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Internationaler Frauentag: Hannoveraner Mädchenhaus wird mit 87.000 Euro gefördert

Internationaler Frauentag: Hannoveraner Mädchenhaus wird mit 87.000 Euro gefördert

Die Corona-Pandemie verschärft Ungleichheit auch im digitalen Bereich / Das von der Deutschen Fernsehlotterie geförderte Mädchenhaus KOMM kümmert sich um Prävention, Schutz vor Gewalt und Diskriminierung, Medienkompetenz und Teilhabe

Am 8. März wird der Internationale Frauentag begangen, der sich seit über 100 Jahren für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Frauen einsetzt. Auch in der digitalen Welt und deren Gestaltung, wie z.B. in MINT-Berufen sind – wie auch im Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, der am 26. Januar 2021 veröffentlicht wurde, beschrieben* – Frauen weiterhin unterrepräsentiert.

Die Corona-Pandemie mit den Schulschließungen und Homeschooling und dem damit einhergehenden Digitalisierungsschub hat diese Ungleichheit verstärkt und Menschen, die nicht über einen entsprechenden Zugang verfügen, laufen Gefahr abgehängt zu werden. In Hannover arbeitet das von der Deutschen Fernsehlotterie mit 87.000 Euro geförderte Mädchenhaus KOMM u.a. daran, für gleiche Bildungschancen zu sorgen und gegen Benachteiligung anzugehen.

Das gesamte Thema finden Sie inklusive einem umfassenden Interview mit dem Mädchenhaus KOMM im Magazin „Du bist ein Gewinn“. Wenn Sie Interesse an Auszügen des Interviews haben, freuen wir uns auf Ihre Nachricht. Eine Pressemitteilung finden Sie untenstehend.

Herzliche Grüße

Daniel Kroll

*Verwirklichungschancen in diesem Bereich sind aber nicht unabhängig vom Geschlecht verteilt, der Zugang in die Branche ist von geschlechtsbezogenen Ungleichheiten bestimmt. Das verdeutlichen u. a. die Zahlen der Studienanfänger*innen in den MINT-Fächern: Im Wintersemester 2018/2019 waren davon nur ein Drittel Frauen; in der Informatik lag der Anteil bei knapp 22 %; etwa 20 Jahre zuvor lag der Anteil bei knapp 17 %. Bei den Studienabschlüssen zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier stieg der Frauenanteil von knapp 12 % (1999) auf ca. 20 % (2019).20 Die absoluten Zahlen machen die geschlechtsbezogenen Ungleichgewichte besonders anschaulich: Im Jahr 2018 machten 27.000 Studenten, aber nur 7.600 Studentinnen ihren Abschluss in der Informatik (Destatis 2020, zit. nach Jeanrenaud 2020: 10, 15 f., 17)

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Pressemeldung

Internationaler Frauentag: Hannoveraner Mädchenhaus wird mit 87.000 Euro gefördert

Die Corona-Pandemie verschärft Ungleichheit auch im digitalen Bereich / Das von der Deutschen Fernsehlotterie geförderte Mädchenhaus KOMM kümmert sich um Prävention, Schutz vor Gewalt und Diskriminierung, Medienkompetenz und Teilhabe

Hamburg/Hannover, 04.03.2021. Am 8. März wird der Internationale Frauentag begangen, der sich seit über 100 Jahren für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Frauen einsetzt. In Deutschland leben eine Million mehr Frauen als Männer – in der digitalen Welt und deren Gestaltung, wie zum Beispiel in MINT-Berufen, sind sie jedoch weiterhin unterrepräsentiert. In Hannover fördert die Deutsche Fernsehlotterie das Mädchenhaus KOMM mit 87.000 Euro, das diese Situation verbessern möchte. Es wird als Vorzeige-Projekt in der Themenwoche „Gleiche Chancen für alle: Empower-MINT für Mädchen* und junge Frauen*“ im Online-Magazin „Du bist ein Gewinn” sowie auf facebook und Instagram vorgestellt. Es bietet einen Schutzraum und vielseitige Angebote für Mädchen* und junge Frauen* – also für alle, die sich als weiblich definieren – von sechs bis 27 Jahren. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Themen Prävention, Schutz vor Gewalt und Diskriminierung, Medienkompetenzen und Teilhabe.

Die Corona-Pandemie verstärkt die Benachteiligung

Das vergangene Corona-Jahr und der damit einhergehende Digitalisierungsschub haben die Bedeutung von digitalen Kompetenzen in allen Lebensbereichen aufgezeigt. Gerade im Homeschooling sind diese Voraussetzung für einen Bildungserfolg. Wer sie nicht hat oder nicht über den entsprechenden Zugang verfügt, läuft Gefahr, abgehängt zu werden. Gerade die Situation für Mädchen* und junge Frauen* verschlechtert sich in der Corona-Pandemie laut Beschreibung des Mädchenhauses: „Corona hat zusätzlich gezeigt, was schiefläuft in der Digitalisierung”, sagt Milena Pöschke vom Mädchenhaus KOMM in Hannover. „Diesen Bedarf können wir täglich sehen”, ergänzt Pöschke. Viele Mädchen hätten zwar Smartphones, jedoch keinen eigenen Laptop oder Tablet. „Gerade jetzt, während der Schulschließungen, bekommen wir mit, dass der Unterricht über digitale Geräte läuft und digitale Kompetenzen einfach erwartet werden“, bestätigt Sozialarbeiterin Anne. „Viele Kinder sind damit überfordert und bekommen zu Hause wenig Unterstützung – einfach, weil die Eltern zum Teil gar nicht die Ressourcen haben, ihre Kinder ausreichend zu unterstützen. Das möchten wir mit unserem Projekt ausgleichen.“

Über das Mädchenhaus KOMM sollen unter anderem Leihgeräte zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig werden Mädchen beim Erwerb digitaler Kompetenzen unterstützt – um im Unterricht weiterhin mithalten zu können. Ein weiteres, langfristiges Ziel des Projektes ist es, so auch die Bildungschancen der Mädchen insbesondere im Hinblick auf MINT-Berufe (d.h. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu verbessern – denn in diesen sind Frauen auch in Deutschland nach wie vor unterrepräsentiert. Das von der Deutschen Fernsehlotterie geförderte Projekt „Digitales Empowerment für Mädchen“ ist am 1. Januar gestartet und fand bisher vorwiegend digital statt.

Dank ihrer Mitspielerinnen und Mitspieler erzielte die Deutsche Fernsehlotterie von 1956 bis heute einen karitativen Zweckertrag von über 2 Milliarden Euro. Damit konnte die Soziallotterie über ihre zugehörige Stiftung, das Deutsche Hilfswerk, mehr als 9.600 Projekte fördern. Im Jahr 2020 wurden über 42,4 Millionen Euro an 315 soziale Projekte vergeben. Mindestens 30 Prozent der Loseinnahmen fließen jedes Jahr über die Stiftung Deutsches Hilfswerk in den guten Zweck. Kindern, Jugendlichen, Familien, Senioren, Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung wird so ein besseres Leben ermöglicht. Die geförderten Projekte sollen dabei das solidarische Miteinander stärken und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen begegnen.

Pressekontakt 
Deutsche Fernsehlotterie 
Daniel Kroll 
Tel.: 040/414104-38  d.kroll@fernsehlotterie.de
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