten Pressing der gegnerischen Aufbauspieler an. Bereits auf die Abwehrspieler wird Druck, oft sogar mit Überzahl, ausgeübt. Das komplette Feldspielerteam ist eingebunden. Die notwendigen läuferischen Anforderungen sind in letzter Zeit überproprtional gestiegen.

10. Hierarchie auf dem Platz und Führungsspieler sind gefragt. Schweinsteiger und Hummels sollen die Führungsspieler sein, als Vetreter der Blöcke von Bayern und Dortmund und ganz wichtig mit Entscheidungsspielraum auf dem Spielfeld.

Testspiel Kamerum: Löw mit Podolski und Klose Neurose?

Spieleranalyse und Kommentar:

Roman Weidenfeller ist ein vollwertiger Ersatz für Manuel Neuer.

Innenverteidiger Mertesacker und Hummels sind eine klare Bestbesetzung, ruhig, kopfballstark, zweikampfstark, vor allem auch im eigenen Strafraum.

Jerome Boatengs schlechte Form setzt sich fort. Schwächster Spieler Deutschlands. Es nützt nichts, wenn er ein Tor vorbereitet, aber vorher ein Tor mitverschuldet. Ständiger Unsicherheitsfaktor, im Zentrum als Innenverteidiger untragbar, Chance als Außenverteidiger nicht genutzt. Katastrophen-Rückgabe aus der Bedrängnis. Greift die Gegenspieler nicht an, weicht ohne zu attackieren zurück, lässt so den Gegenspieler unbedrängt passen. Beim 0:1 wie ein Angsthase abgedreht, während sich beispielsweise die spanischen Spieler von Atletico und Real, wiederum die Hauptgegner bei der WM, ständig bei den Champions-League Finals bewusst in die Schüsse werfen, um sie abzublocken, beim 0:2 griff er den Torschützen nicht an, sondern wechselte zu einem anderen Gegenspieler, obwohl der Ballführende schon frei im Strafraum aufs Tor schießen konnte. Erik Durm spielte eine gute Partie, man weiß allerdings nicht, wie stark er in den Finals, auf die es ankommt, gegen Weltklasse besteht.

Sami Khedira noch etwas zurückhaltend, auch bei weitem nicht fehlerfrei, aber auf einem guten Weg, Leistungsträger.

Toni Kroos mit ansprechender Partie, nach vorne mit Pausen. Spielte wie Khedira auf der Sechs. Das ist nicht seine optimale Position, die ist ganz klar hinter den Spitzen, wo er beim FC Bayern seinen Stammplatz hat. Dort ist er um eine ganze Klasse besser als Özil. Auf der Sechs ist Kroos gegen die WM-Spitzenteams zu schwach, da dort der Offensiv- oder Konterdruck der Gegner immens ist und auf der "Sechs" dann hohe Defensivqualitäten vorhanden sein müssen. Kroos spielt von der Sechser Position gut nach vorne, kann aber nach hinten eine bedrängte Abwehr nicht stabilisieren. Die Sechs könnte derzeit nur Khedira, Schweinsteiger und mit Abstrichen Lahm spielen.

Mesut Özil Totalausfall, ohne Einsatz und Biss, reiner Schönspieler, der gegen schwache Mannschaften glänzt, gegen die Großen und gegen hart einsteigende, wie Kamerun, untergeht. Kämpft nicht für Deutschland, flog auch bei Real Madrid aus der 1. Mannschaft und musste nach England wechseln. Kroos gewann als Spielmacher hinter den Spitzen das Triple und stand mehrmals im Champions-League Finale. Özil gewann auf dieser Position nicht im Ansatz gleichwertiges. Trotzdem spielt er bei Löw auf der Kroos-Position. Marco Reus in der ersten Halbzeit mit sehr guten Szenen, in der zweiten war von ihm weniger zu sehen. Man spürt aber, dass er in Form ist. Aufgrund seiner spielerischen Klasse und seiner immensen Laufarbeit mit Stammplatz auf der Außenbahn und hinter der Spitze. Kann rochieren mit Müller, Schürrle, Kroos oder Götze.

Mario Götze wurde von Löw wie Kroos und Müller nicht auf seiner richtigen effektivsten Position aufgestellt. Er ist spiel- und dribbelstark, kann auf beiden Flügeln oder im vorderen Mittelfeld spielen und ist brandgefährlich, wenn er in den Strafraum hineingeht. Er ist aber kein verdeckter Mittelstürmer, zu klein und zu wenig robust, um gegen Leute wie Ramos oder Piqué zu bestehen, und auch um deren robustes geradliniges Aufbauspiel wirkungsvoll zu stören. Hatte in der 1. Halbzeit einen starken Auftritt bei seinem Pfostenschuss. Passt zu Reus, Müller, Kroos oder Schürrle.

