Alle Storys
Folgen
Keine Meldung von UBS Deutschland AG mehr verpassen.

08.03.2019 – 13:34

UBS Deutschland AG

Art Basel und UBS Global Art Market Report: Globaler Kunstmarkt wächst weiter; Indikation für einen Anstieg von Kunstkäufen bei Sammlern der Millennial-Generation

Zürich (ots/PRNewswire)

- Der globale Kunstmarkt wuchs um 6% auf geschätzte USD 67,4 Mrd., 
  den zweithöchsten Stand seit 10 Jahren. 
- Die USA behaupten ihre Position als grösster Markt. Grossbritannien
  erobert seinen Rang als zweitgrösster Markt vor China zurück. 
- In Zusammenarbeit mit UBS durchgeführte Studien fördern neue 
  Erkenntnisse bezüglich HNW-Sammlern in Grossbritannien, 
  Deutschland, Hongkong, Singapur und Japan zutage.    

UBS und Art Basel veröffentlichten heute die dritte Ausgabe des Art Basel und UBS Global Art Market Report. Der Bericht stammt aus der Feder der renommierten Kulturökonomin Dr. Clare McAndrew und stützt sich unter anderem auf Studienergebnisse von UBS. Er enthält eine umfassende Analyse des internationalen Kunstmarktes im Jahr 2018 auf der Makroebene und zeigt wichtige Trends im Kontext bedeutender wirtschaftlicher Veränderungen auf.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

- Den Daten von Artfacts.net zufolge ist der Anteil weiblicher 
  Künstler bei globalen Ausstellungen von 25% im Jahr 2000 auf 33% 
  2018 gestiegen. 
- Bei den Galerien, die am Primärmarkt aktiv sind, betrug im Jahr 
  2018 der Frauenanteil der repräsentierten Künstler 36%, auf die im 
  Durchschnitt 32% des Umsatzes der Galerien entfielen. 
- Globaler Umsatz: Der Umsatz am weltweiten Kunstmarkt stieg 
  gegenüber 2017 um 6% auf schätzungsweise USD 67,4 Mrd. im Jahr 
  2018, wobei das obere Preissegment weiter konsolidierte. Damit 
  erreichte der Markt den zweithöchsten Stand seit zehn Jahren, und 
  der Wertzuwachs betrug 9% im Jahrzehnt von 2008 bis 2018. 
- Führende Kunstmärkte: Die USA, auf die 44% des Umsatzes nach Wert 
  entfallen, behaupteten ihre Position als weltgrösster Markt. Mit 
  USD 29,9 Mrd. erreichten die Umsätze in den USA einen Rekordwert. 
  Trotz der politischen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit 
  waren die Umsätze in Grossbritannien 2018 relativ hoch. Im 
  Augenblick wird der Wert der Kunstverkäufe nach und aus 
  Grossbritannien vom Nicht-EU-Handel dominiert. Mit einer 
  Wertsteigerung um 8% auf knapp USD 14 Mrd. eroberte Grossbritannien
  seinen Rang als zweitgrösster Markt mit einem Anteil von 21% 
  zurück. Die Umsätze in China, dem drittgrössten Markt mit einem 
  Anteil von 19%, erreichten 2018 einen Wert von USD 12,9 Mrd., ein 
  Rückgang um 3% gegenüber dem Vorjahr. 
- Globales Vermögen und Kunstkäufer: Der Report stützt sich unter 
  anderem auf die Ergebnisse einer 2018 von Art Economics und UBS 
  durchgeführten Umfrage unter Sammlern im High-Net-Worth-Bereich in 
  Grossbritannien, Deutschland, Singapur, Hongkong und Japan. In 
  früheren Umfragen unter US-Sammlern, die im Rahmen der laufenden 
  Beobachtung der Anlegerstimmung für die Reihe UBS Investor Watch 
  durchgeführt wurden, waren die meisten Befragten im Alter von 50 
  Jahren oder älter. An den neueren Märkten in Asien zeigte sich 2018
  jedoch ein ganz anderes Altersprofil: In Singapur gehörten 46% der 
  Sammler zur Generation der Millennials und in Hongkong 39%. 
  Millennial-Sammler machten fast die Hälfte (45%) der Käufer in der 
  obersten Preisklasse (über USD 1 Mio.) aus. Dies unterstreicht die 
  Bedeutung der Kaufkraft dieser Altersgruppe. 
- Onlineverkäufe: Der Onlinekunstmarkt erreichte 2018 einen neuen 
  Höchstwert von schätzungsweise USD 6 Mrd., eine Steigerung um 11% 
  zum Vorjahr. Sein Anteil von 9% am globalen Umsatz ist etwas 
  geringer als der des globalen Onlineeinzelhandels: 2018 entfielen 
  12% der globalen Einzelhandelsumsätze auf den E-Commerce. Die 
  Umfrage von UBS und Art Economics unter HNW-Sammlern in fünf 
  Märkten ergab, dass die meisten (72%) bei Onlinegeschäften nicht 
  über eine Preisgrenze von USD 50 000 hinausgingen. Es gibt jedoch 
  Anzeichen dafür, dass einige Sammler zunehmend bereit sind, online 
  hohe Preise zu zahlen. 17% der Befragten hatten ein Kunstwerk oder 
  -objekt für USD 100 000 oder mehr gekauft, und 4% hatten online USD
  1 Mio. oder mehr für ein Kunstwerk ausgegeben. 
- Auktionszahlen: Die Umsätze bei öffentlichen Auktionen in den 
  Bereichen Kunst, dekorativer Kunst sowie Antiquitäten stiegen 2018 
  im Vergleich zum Vorjahr um 3% auf USD 29,1 Mrd. - ein Plus von 
  nahezu 30% gegenüber 2016. Rund 61% des Gesamtumsatzes, aber nur 1%
  der Warenpartien bei Kunstauktionen entfielen auf Kunstwerke, die 
  für Preise von über USD 1 Mio. zugeschlagen wurden. In den USA 
  wuchs der Umsatz bei Auktionen am stärksten - um 18% auf USD 11,8 
  Mrd. 
- Umsatzentwicklung von Händlern: Die Umsätze von Händlern stiegen im
  Vergleich zum Vorjahr um 7% auf geschätzte USD 35,9 Mrd. Die 
  Steigerung war erneut hauptsächlich auf die Entwicklung im oberen 
  Preissegment zurückzuführen. 
- Kunstmessen: Kunstmessen sind nach wie vor ein zentraler 
  Bestandteil des globalen Kunstmarktes. Der Gesamtumsatz bei diesen 
  Anlässen wurde für 2018 auf USD 16,5 Mrd. geschätzt, eine 
  Steigerung um 6% zum Vorjahr. Der Anteil der globalen 
  Händlerumsätze am Gesamtwert bei Kunstmessen lag 2018 bei 46%. 
- Genderaspekte: Der Report enthält auch eine umfassende Untersuchung
  wie Künstler im Markt vertreten sind und Genderaspekte in Bezug auf
  Künstler. Hier einige interessante Feststellungen:  

