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Weltmädchentag 2018: 50 Millionen Frühverheiratungen durch Schulbesuch verhindern

Berlin (ots) - Über 50 Millionen Frühverheiratungen könnten bis zum Jahr 2030 verhindert werden, wenn alle Mädchen die Sekundarschule abschließen würden. Anlässlich des Weltmädchentags weist Save the Children auf die entscheidende Rolle von Schulbildung im Kampf gegen Kinderehen hin.

Das Problem der Frühverheiratungen, vor allem in Entwicklungsländern, wird immer noch unterschätzt, betont Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland: "Jedes Jahr werden 12 Millionen Mädchen unter 18 gezwungen, erwachsene Männer zu heiraten. Oft sind diese doppelt so alt wie sie selbst. 7,5 Millionen dieser Mädchen werden illegal frühverheiratet, also gegen die bestehenden Gesetze ihres Landes. Sie müssen Schwangerschaften und Geburten im Kindesalter überleben und haben kein Mitspracherecht, wann und wen sie heiraten."

Frühverheiratung ist eine Hauptursache für den Schulabbruch von Mädchen. Umgekehrt haben diejenigen Mädchen, die nicht zur Schule gehen, ein erhöhtes Risiko früh verheiratet zu werden. Besonders wenn sie in einem unsicheren Umfeld leben, sehen viele Eltern in der Heirat einen Schutz für ihre Töchter.

"Eine toxische Mischung aus Armut und Geschlechterdiskriminierung führt dazu, dass Familien zu dem Schluss kommen, dass es besser für ihre Töchter ist, früh zu heiraten als eine Schulausbildung zu absolvieren", sagt Susanna Krüger. "Ein längerer Schulbesuch allein wird den Kinderehen wahrscheinlich kein Ende setzen, aber er ist ein wesentlicher Baustein. Wenn ein Mädchen verheiratet wird, dann stellt das nicht nur eine einmalige Verletzung seiner Rechte dar. Die Folgen bekommt es ein ganzes Leben zu spüren. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie misshandelt werden, dass sie Mütter werden bevor sie emotional und körperlich dafür bereit sind. Oft verlieren diese Mädchen auch ihre Kinder."

Erste Erfolge im Kampf gegen Frühverheiratungen können verbucht werden. Save the Children schätzt, dass 25 Millionen Kinderehen im vergangenen Jahrzehnt verhindert werden konnten, vor allem in Asien.

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