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02.12.2019 – 09:52

Save the Children Deutschland e.V.

Wetterextreme forderten bereits mehr als 1200 Menschenleben in Teilen Afrikas - Save the Children analysiert Auswirkungen des Klimawandels

Berlin/Madrid (ots)

Aktuelle Analysen von Save the Children belegen, dass sich 2019 im östlichen und südlichen Afrika durch die Klimakrise für 33 Millionen Menschen die Ernährungslage dramatisch verschlechtert hat. Die Hälfte der Betroffenen sind Kinder. Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und Wirbelstürme haben maßgeblich diese lebensbedrohende Situation verursacht und in der Region bereits 1200 Menschenleben gefordert. Save the Children appelliert anlässlich der 25. UN-Klimakonferenz (COP 25) an die Staats- und Regierungschefs, Maßnahmen zu verabschieden, die die Auswirkungen der Klimakrise im östlichen und südlichen Afrika verringern.

"Die Ergebnisse der Analyse sind düster und zeigen, dass die Klimakrise Ungleichheit, Armut und Vertreibung im östlichen und südlichen Afrika weiter festigt. Die Klimakrise tötet Menschen, sie zwingt Familien zur Flucht und sie ruiniert die Chancen der Kinder auf eine Zukunft", betont Ian Vale, Regionaldirektor von Save the Children. "Mit diesen sich überschneidenden, unerbittlichen Notfällen wird auch das humanitäre System bis zum Zusammenbruch belastet. Wiederholte Zyklen der Ernährungsunsicherheit durch klimabedingte Extreme führen zu erheblichen Finanzierungsengpässen. Wenn sich die Staats- und Regierungschefs der Welt zur COP 25 zusammenfinden, fordern wir sie auf, starke Entscheidungen zu treffen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern und das Leben und die Zukunft unserer Kinder zu schützen. Wir fordern die Geber auf, die Mittel für humanitäre Hilfe im gesamten östlichen und südlichen Afrika aufzustocken. Auch müssen die Kinder aktiv in die internationalen, nationalen und lokalen Bemühungen zur Reduzierung der Auswirkungen des Klimawandels einbezogen werden", sagt Vale.

Weiterführende Informationen:

Der kürzlich erschienene Bericht des "UN Intergovernmental Panel on Climate Change" (IPCC) zeigt zunehmend Hinweise darauf, dass der Klimawandel zu höheren Temperaturen in der Region beiträgt und dass diese Temperaturen die Auswirkungen von Dürren und Überschwemmungen verschärfen. Diese Klimaextreme zerstören die Lebensgrundlagen, führen zu Ernährungsunsicherheit und gefährden Kinder durch akute Mangelernährung. Gerade Kinder sind einem besonderen Risiko ausgesetzt, da sie zu 90 Prozent von durch den Klimawandel verursachten Krankheiten wie Malaria und Denguefieber betroffen sind.

Wetterextreme in Ostafrika und im südlichen Afrika haben dazu geführt, dass im Jahr 2019:

   - Bei Wirbelstürmen, Überschwemmungen und Erdrutschen in Mosambik,
     Somalia, Kenia, Sudan und Malawi starben mindestens 1200 
     Menschen. Dazu kommen nach Schätzungen von Save the Children 
     noch Tausende Tote durch Dürren innerhalb der letzten 12 Monate.
   - Zehn Länder im östlichen und südlichen Afrika (Madagaskar, 
     Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe, Südsudan, Sudan, Äthiopien, 
     Somalia und Kenia) befinden sich in einer anhaltenden 
     wetterbedingten Krise. Durchschnittlich 10% der Menschen in 
     diesen Ländern (33 Millionen Menschen) leiden unter Hunger. Laut
     Save the Children betrifft dies bereits 16 Millionen Kinder.
   - Von Januar bis Juni 2019 wurden in sieben der zehn Länder mehr 
     als 1 Million Menschen durch klimabedingte Wetterextreme in die 
     Flucht getrieben. Die Hälfte von ihnen floh infolge des Zyklons 
     Idai in Mosambik, Simbabwe und Malawi, auf den nach kurzer Zeit 
     der Zyklon Kenneth folgte. Es waren die stärksten Wirbelstürme, 
     die jemals den afrikanischen Kontinent trafen. 

Download-Link zu Fotos und Erlebnisberichten. Das Material kann unter Angabe von © Save the Children kostenfrei auch zur Weitergabe an Dritte genutzt werden. https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SQ88SSI

Über Save the Children

Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in über 120 Ländern im Einsatz. Save the Children ist da für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen - seit 100 Jahren und darüber hinaus. Diese Kinder zu schützen, zu stärken und zu fördern ist das zentrale Anliegen der Organisation. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Bereichen Schule und Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie Überleben und Gesundheit. Save the Children setzt sich ein für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen können.

Pressekontakt:

Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle - Claudia Kepp
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 - 280
Mail: Claudia.Kepp@savethechildren.de

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