Der Report stützt sich auch auf zwei weitere Studienergebnisse von UBS:

- Aus der Studie des UBS Evidence Lab zu den Luxusausgaben in Greater
  China Visiting the Great Mall geht hervor, dass Chinesen der 
  Millennial-Generation zuversichtlicher sind als ältere Konsumenten,
  wobei Frauen die "belastbarsten Konsumenten" sind. Die Studie 
  stellte fest, dass der durchschnittliche Transaktionswert bei 
  Luxuskonsumenten der Millennial-Generation am höchsten war. Diese 
  Gruppe hat  ein hohes verfügbares Einkommen, besitzt Immobilien und
  hat kaum Erfahrung mit einer wirtschaftlichen Rezession. Deshalb 
  blickt sie erheblich zuversichtlicher in die Zukunft als ältere 
  Konsumenten. 
- Im Milliardärsbericht von UBS und PwC für 2018 New Visionaries and 
  the Chinese Century heisst es: Amerika, das immer noch die grösste 
  Konzentration von Milliardenvermögen aufweist, und Europa 
  verzeichneten beide ein robustes Wachstum. Doch die Vermögen der 
  chinesischen Milliardäre wuchsen fast doppelt so schnell: Sie 
  stiegen um 39% auf USD 1,12 Bio. im Jahr 2017. Der Bericht stellte 
  fest, dass es in China pro Woche zwei neue Milliardäre gibt und in 
  Asien insgesamt über drei Milliardäre pro Woche. Dies zeigt eine 
  phänomenale Entwicklung in den letzten zehn Jahren, denn 2006 gab 
  es erst 16 chinesische Milliardäre. 

Mark Haefele, Global Chief Investment Officer bei UBS Wealth Management, erklärt: "Der Kunstmarkt ist ein faszinierendes Abbild der wirtschaftlichen Entwicklung und der Trends der Vermögensbildung. Am bemerkenswertesten ist die Zunahme der Milliardäre und die der Kaufkraft der Millennials, vor allem an den asiatischen Märkten. Dennoch bleibt die Leidenschaft für die Kunst die Haupttriebfeder für das Kaufen von Kunst. Sie treibt die besten Sammler an, qualitativ hochwertige Werke zu erstehen, die eine wahre kulturelle Bereicherung darstellen und dem Käufer Freude bereiten."

Den vollständigen Art Basel and UBS Global Art Market Report können Sie hier herunterladen.

Pressekontakt:

UBS Group AG
Tamsin Selby
Tel. +41-79-433-66-06
tamsin.selby@ubs.com

Original-Content von: UBS Deutschland AG, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: UBS Deutschland AG
Weitere Storys: UBS Deutschland AG