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Sommer, Sonne, Leidenskampf – Animals‘ Angels fordert Verbot von Tiertransporten bei Hitze

Sommer, Sonne, Leidenskampf – Animals‘ Angels fordert Verbot von Tiertransporten bei Hitze
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Jeden Sommer das selbe Bild: Tausende Schweine, Rinder und Hühner werden trotz Außentemperaturen von über 30 °C quer durch Deutschland transportiert. Die Tiere sind einer massiven Belastung durch die Hitze ausgesetzt, die nicht selten zum Tod führt. Die Tierschutzorganisation Animals‘ Angels startet in dieser Woche mit ihrer Aufklärungskampagne #StopHeatSuffering, um auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen. Ihre Forderung ist klar: Keine Tiertransporte in der Sommerhitze!

Wie wichtig dieses Thema ist, zeigen auch aktuelle Diskussionen in der Politik. Bis Ende Juni gab es bei Kurzstreckentransporten unter 8 Stunden kein gesetzlich festgelegtes Temperaturlimit. Der Bundesrat hat dies nun geändert: Die Mitglieder sprachen sich für eine Begrenzung der Transportzeit auf 4,5 Stunden von Tiertransporten bei Außentemperaturen von über 30 °C aus. Jedoch bezieht sich die Einschränkung nur auf den Transport von ‚Schlacht’tieren. Aber leidet nicht jedes Tier bei solch einer Hitze?

„Zwar ist ein Transportzeitlimit für ‚Schlacht’tiere bei hohen Temperaturen ein erster Schritt, aber bei Weitem nicht genug! Ein generelles Transportverbot bei Hitze ist längst überfällig - für alle Tiere, egal zu welchem ‚Zweck‘ oder wie lange sie transportiert werden,“ äußert sich die Projektleiterin Helena Bauer zum Bundesratsbeschluss.

Die Recherchen von Animals‘ Angels liefern deutliche Hinweise: Der sogenannte Hitzestress setzt bei den Tieren meist schon nach wenigen Minuten auf dem Transporter ein. Sie können ihre Körpertemperatur nicht selbst herunterregulieren. Die hohe Anzahl an Tieren auf der Ladefläche lässt die Innentemperatur des Transporters über die Außentemperatur steigen. Übliche Transportfahrzeuge verfügen über kein effizientes Kühlungssystem in den Abteilen. Auf den Kurzstreckentransporten ist die Versorgung der Tiere mit Wasser nicht vorgeschrieben. Extremer Durst belastet die Tiere zusätzlich.

Die Forderung, Tiertransporte bei Hitze zu verbieten, steht auch in diesem Jahr im Mittelpunkt der aktuellen Kampagne #StopHeatSuffering. Insgesamt 750 Plakate an 125 Deutschen Raststätten machen die Schicksale unzähliger Tiere sichtbar. Weitere Informationen zu der Aktion sind auf der Internetseite www.animals-angels.de/hitze zu finden. Auch wenn die derzeitigen Temperaturen die Problematik vergessen lassen, ist eins sicher: Die nächste Hitzewelle wird kommen.

Animals‘ Angels e.V.
Rossertstr. 8
60323 Frankfurt a.M.
Vorsitzende: Julia Havenstein | Stellv. Vorsitzender: Sven Strobel
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main | Registernummer: VR 13854