BHW Bausparkasse AG

Deutsche Postbank AG kündigt Übernahme von BHW an
Hamelner Finanzdienstleister gibt Beteiligung an AHBR ab

    Hameln (ots) - Der Vorsorgespezialist BHW bekommt einen neuen Mehrheitseigentümer. Die Deutsche Postbank AG hat heute ihre Absicht bekannt gegeben, insgesamt 76,4 Prozent der Anteile an der BHW Holding AG zu übernehmen, die bisher von der Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften AG (BGAG) und dem Deutschen Beamtenwirtschaftsbund (BWB) gehalten werden. Nach dem Vollzug dieser Transaktion, der für Anfang 2006 vorgesehen ist, würde die Postbank - inklusive der von BHW selbst gehaltenen eigenen Aktien - mehr als 90 Prozent der Anteile an dem Hamelner Unternehmen halten.

    Die Postbank hat zudem angekündigt, den freien BHW-Aktionären ein Kaufangebot "zu einem realistischen Preis entsprechend den gesetzlichen Vorgaben" zu unterbreiten. Nach Vorlage des Angebots und eingehender Prüfung werden Vorstand und Aufsichtsrat der BHW Holding AG dazu Stellung nehmen.

    BHW-Vorstand begrüßt geplante Mehrheitsübernahme

    Die Ankündigung der Mehrheitsübernahme durch die Postbank wird vom BHW ausdrücklich begrüßt. Vorstandsvorsitzender Henning R. Engmann: "Die Partnerschaft mit einem so erfolgreichen Unternehmen bietet uns als BHW nach einer Phase der Unsicherheit nicht nur eine verlässliche Zukunftsperspektive. Unter dem Dach des Postbank-Konzerns haben wir auch beste Chancen, unsere spezifischen Stärken weiter auszubauen."

    BHW, so Engmann weiter, habe allen Grund, selbstbewusst in die   Partnerschaft mit der größten deutschen Retailbank einzutreten. Das Unternehmen bringt rund 4,6 Millionen Kunden, davon 3,6 Millionen im Heimatmarkt Deutschland, in die neue Verbindung mit ein. Darüber hinaus hat BHW dank seiner ausge-prägten Vertriebskraft eine hervorragende Marktposition im Bereich der privaten Vorsorge. So ist die BHW Gruppe Marktführer in der privaten Baufinanzierung und mit einem Marktanteil von 11,7 Prozent die Nummer zwei unter den deutschen Bausparkassen.

    Zusammen verfügen BHW und Postbank über ein einzigartiges Netz von Ver-triebswegen und bilden mit 15,5 Millionen Kunden den führenden Finanz-dienstleister in Deutschland. Über weitere Einzelheiten und strategische Perspektiven der neuen Partnerschaft informiert die Postbank auf einer Pressekon-ferenz am heutigen Dienstag um 14.45 Uhr in Frankfurt am Main.

    BHW-Beteiligung an AHBR abgegeben

    Die Verträge zur Mehrheitsübernahme der BHW Holding AG stehen laut Post-bank unter dem Vorbehalt, dass BHW von allen Risiken und Garantien im Zusammenhang mit seiner Beteiligung in Höhe von 49,9 Prozent an der Allgemeine HypothekenBank Rheinboden AG (AHBR) befreit wird. Um dies zu gewährleisten, soll in Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Treuhandgesellschaft aus dem Einflussbereich der BGAG dieses Aktienpaket unverzüglich zum Buchwert übernehmen. Der bereits lau-fende Verkaufsprozess für AHBR soll unter dem Dach dieser Zweck-gesellschaft unter Mitwirkung des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken fortgeführt werden. Darüber hinaus wurden zwischen den beteiligten Parteien Vereinbarungen getroffen, welche die BHW Holding AG im Rahmen der geplanten Übernahme durch die Postbank von allen gegenwärtigen und künftigen Verpflichtungen gegenüber AHBR befreien.

    BHW-Chef Engmann: "Der Verkaufsprozess kann nun in geordneten Bahnen weitergehen. Und wir können uns voll auf unsere zukunftsweisende neue Part-nerschaft mit der Postbank konzentrieren."

    Die AHBR-Beteiligung hat BHW bereits im Rahmen der laufenden Erstellung des Quartalsabschusses per 30. September 2005 vollständig abgeschrieben. Das Unternehmen geht dennoch weiterhin davon aus, im Konzern für das Ge-schäftsjahr 2005 durch die Auflösung von Rücklagen ein ausgeglichenes Ergeb-nis ausweisen zu können. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das 3. Quartal 2005 ist für den 15. November geplant.

    BHW wird von der unabhängigen Investmentbank Greenhill und von der Anwaltskanzlei Linklaters beraten.

Georg Jakobs T: +49(0)5151-18 4600   F: +49(0)5151-18 5527

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