Thomas Müller ist klare Nummer 1 auf der Mittelstürmerposition und erzielte dort auch sofort nach der Umstellung dorthin gegen die zweikampfstarken Afrikaner mit einem wuchtigen Kopfball den Ausgleich. In der Mitte so wertvoll, weil er durch seine Laufstärke und durch sein provozierend aggressives Forechecking selbst internationale Spitzenleute bei deren Spielaufbau von hinten wirkungsvoll verunsichert. Bei der letzten WM schon überragend, auch diese Saison erfolgreicher Torschütze in der Bundesliga, DFB Pokal und Champions League. Und Müller macht die wichtigen Tore, auch gegen Weltklassegegenspieler. Auf der Außenbahn gibt es genügend Alternativen, da ist sein Potenzial nicht genutzt. Selbst als reiner Mittelstürmer ist seine Torquote doppelt so erfolgreich, wie dieses Spieljahr Klose.

Mit Podolski, Klose und Özil ging Löw schon mehrmals baden

Man wird den Eindruck nicht los, dass Löw eine Klose- und Podolski-Neurose hat. Podolski spielte bei allen Spielen gegen große Mannschaften schlecht und verlor sein Duell gegen den direkten Gegenspieler. Schürrle spielt auf der Podolski Position eine Klasse besser, ist viel beweglicher und effizienter. Schürrle machte gerade in den wenigen erfolgreichen Spielen gegen die Großen, wie Brasilien und Argentinien und beim überragenden Viertelfinalspiel gegen Griechenland in der letzten EM eine ganz hervorragende Figur und schoss Tore. Durch seine Laufstärke lässt er auch seine Gegenspieler bei weitem nicht so wie Podolski ins Spiel kommen. Wenn Schürrle spielt können wir auch einen Mitfavoriten schlagen, wenn Podolski und Klose spielen, dann scheiden wir gegen die Big Four sang- und klanglos aus. Wann begreift Löw dies endlich. Er muss nur die zehn von ihm betreuten Spiele gegen die Titelfavoriten auswerten, 2 Siegen stehen 5 Niederlagen gegenüber. Da ist eindeutig herauszulesen mit welchen Spielern Endspiele zu gewinnen sind.

Löw schafft es immer irgendwie den Podolski zu bringen. Wenn Löw schon nicht für einen Titel taugt, dann will er wohl Podolski zum "Rekordnationalspieler ever" machen und dem in Kürze 36 Jahre alten, ständig schwerverletzten und bei Bayern München schon seit Jahren ausgemusterten Klose zum Weltmeisterschaften-Rekord-Torschützen. Gegen zweitklassige Vorrundengegner wie USA und Ghana schafft er beides auf Kosten der Mannschaft und der deutschen Titelchancen.

Müller ist als echter Mittelstürmer, bereits eine Klasse besser als Klose und macht deutlich mehr Tore. Weil Müller dem Löw-Liebling Klose sofort den Rang abläuft, darf er nicht auf dieser Position spielen, sondern muss als Außenstürmer ran, obwohl wir hier geradezu ein paradiesisches Überangebot von internationalen Topleuten mit Reus, Götze, Schürrle und Draxler haben. Weitere Fakten, Stefan Kießling, der auch Klose den Rang streitig machen könnte, ist bei Löw aus persönlichen, von niemand nachvollziehbaren, Gründen in Ungnade gefallen. Und nun noch der finale Trick, dann hat man den ausgelaugten Klose wieder im Team. Man nominiert auf der Mittelstürmerposition neben Klose überhaupt nur noch einen einzigen echten Stürmer den Nobody Kevin Volland von Hoffenheim, gibt diesem nie eine ernsthafte Chance, das "U21" Länderspiel gegen Polen kann man wohl nicht als solche sehen, und streicht ihn gleich wieder aus dem Kader.

Das heißt Kießling ausgebootet, Volland genauso schnell wieder weggezaubert, wie hergezaubert, Götze verheizt und Müller unnötig auf der überbesetzten Außenposition vergeuden und schon bleibt nur noch der Klose übrig, 36 Jahre, eine Verletzung jagt die andere, mit ganzen 7 Toren Platz 33 der italienischen Torschützenliste. Auf diesem Auslaufmodell baut der Löw´sche Trainerstab den Weltmeistertitel, frei nach Katja Ebstein "Wunder gibt es immer wieder".

Das Quartett Podolski, Klose, Özil und Müller ist völlig heterogen und kann nicht im Ansatz gegen das sich blind verstehende, ständig rochierende und international auf Weltklasse operierende Quartett Kroos, Müller, Götze und Reus mithalten. Mit normalen Menschenverstand nicht nachvollziehbar, wie man sich freiwillig so schwächt. Wie will denn Podolski und Klose rochieren, wenn sie auf ihrer Position schon läuferisch auf Finalniveau zu schwach sind. Podolski, Özil und Klose machen das deutsche Spiel statisch, berechenbar und sind eine Freude für Luiz, Ramos & Co, und höchstens gefürchtet von Aserbeidschan und den Färöer Inseln.

Im Testspiel gegen das drittklassige Armenien, Weltranglistenplatz 38, kann man dann schön wieder alles beweisen. Da setzt man dann seine Lieblingsspieler ein, die dann glänzen können. Gegen Armenien kann jeder Bundesligastürmer Tore machen, wenn er sonst das deutsche Nationalteam als

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