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06.09.2017 – 14:20

Save the Children Deutschland e.V.

Südasien: Mindestens 2,4 Mio. Hektar Ackerland sind zerstört - und damit die Lebensgrundlage tausender Menschen

Berlin (ots)

Mindestens 2,4 Mio. Hektar Ackerland in Indien (1.514.000 ha), Bangladesch (600.000 ha) und Nepal (350.000 ha) sind beim diesjährigen Monsun zerstört worden. Save the Children appelliert, die Menschen jetzt effizient beim Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen zu unterstützen.

Die schlimmste Flutkatastrophe in der Region seit Jahren hat mindestens 1.200 Menschen getötet, 40 Mio. Menschen sind von den Folgen betroffen. 17 Mio. Kinder allein in Indien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Während sich die Wassermassen in den am stärksten betroffenen Gebieten Südasiens allmählich zurückziehen, befassen sich die Menschen nun mit den Folgekosten.

Thomas Chandy, Länderdirektor von Save the Children in Indien, hat sich die verheerenden Schäden im indischen Bihar angesehen: "Millionen von Menschen haben in den von den Fluten betroffenen Gebieten in Bangladesch, Indien und Nepal ihre Haupteinnahmequellen verloren, weil ihre Ernte oder Geschäfte zerstört, ihre Tiere getötet wurden oder weil sie obdachlos geworden sind. Meistens hat es die ärmsten Familien auch am stärksten getroffen, also diejenigen, die sich keinen Monat ohne Einkommen leisten können. Deshalb müssen wir diesen Menschen jetzt so schnell und effizient wie möglich helfen, damit sie ihr Leben wieder in die Hand nehmen können."

"Das Ausmaß der Katastrophe ist schwer zu begreifen. Manche Gemeinden sind komplett ausgelöscht. Viele ältere Menschen erzählten mir vom Horror der Fluten, der sie völlig überrascht hat. Sie haben so etwas sehr lange nicht gesehen", erzählt Chandy und fügt hinzu: "Allein in Indien brauchen 17 Mio. Kinder dringend humanitäre Hilfe: Schutz, Gesundheitsversorgung und Nahrungsmittel. Wir machen uns auch Sorgen um die Unterrichtsausfälle, die immer die Gefahr für Kinder erhöhen, Opfer von Kinderarbeit oder sogar Menschenhandel zu werden."

Der Länderdirektor von Save the Children in Bangladesch, Mark Pierce, warnt, dass sich die Situation trotz der zurückgehenden Wassermassen schnell wieder verschlechtern könnte: "Wir müssen wachsam bleiben und damit rechnen, dass das Schlimmste noch nicht vorüber ist. Solange wir uns noch in der Monsun-Zeit befinden, ist alles möglich. Heftige Regenfälle und Überschwemmungen können völlig unerwartet und blitzartig wieder eintreten. In Anbetracht des bereits sichtbaren Schadensausmaßes in der Region wissen wir auch, dass der Erholungsprozess schwierig sein und vermutlich Jahre dauern wird. Das Leben von Millionen Menschen wurde auf den Kopf gestellt, sie brauchend dringend Unterstützung. Wir müssen und werden sie auf jedem Schritt dieses Weges begleiten."

Save the Children ist in Indien, Bangladesch und Nepal in Einsatz, um Familien dabei zu unterstützen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen: wir verteilen Webgarn, ersetzen zerstörte Fischernetze und helfen dabei, die zerstörte Landwirtschaft wieder aufzubauen. Außerdem stellen wir Hygiene-Sets, Küchenutensilien und Bargeld für Güter des täglichen Bedarfs wie Nahrungsmittel und sauberes Wasser zur Verfügung, wir geben auch Planen für sporadische Behausungen aus, unterhalten Spielgruppen für Kinder, damit sie sich von den Anstrengungen erholen können und richten temporäre Schulräume ein, damit Klassen den Unterricht sofort wieder aufnehmen können.

Kontakt:

Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle - Claudia Kepp
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 - 280
Mail: presse@savethechildren.de

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